Source: Deutsche Nachrichten
Ziel des Projekts ‚NaKAMa‘ ist es, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) der Fluidtechnik zur wertsteigernd-kreislaufwirtschaftsgerechten Konstruktion ihrer Maschinen, Anlagen und Komponenten zu befähigen. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung eines praxisnahen Leitfadens, der Instandhaltungs-, Upgrade- und Wiederverwendungsfähigkeit bereits in der Produktentwicklung verankert.
Ausgangssituation
Bereits in der Entwicklungsphase werden 70 bis 80 Prozent der Lebenszykluskosten und des ökologischen Fußabdrucks eines Produkts festgelegt. Dennoch stehen zu dieser Zeit meist Funktionalität und niedrige Kosten im Vordergrund. Kriterien wie Upgrade- und Wiederverwendungsfähigkeit finden insbesondere in KMU bislang kaum Berücksichtigung.
Gleichzeitig steigen durch Ressourcenverknappung und regulatorische Vorgaben wie den Green Deal der EU die Anforderungen an Nachhaltigkeit. Die Fluidtechnik bietet dank ihres hohen Modularisierungspotenzials und branchenübergreifenden Einsatzes ideale Voraussetzungen, um die wertsteigernde Kreislaufwirtschaft (Upgrade-Circular-Economy) zu etablieren.
Lösungsweg
Gemeinsam mit dem projektbegleitenden Ausschuss werden zunächst die technischen sowie kunden- und betreiberseitigen Anforderungen an eine kreislaufwirtschaftsgerechte Konstruktion erhoben. Darauf aufbauend wird ein Soll-Zustand für die wiederverwendungs- und upgrade-gerechte Gestaltung fluidtechnischer Komponenten und Systeme entwickelt.
Aus einer Gap-Analyse zwischen Ist- und Soll-Zustand entsteht ein Prototyp-Leitfaden, der anhand konkreter Fallstudien – beispielsweise an Ventilen oder Pumpen – validiert und optimiert wird.
Erwartetes Ergebnis
Zentrales Ergebnis ist ein validierter Praxisleitfaden für die wertsteigernd-kreislaufwirtschaftsgerechte Konstruktion in der Fluidtechnik. Er wird interessierten Unternehmen niederschwellig und kostenfrei zur Verfügung gestellt und fließt darüber hinaus in Lehre und Normungsarbeit ein.
Nutzen für die Zielgruppe
KMU und Großunternehmen der Fluidtechnik erhalten eine direkt anwendbare methodische Unterstützung, ohne eigene Leitfäden entwickeln zu müssen. Sie steigern ihre Ressourceneffizienz, senken Lebenszykluskosten und verlängern die Lebensdauer ihrer Produkte durch gezielte Upgrades. Auf diese Weise stärken sie ihre Wettbewerbsfähigkeit angesichts wachsender Nachhaltigkeitsanforderungen.
Forschungspartner
Assoziierte Partner
