Source: Deutsche Nachrichten
Die BOOSTER Precision Components Holding GmbH hat beschlossen, beim zuständigen Restrukturierungsgericht in Hannover einen Restrukturierungsplan nach dem Unternehmensstabilisierungs- und -restrukturierungsgesetz (StaRUG) einzureichen. Zuvor hatte das Unternehmen mit einer Ad-hoc-Gruppe von Anleihegläubigern, die mehr als 50 % der ausstehenden besicherten Unternehmensanleihe 2021/26 (ISIN: NO0012713520) repräsentiert, eine grundsätzliche Einigung über ein Refinanzierungskonzept erzielt.
Der Restrukturierungsplan soll die langfristige Refinanzierung der Gesellschaft sicherstellen und sieht unter anderem einen teilweisen Forderungsverzicht der Anleihegläubiger einschließlich einer deutlichen Reduzierung des ausstehenden Anleihevolumens vor. Die konkreten Ausgestaltungen werden derzeit noch zwischen den Parteien verhandelt.
Zudem haben sich Mitglieder der Ad-hoc-Gruppe bereit erklärt, eine Zwischenfinanzierung bereitzustellen, um den kurzfristigen Liquiditätsbedarf des Unternehmens zu decken. Hierfür soll zeitnah ein schriftliches Beschlussverfahren unter den Anleihegläubigern eingeleitet werden. Die bestehende Stillhalte- und Lock-up-Vereinbarung wurde in diesem Zusammenhang bis zum 31. August 2026 verlängert. Nach Angaben von BOOSTER sind Lieferanten, Kunden und Mitarbeiter von der Restrukturierung nicht betroffen. Der Abschluss des StaRUG-Verfahrens wird noch vor der Fälligkeit der Anleihe Ende November 2026 angestrebt.
ANLEIHE CHECK: Die Nordic Bond 2022/26 (ISIN: NO0012713520) der BOOSTER Precision Components Holding GmbH hat ein platziertes Volumen von rd. 44 Mio. Euro. Die Anleihe läuft noch bis zum 30. November 2026.
Anleihen Finder Redaktion
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