Source: Deutsche Nachrichten
Viele HR-Abteilungen stehen gerade vor einer personellen Herkulesaufgabe. In der aktuellen Wirtschaftslage gilt es einerseits die Mitarbeiterdecke möglichst schlank und flexibel zu halten. Gleichzeitig müssen aber schon jetzt die Weichen für die Zukunft gestellt werden.
Die Zeiten, in denen der Personalbedarf schon Wochen oder gar Monate im Voraus planbar war und die Unternehmen meist nur in auftrags-, urlaubs- oder krankheitsbedingten Ausnahmefällen gewisse Änderungen vornehmen mussten, sind längst vorüber. Spätestens seit den jüngsten internationalen Konflikten, mit massiven Auswirkungen für die deutsche Wirtschaft, müssen immer mehr Betriebe bei ihrer HR-Planung auf Sicht fahren. Also die eigenen Personalressourcen ständig neu beleuchten, intern optimieren und möglichst flexibel und agil an die aktuellen Gegebenheiten anpassen.
Vor- und Nachteile agiler Strukturen
Einerseits bietet ein stark entwicklungs- und erfolgsgetriebenes Mitarbeitermanagement viele Vorteile, da es starre Strukturen aufbricht, neue Impulse setzt und nicht selten beim bereits vorhandenen Personal bis dato unentdeckte Potenziale weckt. Gleichzeitig erschwert es aber auch die Integration neuer, externer Talente, die über kurz oder lang dringend benötigt werden. Denn laut Statistischem Bundesamt werden allein bis zum Jahr 2039 knapp 30 Prozent der Erwerbstätigen in Deutschland in den Altersruhestand wechseln.
Transformation und internationaler Wettbewerb
Hinzu kommt, dass sich zahlreiche Branchen und Unternehmen in einer geradezu historischen Transformationsphase befinden und sich strategisch, technologisch, aber auch personell in Zukunft noch deutlich breiter und spezialisierter ausrichten müssen. Die reine Kandidatensuche vor Ort oder selbst eine erweiterte Ausschreibung am europäischen Arbeitsmarkt wird hierfür nicht mehr ausreichen, um im hart umkämpften Fachkräftewettbewerb zu bestehen. HR muss heutzutage weltweit gedacht und grenzübergreifend gelebt werden.
„Wir stellen fest, dass unseren Kunden für diese komplexen und geballt aufeinandertreffenden Herausforderungen oftmals die Kapazitäten, teilweise aber auch der Zugang zu digitalen oder internationalen HR-Angeboten fehlen“, sagt Suzana Bernhard, Geschäftsführerin der DEKRA Arbeit Gruppe. „Mit ein Grund, weshalb wir unser Dienstleistungsportfolio zuletzt stark erweitert und für viele unserer langjährigen Unternehmenspartner bedarfsgerecht ergänzt haben.“
Neben der qualifizierten Stellenbesetzung im In- und Ausland werden auch Supportlösungen bei der digitalen oder KI gestützten Optimierung von HR-Prozessen, der Begleitung internationaler Bewerbungs- und Integrationsmaßnahmen, der Durchführung von Potenzialanalysen und Assessments oder teilweise auch zur Auslagerung alltäglicher HR-Tätigkeiten, wie der Lohnbuchhaltung, verstärkt nachgefragt. Moderne Personaldienstleistung hat jedenfalls weit mehr zu bieten als die reine Vermittlung oder Überlassung von Arbeitskräften. Gerade für kleinere und mittelständische Betriebe ist sie in diesen Zeiten sogar ein wichtiger Sparringspartner und HR-Faktor.
