Source: People’s Republic of China – State Council News in German
Der vierte Dialog der Sprecher Chinas und der Mittel- und osteuropäischen Länder (MOEL) ist am Montag in Beijing eröffnet worden. Ziel der Veranstaltung ist es, den Erfahrungsaustausch über die Erstellung wirksamer Pressemitteilungen zu vertiefen und den verantwortungsvollen Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) in diesem Bereich zu erörtern.
Mehr als 20 Sprecher aus China und den mittel- und osteuropäischen Ländern führten unter dem Motto „Pressemitteilungen und Modernisierung“ vertiefte Gespräche.
Die Teilnehmer stellten fest, dass die freundschaftlichen Beziehungen zwischen China und den MOEL über die Jahre hinweg stabil geblieben seien und die Zusammenarbeit auf breiter Basis sowie auf hohem Niveau fortgeführt werde.
Sie betonten, dass Sprecher als Brücken zwischen den Zivilisationen fungieren und die Ergebnisse der Zusammenarbeit zwischen China und den MOEL auf wirksame Weise vermitteln sollten.
„Sprecher und Fachleute müssen mehr sein als bloße Überbringer von Botschaften. Wir müssen Koordinatoren, Vermittler und Hüter institutioneller Glaubwürdigkeit sein. Wir müssen die Logik der Medien, die Erwartungen der Öffentlichkeit, digitale Plattformen und internationale Sensibilitäten verstehen. Das gilt insbesondere für die bereits erwähnte Krisenkommunikation. In schwierigen Situationen erwarten die Menschen keine großen Reden. Sie erwarten Klarheit, Ehrlichkeit, Empathie und Kompetenz“, sagte Ivan Maric, Sprecher des Ministeriums für auswärtige und europäische Angelegenheiten Kroatiens.
Vor dem Hintergrund einer komplexen und volatilen internationalen Lage, der rasanten Entwicklung der KI und sich schnell wandelnder Medienlandschaften ist die Bedeutung der Bereitstellung autoritativer Informationen im Rahmen von Pressebriefings weiter gestiegen.
Die Teilnehmer sprachen sich dafür aus, den verantwortungsvollen Einsatz von KI bei der Veröffentlichung und Verbreitung von Informationen weiter zu erforschen, betonten jedoch zugleich die Notwendigkeit, die Autorität und Glaubwürdigkeit von Pressebriefings zu wahren.
Darüber hinaus schlugen sie vor, den Dialog zu institutionalisieren und regelmäßig abzuhalten, um den gegenseitigen Erfahrungsaustausch zu fördern.
„Ich sehe KI als ein großartiges Werkzeug, doch wir müssen bei ihrem Einsatz vorsichtig sein. Wir müssen die Vermittlung von KI-Kompetenzen fördern, damit die Menschen diese Technologien zum Wohl der Gesellschaft einsetzen können. Denn wir haben gesehen, dass KI auch für böswillige Zwecke genutzt werden kann – etwa zur Verbreitung sogenannter Fake News“, sagte Matija Miklavcic, Leiter der Medienabteilung im Generalsekretariat der Nationalversammlung Sloweniens.
„Es ist unsere berufliche Pflicht, den Menschen zu erklären, wie Beziehungen zwischen Staaten und verschiedenen Kulturen entstehen. Ebenso müssen wir die Bedeutung zwischenmenschlicher Verbindungen und die Notwendigkeit vermitteln, dass unterschiedliche Lebensrealitäten, Gesellschaften und Kulturen zusammenarbeiten und voneinander lernen, um gemeinsame Herausforderungen der heutigen Welt zu bewältigen und bessere Zukunftsperspektiven zu schaffen“, sagte Alteo Hysi, Berater und Chefsprecher des Ministers für Europa und auswärtige Angelegenheiten Albaniens.
Der Dialog wurde vom Presseamt des Staatsrates der Volksrepublik China ausgerichtet. Während ihres Aufenthalts werden die Sprecher aus den mittel- und osteuropäischen Ländern zudem Beijing, Zhejiang und Shanghai besuchen.
