Medienmitteilung vom 18. Mai 2022

Source: Swiss Canton Zug – news in German

Die Gemeinde Steinhausen hat die Löhne der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter analysiert und von einem externen Wirtschaftsprüfer untersuchen lassen. Das Resultat ist erfreulich.
Das Bundesgesetz über die Gleichstellung von Mann und Frau wurde revidiert und ist seit dem 1. Juli 2020 in Kraft. Dieses schreibt vor, dass Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitenden eine betriebsinterne Lohngleichheitsanalyse vornehmen und diese von einer
unabhängigen Stelle überprüfen lassen müssen. Das eidgenössische Büro für die Gleichstellung von Mann und Frau hat ein Analysewerkzeug entwickelt, das auch für die Lohngleichheitsanalyse der Gemeinde Steinhausen zur Anwendung gekommen ist. Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber haben bis 30. Juni 2023 Zeit, die Angestellten über das Ergebnis der ersten Analyse zu informieren. In die Analyse sind die Löhne des Referenzmonats
Februar 2021 (während der Berichtsperiode 1. Juli 2020 bis 30. Juni 2021) von 321 Mitarbeitenden (230 Frauen und 91 Männer) eingeflossen.


Kein faktischer Geschlechtseffekt in Steinhausen zu erkennen
Die Lohngleichheitsanalyse zeigt, dass sich die Durchschnittslöhne von Frauen und Männern leicht unterscheiden. Unter Berücksichtigung der Unterschiede in den Qualifikationsmerkmalen und den arbeitsplatzbezogenen Merkmalen verdienen Frauen 2,3 % weniger. Die verbleibende, weder durch Unterschiede in den persönlichen Qualifikationsmerkmalen noch durch arbeitsplatzbezogene Merk-male, zu erklärende Lohndifferenz ist statistisch nicht signifikant von null zu unterscheiden. Dies bedeutet, dass zwischen Frauen und Männern gemäss Standard-Analysemodell keine statistisch gesicherte unerklärte Lohndifferenz im engeren Sinne besteht. Dies bestätigt der unabhängige Wirtschaftsprüfer, welcher die Steinhauser Lohngleichheitsanalyse untersucht und geprüft hat.

Die Gemeindeverwaltung Steinhausen weist ein gutes Ergebnis aus, bei welchem ausserdem alle gesetzlichen Anforderungen erfüllt werden. Die Lohngleichheit zwischen Mann und Frau ist nachweislich bestätigt. Der Gemeinderat ist sehr erfreut über das Resultat der Analyse.

MIL OSI

Gebietsfremde Lebewesen in den Gewässern – Kanton Zug startet Informationskampagne zum Schutz des Ägerisees

Source: Swiss Canton Zug – news in German

EINLADUNG ZUR MEDIENORIENTIERUNG

Gebietsfremde Tiere und Pflanzen können in Gewässern grosse Schäden anrichten. Bis jetzt sind die Zentralschweizer Gewässer noch wenig von «invasiven Neobiota» betroffen. Damit sich das Problem nicht akzentuiert und das Schadenpotenzial gering bleibt, lancieren das Amt für Wald und Wild (AFW) und das Amt für Umwelt (AFU) eine gemeinsame Informationskampagne zum Schutz des Ägerisees. Unter dem Slogan «Vorsicht blinde Passagiere» werden Regeln aufgestellt und Massnahmen getroffen, die vor allem für Personen, die Boot fahren, fischen oder andere Wassersportarten ausüben und ihre Ausrüstung in verschiedenen Gewässern nutzen, zentral sind.

Wie Prävention, Strategie und Monitoring ausgestaltet sind und die Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure funktioniert, wird den Medien von den zuständigen Fachpersonen vor Ort erklärt.

