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Altersvorsorge- und Vorsorgeberatung 2027

Altersvorsorge- und Vorsorgeberatung 2027

Source: Deutsche Nachrichten
Aktuelle Studien zeigen: 69 Prozent der jungen Erwachsenen bevorzugen hohe Beitragsgarantien, während fast jeder zweite Erwachsene vor seiner Anlageentscheidung Beratung wünscht. Die Gesellschaft für Qualitätsprüfung mbH sieht darin einen klaren Auftrag für Banken und Sparkassen und rückt die Altersvorsorge beim Bankentest „BESTE BANK vor Ort 2027“ in den Mittelpunkt.

Die Diskussion über die Reform der privaten Altersvorsorge erhält durch aktuelle Studien neue Impulse. Während kapitalmarktorientierte Vorsorgeprodukte zusätzliche Renditechancen eröffnen sollen, wünschen sich viele junge Menschen weiterhin ein hohes Maß an finanzieller Sicherheit. Gleichzeitig zeigt eine weitere Untersuchung, dass Verbraucher ihre Anlageentscheidungen vielfach selbst treffen möchten; allerdings auf Grundlage einer qualifizierten Beratung. Für die Gesellschaft für Qualitätsprüfung mbH ergibt sich daraus eine zentrale Erkenntnis: Die Zukunft der Altersvorsorge hängt nicht allein von neuen Finanzprodukten ab. Entscheidend ist auch, wie verständlich Banken und Sparkassen unterschiedliche Vorsorgemöglichkeiten erklären und ihre Kunden bei langfristigen Entscheidungen begleiten.

69 Prozent bevorzugen Garantien. Aber viele sorgen noch nicht privat vor.

Eine repräsentative YouGov-Studie im Auftrag der Stuttgarter Lebensversicherung, über die das Fachmagazin „finanzwelt“ am 22. Oktober 2026 berichtete, verdeutlicht das Sicherheitsbedürfnis junger Erwachsener.

69 Prozent der 18- bis 30-Jährigen bevorzugen demnach ein gefördertes Altersvorsorgeprodukt mit mindestens 80 Prozent Beitragsgarantie. Lediglich acht Prozent würden eine Variante ohne Garantie wählen.

Besonders bemerkenswert ist jedoch ein weiteres Ergebnis: Während Sicherheit für viele junge Erwachsene eine hohe Bedeutung besitzt, haben bislang lediglich 34 Prozent konkrete private Vorsorgemaßnahmen getroffen. 59 Prozent haben dagegen noch nicht mit der privaten Altersvorsorge begonnen. Zu den häufigsten Gründen zählen fehlende finanzielle Mittel, andere finanzielle Prioritäten und die zeitliche Distanz zum Ruhestand. Aus Sicht der Gesellschaft für Qualitätsprüfung mbH zeigt sich hier ein grundlegender Beratungsbedarf.

Wer junge Menschen für die Altersvorsorge gewinnen möchte, muss zunächst ihre finanzielle Ausgangssituation verstehen und ihnen einen nachvollziehbaren Einstieg ermöglichen. Dabei kommt es darauf an, Sicherheitsbedürfnisse ernst zu nehmen und gleichzeitig zu erklären, welche Auswirkungen unterschiedliche Garantien, Renditechancen, Kosten und Inflation langfristig haben können.

Jeder Zweite möchte Beratung für seine Vorsorgeplanung

Eine weitere Untersuchung des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA), veröffentlicht am 26. Oktober 2026, ergänzt diese Erkenntnisse.

Im Rahmen einer INSA-Befragung von 2.002 Erwachsenen in Deutschland gaben 49 Prozent an, sich vor einer Anlageentscheidung zunächst beraten lassen und anschließend selbst entscheiden zu wollen. Weitere 28 Prozent würden ihre Anlageentscheidung ohne vorherige Beratung treffen. Lediglich zehn Prozent bevorzugen eine weitgehend vorgegebene Standardlösung ohne eigene Anlageentscheidung.

Damit wird deutlich, dass standardisierte und digitale Angebote zwar den Zugang zur privaten Altersvorsorge erleichtern können, aber nicht automatisch den Wunsch nach individueller Orientierung ersetzen. Gute Finanzberatung sollte Menschen nicht die Entscheidung abnehmen, sondern sie dazu befähigen, selbst eine fundierte Entscheidung zu treffen. Für Banken und Sparkassen bedeutet dies, Produktinformationen, Finanzbildung und persönliche Beratung stärker miteinander zu verbinden.

NextGen-Studie 2026: Persönliche Beratung bleibt für junge Bankkunden wichtig

Die Ergebnisse passen zu den Erkenntnissen der repräsentativen NextGen-Studie 2026 der Gesellschaft für Qualitätsprüfung mbH, die gemeinsam mit SPLENDID RESEARCH durchgeführt wurde. Im Rahmen der Untersuchung wurden über 1.000 junge Erwachsene zu ihren Erwartungen an Banken und Finanzdienstleister befragt.

