Post

Fast alle Schulabgehenden haben eine Anschlusslösung

Fast alle Schulabgehenden haben eine Anschlusslösung

Source: Swiss Kanton Nidwalden News in German
17. Juli 2026
Die aktuelle Befragung der Schulabgängerinnen und Schulabgänger zeigt, dass praktisch alle eine Anschlusslösung gefunden haben. Die meisten Jugendlichen starten im Herbst 2026 eine Lehre. Die Befragung wird jährlich durch die Berufs- und Weiterbildungsberatung Obwalden und die Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung Nidwalden durchgeführt.

Für 375 Jugendliche im Kanton Obwalden (Vorjahr 408) und 389 Jugendliche im Kanton Nidwalden (405) ist in diesem Monat die obligatorische Schulzeit zu Ende gegangen. Die allermeisten haben eine Anschlusslösung gefunden. 99.8% in Obwalden und 99.2% in Nidwalden wissen, wie es nach der Schulzeit weitergeht. Diese Zahlen sind sehr erfreulich. «Wir danken allen Beteiligten, insbesondere den Lehrpersonen der Orientierungsschule, für die umsichtige und engagierte Begleitung der Jugendlichen im Berufswahlprozess», hält Sandra Portmann, Leiterin Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung Nidwalden, im Namen beider Kantone fest.
Rund zwei Drittel aller Schulabgängerinnen und Schulabgänger (Obwalden 68.4% und Nidwalden 66.6%) starten im August in eine 2-, 3- oder 4-jährige berufliche Grundbildung. Mehrheitlich haben die Jugendlichen eine Lehrstelle im eigenen Kanton gefunden (Obwalden 71.5% und Nidwalden 68%).
In Obwalden beginnen die Jugendlichen in 60, in Nidwalden in 70 verschiedenen Berufen eine Lehre. Die Vielfalt ist bei den weiblichen Jugendlichen weniger ausgeprägt als bei den männlichen. Während die Schulabgängerinnen in Nidwalden zwischen 32 Berufen auswählen, sind es bei den Schulabgängern 56. In Obwalden ist der Unterschied geringer (Schulabgängerinnen 39, Schulabgänger 43 Berufe).
Liste der meistgewählten Berufe in beiden Kantonen gleichBei den am meisten gewählten Berufen führen in beiden Kantonen dieselben die Hitparade an. 77 junge Frauen und Männer beginnen eine kaufmännische Lehre (Vorjahr 80), 38 (52) starten als Fachmann/-frau Gesundheit und 25 (25) beginnen die Lehre als Elektroinstallateur/innen. Weiterhin beliebt sind handwerkliche Berufe sowie Ausbildungen im Detailhandel und im Gesundheitswesen. Die meisten entscheiden sich für geschlechtstypische Berufe, einzelne ergreifen jedoch auch geschlechtsuntypische Berufe wie Baumaschinenmechanikerin, Fachmann Gesundheit, Fahrradmechanikerin oder Kältesystem-Monteurin. Auch eher selten gewählte Berufe kommen vor, so etwa Architekturmodellbauer/in, Ofenbauer/in oder Zahntechniker/in.
Der Anteil Jugendlicher, die mehr als ein Jahr vor Lehrbeginn eine Stellenzusage erhalten haben, hat sich gegenüber zuletzt nochmals vergrössert. 80%, die eine Lehre beginnen, geben an, dass die Lehrstelle ihrem Wunschberuf entspricht. Insgesamt verspürte rund ein Drittel einen grossen bis sehr grossen Druck bei der Berufswahl und Lehrstellensuche. Rund die Hälfte berichtet von moderatem Druck.
Weniger als 10% machen ein ZwischenjahrEtwas mehr als ein Fünftel der Schulabgängerinnen und Schulabgänger tritt in eine weiterführende Schule über, wobei die weiblichen Jugendlichen sowohl in Obwalden als auch in Nidwalden mit rund 60% die Mehrheit bilden. Der grösste Anteil der Übertritte entfällt auf die kantonale Mittelschule. Übrige Eintritte erfolgen an eine Fachmittelschule oder an ein ausserkantonales Kurzzeitgymnasium.
Der Anteil Jugendlicher mit einem Zwischenjahr liegt in Obwalden mit 8.3% leicht tiefer als im vergangenen Jahr (9.3%). Anders in Nidwalden: Hier starten mehr Jugendliche mit einem Zwischenjahr (9.8%) als im Vorjahr (6.9%).
Nur ganz wenige Jugendliche wussten zum Zeitpunkt der Erhebung noch nicht, wie es für sie nach dem Sommer weitergeht (in Obwalden 1, in Nidwalden 3). Sie befinden sich noch im Bewerbungsverfahren für eine Lehrstelle oder orientieren sich neu. In beiden Kantonen sind aktuell noch zahlreiche Lehrstellen offen. Lehrverträge können bis zu den Herbstferien abgeschlossen werden.
Die wichtigsten Zahlen der Schulenderhebung 2026

Nidwalden

Obwalden

Berufliche Grundbildung

259

66.6%

255

68%

Weiterführende Schule

88

22.6%

88

23.5%

Zwischenjahr

38

9.8%

31

8.3%

Arbeit ohne Ausbildung

0

0%

0

0%

Ohne Lösung

3

0.8%

1

0.2%

Keine Angaben

1

0.2%

0

Total

389

100%

375

100%

Nidwalden
Die meistgewählten Berufe

Anzahl

in %

Kaufmann/Kauffrau EFZ

42 (44)

16.3%

Fachmann/Fachfrau Gesundheit EFZ

19 (20)

7.4%

Elektroinstallateur/in EFZ

10 (7)

3.9%

Fachmann/-frau Betreuung EFZ

9 (9)

3.5%

Zeichner/in EFZ

9 (11)

3.5%

Detailhandelsfachmann/-frau EFZ

8 (17)

3.1%

Medizinische Praxisassistentin EFZ

8 (7)

3.1%

Schreiner/in EFZ

8 (5)

3.1%

Automobilfachmann/-frau EFZ

7 (9)

2.7%

Zimmermann/Zimmerin EFZ

7 (9)

2.7%

Obwalden
Die meistgewählten Berufe

Anzahl

in %

Kaufmann/Kauffrau EFZ

35 (36)

13.7%

Fachmann/-frau Gesundheit EFZ

19 (32)

7.5%

Elektroinstallateur/in EFZ

15 (18)

5.9%

Detailhandelsfachmann/-frau EFZ

11 (6)

4.3%

Zimmermann/Zimmerin EFZ

10 (7)

3.9%

Maurer/in EFZ

9 (2)

3.5%

Schreiner/in EFZ

9 (6)

3.5%

Landwirt/in EFZ

7 (6)

2.8%

Gärtner/in EFZ

6 (5)

2.4%

Koch/Köchin EFZ

6 (5)

2.4%

Polymechaniker/in EFZ

6 (6)

2.4%

MIL OSI