Mittwoch, 25. Mai 2022, 09.00 Uhr bis 10.00 Uhr

Treffpunkt: Hafen / Seeplatz Oberägeri, (Parkplätze vorhanden)

·         Regierungsrat Andreas Hostettler, Vorsteher Direktion des Innern

·         Martin Ziegler, Amt für Wald und Wild

·         Roman Keller, Abteilungsleiter Jagd und Fischerei

·         Angela Maurer, Projektleiterin Amt für Umwelt (AFU)

·         Vertreter der Gemeinden / Korporation Unterägeri und Oberägeri

MIL OSI

110 / Risch Rotkreuz: Frontalkollision zwischen zwei Autos

Source: Swiss Canton Zug – news in German

Zug, 18. Mai 2022, 16:30 Uhr

110 / MEDIENMITTEILUNG

Risch Rotkreuz: Frontalkollision zwischen zwei Autos

Ein Auto ist auf die Gegenfahrbahn geraten und dort in ein anderes Auto geprallt. Beide Lenkerinnen wurden verletzt. Auch ein Motorrad wurde in den Unfall verwickelt.

Am Mittwoch (18. Mai 2022), um 13:30 Uhr, ist es auf der Holzhäusernstrasse, Höhe Seestrasse, in Risch zu einer Frontalkollision zwischen zwei Autos gekommen. Eine 78-jährige Lenkerin fuhr von Holzhäusern in Richtung Risch, als sie plötzlich auf die Gegenfahrbahn kam. Dort prallte sie frontal in ein entgegenkommendes Auto, das sich durch die Kollision um 180 Grad drehte und in ein nachfolgendes Motorrad schleuderte. Beide Autolenkerinnen wurden bei der Kollision leicht verletzt. Der 37-jährige Zweiradlenker kam mit dem Schrecken davon und blieb unverletzt. Der Rettungsdienst Zug betreute die Verletzten und überführte sie ins Spital. Beim Unfall erlitten beide Fahrzeuge Totalschaden in der Höhe von mehreren Zehntausend Franken. Sie mussten von einem privaten Abschleppunternehmen abtransportiert werden. Für die Reinigung der Fahrbahnen standen auch Mitarbeitende des Strassenunterhaltsdienstes im Einsatz.

MIL OSI

109 / Baar: Brennende Baumulde geistesgegenwärtig wegtransportiert

Source: Swiss Canton Zug – news in German

Zug, 18. Mai 2022, 15:50 Uhr

109 / MEDIENMITTEILUNG

Baar: Brennende Baumulde geistesgegenwärtig wegtransportiert

Eine Mulde mit Bauschutt hat gebrannt. Von einem Augenzeugen wurde diese mit einem Gabelstapler wegtransportiert. Verletzt wurde niemand.

Am Mittwochmittag (18. Mai 2022), um 12:45 Uhr, ist an der Altgasse in Baar eine Mulde mit Bauschutt in Brand geraten. Ein Passant hat das Feuer entdeckt und umgehend die Feuerwehr alarmiert. Ein Mitarbeiter eines angrenzenden Unternehmens reagierte ebenfalls geistesgegenwärtig und verschob die Mulde mit einem Gabelstapler. Dadurch konnte er weiteren Sachschaden verhindern. Die ausgerückten Angehörigen der Feuerwehr Baar waren rasch vor Ort und konnten den Brand löschen. Der entstandene Sachschaden ist dank der raschen Reaktion des Meldeerstatters und des Arbeiters gering. Die Brandursache ist noch unklar und wird derzeit untersucht.

Im Einsatz standen 15 Angehörige der Feuerwehr Baar sowie Mitarbeitende der Zuger Polizei.

MIL OSI

Kollision zwischen Traktor und Personenwagen – Personenwagenlenker leicht verletzt

Source: Switzerland – Canton Government of Basel in German

Gemäss den bisherigen Erkenntnissen der Polizei Basel-Landschaft beabsichtigte der Lenker eines Traktors, in der Giebenacherstrasse Richtung Giebenach fahrend, nach links in einen Feldweg einzubiegen. Zeitgleich setzte ein nachfolgender Personenwagenlenker zum Ueberholen des landwirtschaftlichen Traktors an. In der Folge kam es zu einer seitlichen Kollision zwischen den beiden Fahrzeugen.

Nach der Kollision geriet der Personenwagen ins Schleudern, drehte sich um die eigene Achse und kam entgegen der Fahrtrichtung zum Stillstand. 

