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Deutsche Unternehmen stocken Investitionen in China auf

Deutsche Unternehmen stocken Investitionen in China auf

Source: People’s Republic of China – State Council News in German

Deutsche Unternehmen verstärken ihre Investitionen und bauen ihre Produktion in China weiter aus, um vom wachsenden Markt und den neuen Chancen des Landes zu profitieren.

Das Foto zeigt eine Feier anlässlich der Auslieferung des siebenmillionsten Autos von BMW Brilliance Automotive in der nordostchinesischen Stadt Shenyang. (28. Mai 2026, Xinhua)

Die WEISS Group, ein deutscher „Hidden Champion“ für mechanische, mechatronische und digitale Lösungen, hat in Qingdao in der ostchinesischen Provinz Shandong ihren ersten Produktionsstandort in China eröffnet.

Mit einer Investition von 10 Millionen US-Dollar wird das Projekt als chinesischer Hauptsitz der Gruppe für Produktion, Forschung und Entwicklung (F&E) sowie Handel dienen. 

Das Projekt in Qingdao ist eines von vielen Beispielen für die vertiefte Präsenz deutscher Unternehmen in China, wobei sich die Investitionen zunehmend von der reinen Produktion auf lokalisierte F&E sowie Lieferketten ausweiten.

Die ZF Friedrichshafen AG, ein deutscher Automobilzulieferer und Fortune-Global-500-Unternehmen, lieferte im April ihr fortschrittliches Fahrerassistenzsystem an chinesische Kunden aus – ein weiterer Schritt in ihrer Strategie „In China, für China“.

Das Unternehmen ist bereits seit 1996 in Shandong tätig. Qian Xinmin, Geschäftsführer der ZF Commercial Vehicle Systems (Qingdao) Co., Ltd., erklärte, „80 Prozent unseres Geschäfts stammen aus dem chinesischen Markt, und wir erwarten dieses Jahr ein Umsatzwachstum von 15 bis 20 Prozent. Die Aussichten sind sehr vielversprechend.“

Die Erfahrung der LOGOMAT Automation (Qingdao) Co., Ltd. verdeutlicht einen Wandel: Deutsche Unternehmen in China bewegen sich vom Import und der Montage von Produkten hin zur lokalen Produktion und beliefern zunehmend globale Märkte.

Der deutsche Hersteller von automatisierten Förderanlagen sichere sich seine Wettbewerbsfähigkeit durch lokale F&E sowie Kostensenkungsmaßnahmen und expandiere gleichzeitig in aufstrebende Branchen in China, darunter Robotik und Energiespeichersysteme, sagte Geschäftsführer David Huemmerich.

Seit der Gründung seines Werks in Qingdao im Jahr 2019 ist das Unternehmen tief in das globale Produktionsnetzwerk von LOGOMAT integriert. „Wir bedienen nicht nur den chinesischen Markt, sondern können unsere Produkte auch nach Europa und Amerika liefern“, sagte Huemmerich.

Andere deutsche Unternehmen in ganz China weiten ihre Aktivitäten ähnlich wie LOGOMAT aus.

Im März ging der integrierte Produktionsstandort der BASF in der südchinesischen Provinz Guangdong vollständig in Betrieb. Mit einer Gesamtinvestition von rund 8,7 Milliarden Euro ist dies das größte Einzelprojekt, das ein deutsches Unternehmen bislang jemals in China investiert hat.

In Nordostchina hat BMW seit 2010 mehr als 120 Milliarden Yuan in seinen Produktionsstandort in Shenyang investiert.

Dieser Trend spiegelt sich auch in den Investitionsplänen deutscher Unternehmen wider. Eine Umfrage der Deutschen Handelskammer in China ergab, dass 61 Prozent der befragten deutschen Unternehmen planen, ihre Investitionen in China in den nächsten zwei Jahren zu erhöhen – der höchste Wert seit 2023.

Im ersten Halbjahr 2026 lagen die deutschen Direktinvestitionen in China bei rund 5,6 Milliarden Euro. Das zeigt eine am 14. September veröffentlichte Auswertung des Instituts der deutschen Wirtschaft. Der Betrag lag rund ein Drittel über dem Vorjahreszeitraum.

In China wurden im ersten Halbjahr 2026 rund 35.000 neue Unternehmen mit ausländischer Beteiligung gegründet, was einem Anstieg von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Das teilte die Staatliche Behörde für Marktregulierung im August mit.

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