Source: Deutsche Nachrichten
Kaum eine Branche arbeitet mit so knappen Margen und so kurzen Verkaufsfenstern wie der Lebensmittelhandel. Joghurt, Frischfleisch oder Salat müssen innerhalb weniger Tage abverkauft sein. Gleichzeitig erwarten Kunden bis kurz vor Ladenschluss gut gefüllte Regale. Zwischen Überbestand und Out-of-Stock liegt oft nur eine falsche Bestellung.
Trotzdem basiert die Disposition in vielen Filialen auf Buchbeständen, die vom tatsächlichen Regalbestand abweichen. Bruch, Diebstahl, ungebuchte Umlagerungen oder fehlerhaft erfasste Wareneingänge verzerren die Zahlen. Nachbestellungen beruhen dann auf falschen Daten. Die Abschriften steigen, während an anderer Stelle Umsatz durch leere Regalplätze verloren geht.
Was eine Bestandsmanagement Software im Lebensmittelhandel leisten muss
Eine klassische Bestandsverwaltung erfasst und dokumentiert Warenbewegungen. Eine Bestandsmanagement Software geht weiter: Sie macht Bestände und Bewegungsdaten nutzbar, um Bestandsoptimierung, Nachschub und Warenverfügbarkeit gezielter zu steuern.
Sie schafft Transparenz über Bestände und Warenbewegungen in Lager und Filialen und verbessert damit die Datengrundlage für Disposition und operative Entscheidungen. Entscheidend ist, dass die relevanten Daten möglichst direkt dort entstehen, wo Waren tatsächlich bewegt werden: an der Rampe, im Lager und am Regal.
Im Lebensmitteleinzelhandel sind besonders folgende Aufgaben relevant:
- Wareneingänge und Mengendifferenzen mobil erfassen
- MHD-kritische Artikel direkt am Regal kontrollieren
- Preisreduzierungen für kurz haltbare Ware anstoßen und neue Etiketten mobil ausgeben
- Abschriften und Bestandskorrekturen digital dokumentieren
- Umlagerungen zwischen Filialen erfassen
- Bestände für Nachbestellung und Disposition aktuell halten
- Bestands- und Bewegungsdaten mit ERP oder Warenwirtschaft austauschen
Ein typisches Szenario ist eine Grillaktion im Frühsommer. Sind Restbestände aus der Vorwoche nicht korrekt gebucht oder Umlagerungen nicht dokumentiert, kann zusätzliche Aktionsware an Filialen gelangen, die bereits ausreichend Bestand haben, während andere Standorte frühzeitig leer laufen. Werden Wareneingänge, Bestandskorrekturen und Umlagerungen dagegen zeitnah erfasst, steht der Disposition eine verlässlichere Datengrundlage für die weitere Warensteuerung zur Verfügung.
Warum die ERP-Anbindung über den Erfolg entscheidet
Eine Einzelhandel Software, die als Dateninsel neben dem ERP läuft, schafft neue Probleme, statt bestehende zu lösen. Die COSYS Retail Management Software wird deshalb über verschiedene Schnittstellen an bestehende ERP- und Warenwirtschaftssysteme angebunden. Sie digitalisiert die operativen Prozesse und ergänzt dabei die vorhandene Infrastruktur, statt sie zu ersetzen.
Innerhalb der COSYS Retail Software lässt sich das Bestandsmanagement mit Modulen wie Wareneingang, MHD-Kontrolle, Umlagerung, Inventur, Retoure und weiteren Filialprozessen verbinden. Alle Module laufen auf einer gemeinsamen Plattform und in einer mobilen App. Mit COSYS Task Management lassen sich Aufgaben zentral verteilen. Das kann die tägliche MHD-Kontrolle in der Molkereiabteilung sein oder eine Nachzählung bei auffälligen Bestandsdifferenzen.
Wovon die Kosten einer Retail Management Software abhängen
Für Filialisten mit vielen Standorten ist die Wirtschaftlichkeit entscheidend. Die Kosten hängen unter anderem von der Anzahl der Filialen und den eingesetzten Modulen ab. Weitere Faktoren sind die Zahl der Nutzer oder MDE-Geräte, der Betrieb in der Cloud oder On-Premise, die Art der ERP-Anbindung sowie der Umfang von Customizing und Support.
Ein Komplettpaket zum Start ist dabei nicht nötig. Ein möglicher Einstieg ist ein Pilot mit Bestandsmanagement oder Inventur in ausgewählten Märkten. Die Plattform lässt sich anschließend schrittweise um weitere Module, Nutzer, Geräte oder Filialen erweitern.
Welche Rolle mobile Geräte und KI im Bestandsmanagement spielen
Verlässliche Bestandsdaten entstehen nur, wenn die Erfassung im hektischen Marktalltag schnell funktioniert. COSYS kombiniert die Software deshalb mit passender Hardware. Dazu gehören MDEs und Tablets von Zebra, Honeywell und Datalogic sowie mobile Etikettendrucker für Reduzierungsetiketten direkt am Regal. COSYS MDM und MDE-Services unterstützen die zentrale Konfiguration, Verwaltung und den Support der mobilen Geräte über alle Filialen hinweg.
Die erfassten Warenbewegungen bilden die Grundlage für Analysen. Die Prozessdatenanalyse macht sichtbar, in welchen Warengruppen und Filialen Differenzen und Abschriften gehäuft auftreten. Die COSYS KI ermöglicht zusätzlich einen Zugang in natürlicher Sprache. Auf Basis der vorhandenen Unternehmensdaten lassen sich beispielsweise Fragen stellen wie: „Welche Molkereiartikel in der Filiale Köln-Ehrenfeld erreichen in den nächsten drei Tagen ihr MHD?“ oder „In welchen Märkten lagen die Abschriften bei Obst und Gemüse zuletzt über dem Durchschnitt?“ Aus den Ergebnissen lassen sich konkrete Maßnahmen ableiten, zum Beispiel eine frühzeitige Reduzierung, eine Umlagerung oder eine gezielte Nachzählung.
Praxistipp: Die Abschriftenliste als Lastenheft nutzen
Schauen Sie sich vor dem Anbietervergleich die eigenen Abschriften der letzten drei Monate an. Wählen Sie die 20 Artikel mit dem höchsten Verlustwert aus. Verfolgen Sie dann gemeinsam mit einer Marktleitung ihren Weg von der Anlieferung bis zum Regal.
Wo Mengen nicht gebucht, MHDs nicht kontrolliert oder Umlagerungen vergessen werden, liegt Ihr konkreter Startpunkt. So entsteht ein Pilotprojekt mit messbarem Ziel statt eines abstrakten Anforderungskatalogs.
Sie möchten Abschriften reduzieren und die Warenverfügbarkeit im Lebensmittelhandel gezielter steuern? Kontaktieren Sie das COSYS Team für eine individuelle Beratung zu Bestandsmanagement Software, MHD-Kontrolle, mobiler Datenerfassung, Etikettendruck und Prozessdatenanalyse. Vereinbaren Sie einen Termin unter vertrieb@cosys.de oder +49 5062 900 0.
Alternativ können Sie die kostenlose COSYS Retail Demo-App für Android und iOS testen.