Der Lenker des Personenwagens zog sich bei der Kollision leichte Verletzungen zu. Er wurde durch den Sanitätsdienst zur Kontrolle in ein Spital verbracht. 

Der beschädigte Personenwagen musste durch ein Abschleppunternehmen aufgeladen und abtransportiert werden.

MIL OSI

Bundesrat forciert digitalen Transformationsprozess im Agrar- und Ernährungssektor

Source: Switzerland – Federal Administration in German

Bern, 18.05.2022 – Der Datenaustausch im Agrar- und Ernährungssektor funktioniert grösstenteils noch manuell und wenig automatisiert. Um den administrativen Aufwand zu verringern und die Digitalisierung voranzutreiben, hat der Bundesrat am 18. Mai 2022 die Grundlagen für den Aufbau eines Kompetenzzentrums für die digitale Transformation im Agrar- und Ernährungssektor verabschiedet.

Heute müssen Landwirtinnen und Landwirte oftmals dieselben Angaben in verschiedene Informationssysteme eingeben. Benötigt werden die Daten von unterschiedlichen Stellen. Unter anderem vom Bund, Kantonen oder Label- und Kontrollorganisationen. Zunehmend benötigen die Landwirtinnen und Landwirte ihre Daten auch für die Nutzung ihre eigenen modernen Betriebsmanagementsysteme. Kurzum: Die verschiedenen Akteure im Agrar- und Ernährungssektor sind alle gegenseitig auf Daten und Informationen angewiesen.

Um die mehrfache Nutzung dieser Informationen und die Interoperabilität der Systeme zu ermöglichen, sind einheitliche Standards, Metadaten und Schnittstellen nötig. Wie der Bericht «Digitalisierung im Agrarsektor. Rolle des Bundes» des Bundesrates aufzeigt, braucht es dazu eine Organisation, welche die digitale Transformation im Agrar- und Ernährungssektor in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit den Kantonen, den verschiedenen Akteuren entlang der Lebensmittelwertschöpfungskette sowie bundesinternen Stellen führt. Im Sinne des «Once-Only Prinzips» sollen Daten stets nur einmal eingegeben werden müssen. 

Der Bundesrat anerkennt den Handlungsbedarf und hat entschieden, beim Bundesamt für Landwirtschaft BLW ein solches Kompetenzzentrum zu schaffen. Der Aufbau soll schrittweise und in enger Abstimmung zu bestehenden Initiativen und Massnahmen des Bundes wie die «Digitale Verwaltung Schweiz», das Programm Nationale Datenbewirtschaftung NaDB, die Digitalisierungsstrategie oder die gemeinsame Stammdatenverwaltung erfolgen. In der vom BLW geführten Aufbau- und Pilotphase (2023–2025), geht es darum, die Grundlagen für das Kompetenzzentrum zu erarbeiten und erste Pilotprojekte zur Datenstandardisierung durchzuführen. In dieser Phase sollen insbesondere Fragen zur zukünftigen Organisationsform, zur Einbindung der verschiedenen bundesintern und externen Akteure und zum Datenschutz beantwortet werden. Daneben gilt es, Abschätzungen zu den notwendigen Ressourcen für das sechsjährige Umsetzungsprogramm (2026–2031) zu machen. Über das Umsetzungsprogramm wird der Bundesrat im Jahr 2025 entscheiden.


Adresse für Rückfragen

Kommunikationsdienst GS-WBF
info@gs-wbf.admin.ch
Tel. 058 462 20 07


Herausgeber

Der Bundesrat
https://www.admin.ch/gov/de/start.html

Eidgenössisches Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung
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Gurtnellen: Mann durch rückwärtsfahrenden Lastwagen verletzt

Source: Swiss Canton of Uri – news in German

18. Mai 2022

Medienmitteilung Nr. 75 / 2022

Am Dienstag, 17. Mai 2022, kurz vor 16.45 Uhr, ereignete sich ein Unfall auf einer Baustelle im Bereich der Wilerplanggengalerie. Ein LKW-Lenker war im Begriff mit seinem Fahrzeug rückwärts zu fahren, als er mit einem Arbeiter zusammenstiess, der sich hinter dem Lastwagen befand. Der 57-jährige Mann zog sich erhebliche Verletzungen zu. Er wurde durch den Rettungsdienst Uri ins Kantonsspital überführt. Es entstand kein Sachschaden.

