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Protektionismus gegen chinesische Autobauer schadet der US-Autoindustrie

Protektionismus gegen chinesische Autobauer schadet der US-Autoindustrie

Source: People’s Republic of China – State Council News in German

Protektionistische Maßnahmen der USA gegen chinesische Autohersteller würden der US-Autoindustrie nicht dabei helfen, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern, sondern nur US-Verbrauchern schaden, sagten chinesische Branchenkenner am Sonntag, nachdem Berichten zufolge einige große US-Autohersteller, Zulieferer und Händler die US-Regierung aufgefordert hatten, chinesische Autohersteller vom amerikanischen Markt auszuschließen.

(Foto von Xinhua)

Die US-Autoindustrie sollte den Wettbewerb und die Zusammenarbeit zwischen China und den USA objektiv betrachten und im Zuge des globalen industriellen Wandels eine für beide Seiten vorteilhafte gemeinsame Innovation verfolgen, betonten die Experten.

Wie Reuters berichtete, forderten sechs Gruppen, die General Motors, Toyota, Volkswagen, Ford, Hyundai, Stellantis, Tesla und andere vertreten, in einem Schreiben das Weiße Haus dazu auf, an einer Politik festzuhalten, die chinesische Autohersteller, die in den USA Fahrzeuge verkaufen, Fahrzeuge in die USA importieren oder in den USA Fahrzeuge produzieren wollen, weiterhin konsequent ausschließt.

In dem Schreiben, das von der Alliance for Automotive Innovation, dem American Automotive Policy Council, Autos Drive America und weiteren unterzeichnet wurde, hieß es, die Erlaubnis für chinesische Autohersteller, Fertigungsanlagen in den USA zu eröffnen, würde ihnen einen Fuß auf den US-Markt verschaffen – auf Kosten der dort tätigen Hersteller.

Einige US-Politiker haben sich laut Reuters auch der Schmutzkampagne gegen chinesische Fahrzeugunternehmen angeschlossen und fälschlich behauptet, chinesische Marken wie BYD könnten westliche Autohersteller in den Ruin treiben und die Fertigungsbasis westlicher Volkswirtschaften zerschlagen.

Hinter diesem protektionistischen Vorstoß steckt ein tieferliegendes Problem: Traditionelle Autohersteller und Händler wollten ihr seit Langem profitables, auf Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor basierendes Geschäftsmodell nicht aufgeben – trotz der sich beschleunigenden grünen Transformation in der globalen Autoindustrie, sagte Zhang Xiang, Generalsekretär der International Intelligent Vehicle Engineering Association, am Sonntag gegenüber der Global Times.

Solche kurzsichtigen protektionistischen Maßnahmen würden die US-Autoindustrie nur in der Selbstisolation gefangen halten, die Modernisierung der heimischen Industrie behindern und Verbraucherinteressen schaden, sagte Zhang.

Bei der Umstellung auf New-Energy-Fahrzeuge (NEV) fallen die USA bereits hinter China zurück. Im Jahr 2025 wurden in China mehr als 13 Millionen Elektrofahrzeuge (EV) verkauft. Damit blieb das Land der weltweit größte EV-Markt und stand für sechs von zehn weltweit verkauften EVs. Im Vergleich dazu wurden 2025 in den USA nur 1,5 Millionen EVs verkauft, heißt es im Globalen Ausblick für Elektrofahrzeuge 2026 der International Energy Agency (IEA).

Bemerkenswert ist: Während Washington seine protektionistische Maßnahmen verschärft, suchen die amerikanischen Verbraucher aber nach kostengünstigeren und technologisch fortschrittlicheren Optionen. Eine im Februar veröffentlichte Online-Umfrage von Cox Automotive unter 802 US-Verbrauchern ergab, dass 40 Prozent den Eintritt chinesischer Fahrzeugmarken in den US-Markt befürworteten.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis der chinesischen Autos wird von US-Verbrauchern am positivsten bewertet: 49 Prozent stufen es als ausgezeichnet oder sehr gut ein. Auch die Leistung chinesischer Marken schneidet gut ab: 35 Prozent der Befragten gaben chinesischen Marken laut der Umfrage gute Noten.

Deswegen erklärten chinesische Experten, die USA sollten voreingenommene Handelsbarrieren aufgeben, den chinesisch-amerikanischen Automobilwettbewerb objektiv betrachten und sich für globale industrielle Zusammenarbeit öffnen, um eine nachhaltigere Entwicklung ihrer Autoindustrie zu erreichen.

Zhou Mi, leitender Forschungsmitarbeiter an der Chinese Academy of International Trade and Economic Cooperation, sagte gegenüber der Global Times, die US-Auto-Lieferkette sei längst tief in globale Netzwerke integriert und eine Abschottung des Marktes gegenüber chinesischen Wettbewerbern würde dieses Ökosystem stören, die Produktionskosten erhöhen und die Wettbewerbsfähigkeit US-amerikanischer Hersteller schwächen.

„Die EV-Wende wird sich nur beschleunigen“, sagte Zhou. „Ohne Marktwettbewerb und technologischen Fortschritt wird die EV-Entwicklung in den USA auf weitere Hindernisse stoßen – und angesichts der Inflation dürften die Preise steigen. Protektionismus erhöht die Kosten für alle.“

Zhou wies darauf hin, dass China und die USA enorme Spielräume für die Zusammenarbeit in der Automobilbranche hätten – von der Abstimmung der Lieferketten über gemeinsame technologische Innovation und Forschung zum intelligenten Fahren bis hin zur flankierenden Infrastruktur.

„Anstatt auf Entkopplung und Konfrontation zu setzen, können offener Wettbewerb und eine für beide Seiten vorteilhafte Zusammenarbeit den technologischen Fortschritt in beiden Ländern fördern. Ich bin überzeugt, dass Unternehmen beider Seiten profitabler werden können und Autohersteller zugleich größere Entwicklungsmöglichkeiten erhalten“, sagte Zhou.

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