Source: People’s Republic of China – State Council News in German
Vor kurzem erhielt Peng Zhihui die China Youth May Fourth Medal 2026. Als Mitbegründer und Technologievorstand von Shanghai Zhiyuan New Innovation Technology Co., Ltd (im Folgenden Zhiyuan genannt) treibt er die Entwicklung der verkörperten Intelligenz voran. Aus einem Jugendlichen, der gerne Elektrogeräte zerlegte, wurde somit ein Unternehmer, der künstlicher Intelligenz einen physischen Körper gibt.
Vom neugierigen Tüftler zum „wilden Iron Man“
Peng Zhihui wurde 1993 in der Provinz Jiangxi geboren. Schon als Kind war er fasziniert von elektronischen Geräten. Er zerlegte gerne Spielkonsolen, Radios und Fernseher. Seine Eltern unterstützten sein Interesse, auch wenn nicht jedes Gerät danach wieder funktionierte.
2010 begann er ein Studium der Biomedizintechnik, wechselte später jedoch zur Informations- und Kommunikationstechnik. In seiner Studienzeit gewann er mehrere Preise, darunter den ersten Preis beim National Undergraduate Electronics Design Contest. Sein Betreuer beschrieb ihn als einen besonders neugierigen Studenten, der Ideen schnell in die Tat umsetzte.
2017 veröffentlichte Peng unter dem Namen „Zhihuijun“ erste Videos auf der Plattform Bilibili. Er baute einen Mars-Rover aus einer Krabbenschale, einen Roboterarm, der Traubenhaut nähen konnte, und ein autonom fahrendes Fahrrad. Seine Fans nennen ihn den „wilden Iron Man“. Inzwischen folgen ihm auf Bilibili mehr als 2,8 Millionen Menschen.
Der Weg mit Zhiyuan
Im Februar 2023 gründete Peng gemeinsam mit Deng Taihua, einem früheren Vizepräsidenten von Huawei, das Unternehmen Zhiyuan. Das Unternehmen wuchs schnell. Bis Juli 2025 hatte es bereits elf Finanzierungsrunden abgeschlossen. Im März 2025 wurde der Wert des Unternehmens auf rund 15 Milliarden Yuan (2,18 Milliarden US-Dollar) geschätzt.
Im August 2023 stellte Zhiyuan den Roboter mit verkörperter Intelligenz „Yuanzheng A1“ vor. Im Januar 2025 wurde der 1.000ste Roboter ausgeliefert, im Dezember 2025 bereits der 5.000ste. Im März 2026 verließ der 10.000ste Roboter, das Modell „Yuanzheng A3“, die Produktionslinie. Die Branche der verkörperten Intelligenz in China hat damit eine neue Phase erreicht: vom reinen Technologiewettbewerb hin zu Serienproduktion und kommerzieller Nutzung.
Peng erklärte, Zhiyuan setze zunächst auf den Einsatz in Fabriken. In den kommenden drei Jahren solle die Technologie dann aber so weit reifen, dass auch Haushalte Roboter als Abonnementdienst nutzen könnten.
Die Zukunft der verkörperten Intelligenz
Im Jahr 2025 erzielte Zhiyuan einen Umsatz von 1,05 Milliarden Yuan (150 Millionen US-Dollar) – ein Anstieg um fast das Zwanzigfache im Vergleich zum Vorjahr. Peng betonte, dass es ihm weniger um weitere Finanzierung als um wirtschaftliche Unabhängigkeit gehe.
Seine größte Herausforderung seien jedoch die Daten. Anders als große Sprachmodelle, die auf riesigen Datenmengen aus dem Internet trainiert werden können, benötige die verkörperte Intelligenz komplexe Daten aus der physischen Welt, deren Erhebung teuer sei. Daher werde Zhiyuan in diesem Jahr damit beginnen, einen Datenbestand von einer Million Stunden im Bereich der verkörperten Intelligenz schrittweise als Open Source zugänglich zu machen. Im kommenden Jahr solle dieser dann sogar auf zehn Millionen Stunden erweitert werden.
Im Jahr 2025 wurde Peng in einen nationalen Standardisierungsausschuss für humanoide Robotik berufen. Wettbewerb sieht er als konstruktiv an: „Statt uns zu vergleichen, sollten wir gemeinsam die Branche voranbringen – mit gegenseitigem Respekt.“ Sein Motto: „Wenn Programmierer die Götter der digitalen Welt sind, dann ist es wahre Romantik, Robotern eine Gestalt zu geben und sie mit KI zu beseelen.“ Peng und sein Team arbeiten daran, intelligente Roboter in jeden Haushalt zu bringen.