MIL OSI

Flimmerpause an den Schulen Risch

Source: Swiss Canton Zug – news in German

Flimmerpause an den Schulen Risch: Analoge Freizeitformate für Kinder und Jugendliche

Zum fünften Mal setzt das Amt für Gesundheit des Kantons Zug das Projekt «Flimmerpause» im Kanton Zug um. Dabei reduzieren die teilnehmenden Schulklassen und Familien in der offiziellen Flimmerpausenwoche vom 6. bis am 12. Juni 2022 oder an einem frei wählbaren Datum ihren Bildschirmmedienkonsum auf das nötige Minimum, um den eigenen Medienkonsum zu reflektieren und neue analoge Freizeitformate zu entdecken.

Bereits vor der offiziellen «Flimmerpause»-Woche, nämlich vom 30. Mai bis zum 5. Juni, reflektieren Schulklassen und Familien der Gemeinde Risch ihren Medienkonsum und reduzieren diesen bewusst zu Gunsten von analogen Tätigkeiten in Schule und Freizeit.

Reflexion über Umgang mit digitalen Medien
Rund 300 Schülerinnen und Schüler der 3. – 6. Primarklasse freuen sich auf ihre Flimmerpause. Diese beschäftigen sich im Schulzimmer bereits seit einigen Wochen mit dem Medienkonsum. Lehrpersonen setzen während der Flimmerpausenwoche möglichst auf eine analoge Schulwoche, stärken die Kompetenzen und das Wissen im Umgang mit digitalen Medien und animieren die Kinder und Jugendlichen auch zu bildschirmfreien Freizeitaktivitäten. Die Kinder und Jugendlichen werden ermutigt, sich mit ihrem persönlichen Umgang mit digitalen Medien auseinanderzusetzen.

Bildschirmfreies Alternativprogramm
Um die «neu gewonnene» Zeit sinnvoll zu nutzen und allenfalls neue Freizeitaktivitäten zu entdecken, hat die Jugendförderung und Gemeinwesenarbeit Risch auch dieses Jahr gemeinsam mit lokalen Vereinen wieder ein äusserst attraktives, kostenloses Alternativprogramm für die bildschirmreduzierte Woche erstellt.

Eine Radiosendung gestalten, Selbstverteidigung, Skaten, Golfen, Schiesssport, Mountainbiken, Tennis, Schnuppertauchen, Lebensretter*innen Blitzkurs oder Taekwondo sind nur einige der vielen attraktiven Angebote. Als krönender Wochenabschluss wird vom Samstag, 04. Juni bis Montag 06. Juni 2022 von Jungwacht und Blauring Rotkreuz ein Zelt-Pfingstlager mit Spiel und Spass in der Natur angeboten.

Zu hoffen ist, dass sich andere Gemeinden im Kanton Zug von der Gemeinde Risch inspirieren lassen und ihre Flimmerpause auch noch im Verlauf des 2022 umsetzen.

Weitere Informationen
www.flimmerpause.ch

MIL OSI

Ukraine: Bundesrat und Branche stärken Gasreserven für den kommenden Winter

Source: Switzerland – Federal Administration in German

Bern, 18.05.2022 – Die Schweiz ist beim Gas von Importen abhängig und hat keine eigenen Gasspeicher. Der Bundesrat hat am 18. Mai 2022 die Voraussetzungen zur Stärkung der Versorgung für den kommenden Winter geschaffen. Er verpflichtet die Gasbranche, Speicherkapazitäten in den Nachbarländern und Optionen für zusätzliche Gaslieferungen zu sichern. Der Bundesrat hat dazu eine dringliche Verordnung in Kraft gesetzt und das von der Branche und den Bundesbehörden erarbeitete Konzept zur Schaffung einer Winter-Gasreserve zur Kenntnis genommen. Diese Massnahmen konkretisieren die Entscheide des Bundesrates von Anfang März.