Dabei bewerteten 78 Prozent der Befragten persönliche Beratung als mindestens wichtig. Gleichzeitig sahen nur 53 Prozent diese Erwartung durch ihre Bank als erfüllt an. Die Studie zeigte außerdem, dass eine besonders attraktive Kombination aus menschlicher Beratung, digitaler Finanzplanung und modernen Investmentfunktionen eine Akzeptanz von bis zu 67 Prozent erreichte. Damit wird ein wichtiges Spannungsfeld sichtbar: Junge Menschen nutzen digitale Finanzdienstleistungen selbstverständlich, erwarten bei komplexeren Entscheidungen jedoch weiterhin verständliche Informationen, Vertrauen und persönliche Unterstützung. Besonders beim Thema Altersvorsorge kann diese Verbindung entscheidend sein. Eine leistungsfähige digitale Kundenreise sollte deshalb nicht beim Online-Banking oder bei digitalen Produktabschlüssen enden. Sie muss bereits bei der Vermittlung von Finanzwissen beginnen und bei Bedarf den Übergang in eine individuelle Beratung ermöglichen.

BESTE BANK vor Ort 2027: Altersvorsorge wird zum zentralen Beratungsthema

Die Gesellschaft für Qualitätsprüfung mbH hat den Bankentest „BESTE BANK vor Ort 2027“ umfassend weiterentwickelt und die Altersvorsorge als zentrales Beratungsthema definiert. Damit greift das Unternehmen eine Fragestellung auf, die für Menschen unterschiedlicher Altersgruppen und Lebenssituationen zunehmend relevant wird. Denn die Qualität einer Altersvorsorgeberatung zeigt sich nicht allein in der Empfehlung eines bestimmten Produkts. Entscheidend ist vielmehr, ob eine Bank individuelle Kundenbedürfnisse erkennt, langfristige finanzielle Zusammenhänge verständlich erläutert und nachvollziehbare Lösungsansätze entwickelt. Im Rahmen des Bankentests wird deshalb die gesamte Kundenreise betrachtet. Dazu gehören der überarbeitete Digital-Check, die Servicequalität, die Kundenorientierung, die persönliche Beratungsqualität und die Nachbetreuung.

Vor allem die digitale Informationsqualität gewinnt an Bedeutung. Immer mehr Verbraucher beginnen ihre Suche nach geeigneten Finanzdienstleistungen mit konkreten Fragen bei Suchmaschinen oder KI-gestützten Anwendungen. Banken, die ihre Beratungskompetenz bereits in dieser frühen Informationsphase nachvollziehbar vermitteln, können sich auch digital als relevante Ansprechpartner positionieren.

Gute Beratung wird zum strategischen Wettbewerbsvorteil

Aus der Verbindung der aktuellen Studien ergeben sich für Regionalbanken und Sparkassen wichtige Handlungsfelder. Zum einen müssen sie individuelle Sicherheitsbedürfnisse berücksichtigen und die unterschiedlichen Chancen und Risiken der Altersvorsorge verständlich erklären. Zum anderen sollten sie ihre Kunden dabei unterstützen, frühzeitig finanzielle Vorsorgeentscheidungen zu treffen und diese eigenständig beurteilen zu können. Schließlich gewinnt die Verzahnung von digitaler Information und persönlicher Beratung weiter an Bedeutung.

Die moderne Hausbank muss nicht nur Finanzprodukte anbieten. Sie muss Orientierung schaffen: vor, während und nach dem Beratungsgespräch. Mit dem Bankentest „BESTE BANK vor Ort 2027“ möchte die Gesellschaft für Qualitätsprüfung mbH diese Qualitätsanforderungen sichtbar und vergleichbar machen.

Spätestens am 6. November 2026 werden die ersten regionalen Ergebnisse des neuen Testjahres auf dem Ergebnisportal veröffentlicht.

Das Leitmotiv bleibt dabei unverändert: „Gute Beratung darf kein Zufall sein.“

Der neue Anspruch für das Jahr 2027 bringt die Schwerpunktsetzung auf den Punkt: „Heute gut beraten. Morgen gut vorgesorgt.“

Weiterführende Informationen und Quellen

Ausführlicher Fachbeitrag der Gesellschaft für Qualitätsprüfung mbH:

„Altersvorsorge: Junge Menschen wollen Sicherheit und Selbstbestimmung“

https://gesellschaft-fuer-qualitaetspruefung.de/altersvorsorge-junge-menschen-wollen-sicherheit-und-selbstbestimmung/

Externe Studien bzw. Quellen:

  • YouGov / Stuttgarter Lebensversicherung, September 2026: „Altersvorsorgedepot: Junge Erwachsene bevorzugen Garantien“, veröffentlicht bei finanzwelt am 22. Oktober 2026.
  • Deutsches Institut für Altersvorsorge / INSA, Oktober 2026: „Altersvorsorgedepot: Nur jeder Zehnte will eine vorgegebene Standardlösung“, veröffentlicht am 26. Oktober 2026.
  • Gesellschaft für Qualitätsprüfung mbH / SPLENDID RESEARCH: NextGen-Studie 2026.

Ergebnisse des Bankentests „BESTE BANK vor Ort 2027“:

https://gepruefte-beratungsqualitaet.de/

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