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Köberlein Technologies: Zuführsysteme für die Medizintechnik

Köberlein Technologies: Zuführsysteme für die Medizintechnik

Source: Deutsche Nachrichten
Prozesse im Bereich derMedizintechnik stellen besondere Anforderungen an die Zuführtechnologie. Hygiene, Reinigbarkeit, Prozesssicherheit und eine schonende Teilebehandlung müssen bei der Ausführung berücksichtigt werden. Köberlein Technologies entwickelt und fertigt Zuführsysteme für medizintechnische Komponenten und begleitet Kunden von der ersten Machbarkeitsprüfung bis zu Inbetriebnahme, Wartung und Optimierung.

Zuführtechnologie für die Medizintechnik steht unter besonderen hygienischen Anforderungen. Die Anlagen müssen leicht zu reinigen sein und den Reinigungsmitteleinsatz dauerhaft vertragen. Verschmutzungsnester und statische Aufladung sollten vermieden, die Vorgaben aus dem GMP-Leitfaden (Good Manufacturing Practice) bei der Konstruktion berücksichtigt werden. Daraus ergeben sich konkrete Anforderungen an die Ausführung, z.B. geschlossene Schweißnähte und geeignete Verbindungselemente. Desweiteren spielen gut zugängliche Bereiche für eine schnelle Reinigung und leichte Bedienung eine wichtige Rolle. Hinzu kommen die Anforderungen, die sich aus dem automatisierten Montageprozess ergeben. Die Zuführung muss Bauteile aus dem Schüttgut in einer definierten Lage, Stückzahl und Taktzeit dem nachfolgenden Prozess bereitstellen oder übergeben. Gleichzeitig dürfen empfindliche Bauteile und Oberflächen dabei nicht beschädigt werden. Bei unterschiedlichen Bauteilen oder Varianten sind zudem geeignete Orientierungskonzepte gefragt.

Zuführlösungen mit hoher Förderleistung

Köberlein Technologies entwickelt als Sondermaschinenhersteller Zuführlösungen für Bauteile, die im Bereich der mechanischen Elemente des Gehäuses, der Funktion oder der Verpackung eines medizinischen Produkts oder Medikaments benötigt werden. Zum Spektrum der zugeführten Bauteile gehören unter anderem Federn, Druckknöpfe, Rastbolzen, Gehäuse, Deckel und Stifte. Der Einsatz der Stufenförderertechnologie ermöglicht dabei abhängig von der Bauteilgröße sehr hohe Förderleistungen. Durch einen mehrbahnigen Aufbau lässt sich die Ausbringung weiter erhöhen. Sollen unterschiedliche Bauteile zugeführt werden, kommen einstell- oder wechselbare Orientierungselemente zum Einsatz.

Auch die Ergonomie wird bei der Auslegung berücksichtigt. Die Einfüllhöhen sind niedrig, Einstellschrauben an den Orientierungseinheiten gut erreichbar. Stufenförderer und Linear-Vibrationsförderer ermöglichen zudem eine schonende Förderung. Niedrige Fallhöhen, kurze Rutschen und reduzierte Geschwindigkeiten bei rücklaufenden Bauteilen helfen, Beschädigungen zu vermeiden. Da keine hochfrequenten Vibrationsantriebe eingesetzt werden, arbeiten die Systeme zudem mit vergleichsweise geringer Geräuschentwicklung.

Sensorik ergänzt die mechanische Orientierung

Grundsätzlich nutzt Köberlein die Eigenschaften eines Bauteils – etwa Schwerpunktlage oder besondere Geometrieelemente am Bauteil –, um die Orientierung mechanisch zu realisieren. Wenn sich eine eindeutige Lage auf diese Weise nicht herstellen lässt, können Sensoren zum Einsatz kommen. Vision-Sensoren oder andere Lageerkennungssysteme erkennen die Position eines Bauteils. Anschließend kann es mechanisch aussortiert, zurückgeführt oder in seiner Lage angepasst werden. Auch KI kann eingesetzt werden, um unterschiedliche Situationen zu erkennen und auszuwerten. Nach Einschätzung von Köberlein wird Künstliche Intelligenz insbesondere bei der Bauteilerkennung künftig eine größere Rolle spielen und zugleich einfacher zu bedienen und zu programmieren sein.

Köberlein begleitet Projekte von der ersten Anfrage über Konzept, Konstruktion und Fertigung bis zur Inbetriebnahme und darüber hinaus im Servicefall. Bereits während der Bauteilkonstruktion können Versuche zeigen, wie gut sich ein Bauteil zuführen lässt und welche Leistung zu erwarten ist. Konstruktion und Fertigung erfolgen im eigenen Werk in Grabfeld, Thüringen.

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