Das Konzept zur Schaffung einer Winter-Gasreserve dient dazu, die Folgen eines allfälligen Ausfalls russischer Gaslieferungen zu minimieren. Dazu sieht es neben der ordentlichen Beschaffung, die wie jedes Jahr durch die Schweizer Lieferanten erfolgt und den Bedarf der Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten deckt, zwei zusätzliche Massnahmen vor:

  1. Physische Reserve: Ein Teil der ordentlichen Beschaffung wird abgesichert, indem diese Mengen gespeichert werden, vorwiegend in den Nachbarländern. Diese physische Reserve soll 15% (rund 6 TWh) des jährlichen Gasverbrauchs der Schweiz (rund 35 TWh) abdecken. Rund die Hälfte dieser physischen Reserve ist bereits durch die Regionalgesellschaften Gaznat und GVM in Frankreich gebucht.
  2. Optionen für zusätzliche Gaslieferungen: Zusätzlich zur ordentlichen Beschaffung sollen in Frankreich, Deutschland, Italien sowie den Niederlanden 6 TWh in Form von Optionen für nicht-russisches Gas erworben werden, die bei Bedarf kurzfristig gegen eine feste Gebühr abgerufen werden können. Diese Menge entspricht rund 20% des Schweizer Winterverbrauchs. Damit wird auch eine Diversifikation der Lieferwege erreicht.

Der Bundesrat begrüsst das Konzept der Gasbranche. Es bietet eine zusätzliche Absicherung und Diversifikation der Risiken für die Winterversorgung 2022/2023. Damit gelten sie als Vorbereitungsmassnahmen im Sinne des Landesversorgungsgesetzes. Der Bundesrat erwartet, dass die Beschaffung der Gasreserve mit dem Wettbewerbsrecht konform erfolgen kann. Die Verordnung sieht diesbezüglich vor, dass die Kosten diskriminierungsfrei über die Netznutzungstarife gedeckt werden. Er fordert die Task Force auf, das Konzept für die Gasreserve unter Mitwirkung des WBF und UVEK fertigzustellen und den Bundesrat bis Mitte Juni zu informieren. Offen ist insbesondere noch die Bewirtschaftung der Gasreserve. Ein Abrufkonzept soll regeln, wie und wann die Gasreserve ausgelöst wird und wer diese zu welchem Preis nutzen kann. Ebenfalls gilt es, Transparenz über die abgeschlossenen Verträge und Kosten zu schaffen sowie die erforderlichen Gasnetz-Importkapazitäten zu sichern. Wenn sich im Verlauf der weiteren Arbeiten zeigt, dass eine vollständig wettbewerbskonforme Umsetzung der vom Bund angeordneten Massnahmen nicht möglich ist, prüft der Bundesrat eine entsprechende Regelung.

Der Bundesrat sieht zudem auch vor, die bilateralen Kontakte zu intensivieren, um den Abschluss von bilateralen Abkommen zur Sicherung des Zugriffs auf die Speicher zu sondieren.  

Der Bundesrat hat das UVEK weiter beauftragt, den Vernehmlassungsentwurf zum Gasversorgungsgesetz gemäss den Erkenntnissen aus der Ukrainekrise zu überarbeiten und ihm die neuen Eckwerte der Vorlage bis Ende April 2023 in einem Aussprachepapier vorzulegen.

Die am 18. Mai 2022 beschlossene Verordnung beruht auf dem Landesversorgungsgesetz. Sie tritt per 23. Mai 2022 in Kraft und ist bis am 30.September 2023 befristet.

