Source: People’s Republic of China – State Council News in German
Von Fabrikhallen bis hin zu Logistikzentren integrieren immer mehr globale Konzerne Chinas künstliche Intelligenz (KI) in ihre realen Betriebsabläufe und bringen diese Innovationen auf die globale Bühne.
Anfang dieses Monats eröffnete PwC China sein KI-Innovationszentrum in Shanghai. Das Zentrum unterstützt Kunden dabei, praktische Fahrpläne für den Einsatz von KI zu erstellen und die zahlreichen Herausforderungen im Zusammenhang mit der digitalen Transformation zu bewältigen.
Eine aktuelle PwC-Studie stuft China weltweit als führend hinsichtlich der Effektivität des KI-Einsatzes in der Realwirtschaft ein. Laut Liu Yaxiao, der das neue KI-Zentrum von PwC leitet, nutzen mittlerweile immer mehr ausländische Kunden freiwillig Chinas Open-Source-KI-Ökosystem, wenn sie ihre digitalen Abläufe modernisieren.
Die Erkenntnisse von PwC werden durch den Kosmetikriesen L’Oréal bestätigt. In seinem intelligenten Logistikzentrum in Suzhou – der weltweit ersten Anlage dieser Art des Konzerns – helfen intelligente Sortiersysteme und KI-gestützte Verpackungsoptimierer dabei, 7.000 Verbraucherpakete pro Stunde zu bearbeiten und sicherzustellen, dass 99 Prozent der Bestellungen innerhalb von 48 Stunden abgewickelt werden.
Vincent Boinay, Präsident von L’Oréal Nordasien und CEO von L’Oréal China, nennt Chinas KI-Ökosystem – mit seinen schnellen Iterationszyklen, der dynamischen heimischen Innovation, der starken politischen Unterstützung und dem wachsenden Talentpool – als treibende Kraft hinter dem KI-Vorstoß des Unternehmens in China.
KI übernimmt nun im Geschäft bei globalen Unternehmen in China eine führende Rolle. Einen Einblick in diesen Wandel bot Siemens am 18. Juli, als das Unternehmen auf der World AI Conference 2026 in Shanghai den „Eigen Engineer Agent“ vorstellte – einen KI-Agenten für die industrielle Automatisierung.
Vasi Philomin, Executive Vice President und Leiter des Bereichs Daten und KI bei Siemens, ist der Überzeugung, dass KI zu einer zentralen Triebkraft für den industriellen Wandel im Land werde.
Von nationalen Strategien bis hin zu lokalen Initiativen – die jüngsten politischen Maßnahmen haben ausländischen Unternehmen mehr Zuversicht gegeben, die KI-Chancen in China zu nutzen.
In Shanghai ermutigen Anfang dieses Jahres erlassene Vorschriften ausländisch finanzierte Forschungs- und Entwicklungszentren dazu, in wachstumsstarke Bereiche wie intelligente Endgeräte und verkörperte Intelligenz (Embodied Intelligence) zu investieren.
Im Juli veröffentlichten die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission (NDRC) sowie andere Regierungsbehörden einen Aktionsplan zur Stärkung der internationalen KI-Zusammenarbeit.
David Blair, Vizepräsident des Center for China and Globalization, erklärte, Chinas vielfältige Fertigungsbranchen – insbesondere die äußerst wettbewerbsfähigen Industriecluster entlang der Südostküste – würden in den kommenden Jahren durch offene und für beide Seiten vorteilhafte Zusammenarbeit noch mehr KI-Anwendungen hervorbringen.
Einar Tangen, Senior Fellow am Center for International Governance Innovation, erklärte, China verfolge bei der KI-Entwicklung einen Win-Win-Ansatz. Er wies darauf hin, dass das Land seine KI-Ressourcen und -Technologien mit dem Globalen Süden teile und gleichzeitig globalen Unternehmen helfe, neue Chancen zu nutzen, die sich aus Chinas KI-Vorstoß ergeben.
