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Brasilien und China erweitern Partnerschaft bei sauberen Energielösungen der nächsten Generation

Brasilien und China erweitern Partnerschaft bei sauberen Energielösungen der nächsten Generation

Source: People’s Republic of China – State Council News in German

Brasilien und China intensivieren ihre Zusammenarbeit im Bereich sauberer Energien der nächsten Generation. Dabei verbinden sie Brasiliens jahrzehntelange Erfahrung mit Biokraftstoffen mit Chinas führender Rolle in der Elektromobilität.

Brasilien entwickelte sich bereits Ende der 1970er Jahre zu einem Vorreiter bei Biokraftstoffen. Während der damaligen Ölkrise, die die Energiepreise stark ansteigen ließ, baute das Land eine leistungsfähige Ethanolindustrie auf Zuckerrohrbasis auf. Obwohl der Klimawandel damals noch nicht im Mittelpunkt der öffentlichen Debatte stand, schuf Brasilien damit frühzeitig eine kohlenstoffarme Energiequelle für die Zukunft.

China steht heute an der Spitze einer neuen Energiewende, bei der die Elektromobilität eine zentrale Rolle spielt. Angetrieben wird diese Entwicklung nicht nur durch steigende Energiekosten, sondern auch durch den wachsenden Druck, den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren.

Nach Angaben von Gilberto Jannuzzi, Direktor des Energiezentrums Shandong–São Paulo, weiten beide Länder ihre Zusammenarbeit inzwischen über Beleuchtungstechnologien hinaus aus. Bioenergie sei zu einem zentralen Schwerpunkt der Partnerschaft geworden.

„Zu Beginn konzentrierte sich die Zusammenarbeit auf Beleuchtungstechnologien. Seit dem vergangenen Jahr haben wir jedoch beschlossen, den Umfang der Kooperation auf sogenannte kohlenstoffarme Technologien auszuweiten. Deshalb steht nun die Bioenergie im Mittelpunkt unserer gemeinsamen Arbeit“, erklärte Jannuzzi.

An der Universität Campinas leitet Professorin Bruna Morais ein Forschungsteam des Energiezentrums Shandong–São Paulo. Dort wird auf der Grundlage jahrzehntelanger brasilianischer Erfahrung mit Biomasse an der Weiterentwicklung von Biokraftstoffen geforscht.

Eine Pilotanlage im Labormaßstab dient als Testplattform für Verfahren, bei denen landwirtschaftliche Reststoffe wie Zuckerrohrrückstände und Maisstroh zur Herstellung von Kraftstoffen genutzt werden. Diese Biokraftstoffe der zweiten Generation befinden sich noch in der Entwicklungsphase. Die neue Partnerschaft mit China soll jedoch dazu beitragen, die Verfahren weiter zu optimieren und ihre industrielle Skalierbarkeit zu verbessern.

Morais zufolge zeigen chinesische Forscher besonderes Interesse an Lignozellulose – dem robusten, faserigen Material, das einen Großteil dieser landwirtschaftlichen Reststoffe ausmacht.

„Eines der Themen, die aus dieser Partnerschaft hervorgegangen sind, ist die lignozellulosebasierte Bioraffinerie. Sie verbindet die bereits vorhandene Expertise bei der Entwicklung von Verfahren für diese Art von Biomasse mit den Kompetenzen, die chinesische Forscher in das Projekt einbringen“, sagte Morais, Direktorin des Forschungszentrums für Bioprodukte der Universität Campinas.

Die Universität Campinas dient zudem als Erprobungsfeld für Technologien chinesischer Unternehmen. Dazu gehört auch das Energieunternehmen State Grid, dem der brasilianische Stromversorger CPFL gehört. Gemeinsam haben sie ein vollautomatisiertes experimentelles Mikronetz aufgebaut, das unter anderem einen Elektrobus auf dem Campus versorgt.

„Die Partnerschaft mit der Universität ist von großer Bedeutung. Sie ermöglicht es uns, neue Technologien einzuführen, innovative Lösungen zu erforschen und Anwendungen zu entwickeln, die später in der Industrie eingesetzt werden können. Ich denke, Brasilien und China können gemeinsam Fortschritte erzielen und die Nutzung erneuerbarer Energien weiter verbessern. Davon profitieren nicht nur unsere Länder, sondern die ganze Welt“, sagte Bruno Monte, Direktor für Strategie und Innovation bei CPFL.

Viele dieser Projekte befinden sich noch in einem frühen Entwicklungsstadium. Dennoch verfolgen die Forscher beider Länder eine gemeinsame Vision: Der Übergang zu sauberer Energie lässt sich durch internationale Zusammenarbeit deutlich beschleunigen.

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