Die Situation auf den europäischen Energiemärkten ist seit Beginn des Krieges gegen die Ukraine von Nervosität und Unsicherheit geprägt. Beim Gas ist die Schweiz für die Versorgung vollständig von Importen abhängig. Die Schweiz verfügt zudem über keine eigenen Speicheranlagen. Um die Gasversorgung zu stärken, hatte der Bundesrat Anfang März beschlossen, der Branche die Beschaffung von Gas und Speicherkapazitäten im benachbarten Ausland zu erleichtern. Eine Task Force der Gasbranche, deren Arbeiten vom Verband der Schweizerischen Gaswirtschaft (VSG) koordiniert werden, hat inzwischen unter Mitwirkung des UVEK und WBF ein Konzept mit den Eckwerten der Massnahmen für die Winterversorgung 2022/2023 erarbeitet. Der Bundesrat hat es am 18. Mai 2022 nun zur Kenntnis genommen und die darin enthaltenen Eckwerte in einer Verordnung festgelegt.


Adresse für Rückfragen

Kommunikation GS WBF
Tel. 058 462 20 07
info@gs-wbf.admin.ch

Kommunikation UVEK
Tel. 058 462 55 11


Herausgeber

Der Bundesrat
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Bundesrat eröffnet Vernehmlassung für ein Investitionsprüfgesetz

Source: Switzerland – Federal Council in German

Bern, 18.05.2022 – Der Bundesrat hat am 18. Mai 2022 die Vernehmlassung für ein Investitionsprüfgesetz eröffnet. Zuvor hatte das Parlament mit der Annahme der Motion 18.3021 Rieder entsprechende gesetzliche Grundlagen gefordert. Der Bundesrat spricht sich weiterhin gegen die Einführung einer Investitionsprüfung aus. Begründung: Das Kosten-Nutzen-Verhältnis ist ungünstig und das bestehende Regelwerk ausreichend.

Das Investitionsprüfgesetz soll eine Gefährdung oder Bedrohung der öffentlichen Ordnung oder Sicherheit durch Übernahmen von inländischen Unternehmen durch ausländische Investoren verhindern.

Mögliche Gefährdungen werden vor allem bei Investoren mit einer staatlichen Nähe erwartet. Entsprechend sollen Übernahmen durch ausländische staatliche oder staatsnahe Investoren in allen Branchen einer Genehmigungspflicht unterliegen. Zusätzlich wird definiert, in welchen besonders kritischen Bereichen für alle ausländischen – staatlichen und privaten – Investoren eine Genehmigungspflicht bestehen soll. Kleine Unternehmen sollen hingegen grundsätzlich ausgenommen werden, indem eine Bagatellschwelle gesetzt wird.

Offenheit als zentraler Erfolgsfaktor

Die Schweiz zählt zu den weltweit grössten Empfängern von ausländischen Investitionen. Gleichzeitig gehört sie zu den weltweit grössten Investoren im Ausland. Die Politik der Offenheit gegenüber Investitionen aus dem Ausland ist für den Wirtschaftsstandort Schweiz von zentraler Bedeutung. Die Attraktivität als Investitionsstandort soll deshalb auch bei der Einführung einer Investitionsprüfung grundsätzlich gewahrt bleiben.

Die Investitionsprüfung soll daher zielgerichtet, griffig und administrativ schlank ausgestaltet werden. Wichtig ist ausserdem, dass sich die Regelung zur Investitionsprüfung durch eine möglichst hohe Transparenz, Vorhersehbarkeit und Rechtssicherheit auszeichnet und die Zuständigkeiten klar geregelt sind. Sie soll zudem mit den bereits bestehenden völkerrechtlichen Verpflichtungen der Schweiz vereinbar sein.

Für die Durchführung der Investitionsprüfung sowie die Koordination mit den mitinteressierten Verwaltungseinheiten soll das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO verantwortlich sein. Der Entscheid, ob jeweils ein Prüfverfahren einzuleiten ist oder nicht, soll im Konsens unter den beteiligten Verwaltungseinheiten gefällt werden. Besteht bei einem Prüfverfahren Uneinigkeit zwischen den beteiligten Verwaltungseinheiten oder Einigkeit, dass die Übernahme zu untersagen ist, soll der Bundesrat über eine Genehmigung befinden.

Die Vernehmlassung dauert bis am 9. September 2022.


Adresse für Rückfragen

Kommunikation GS-WBF
Tel: 058 462 20 07
E-Mail: info@gs-wbf.admin.ch


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