Source: Deutsche Nachrichten
Im Pharmagroßhandel entscheidet nicht allein die Verfügbarkeit eines Artikels über eine reibungslose Auftragsabwicklung. Ebenso wichtig ist, welche Charge sich an welchem Lagerplatz befindet, welches Verfallsdatum hinterlegt ist und an welchen Kunden die Ware ausgeliefert wurde. Gerade bei einem umfangreichen Sortiment aus Medizinprodukten, pharmazeutischen Artikeln und Verbrauchsmaterialien entstehen dadurch hohe Anforderungen an die Bestandsführung.
Eine digitale Lagerverwaltung für Medizinproduktehändler verbindet die operative Lagerlogistik mit einer chargenbezogenen Dokumentation. So lassen sich Warenbewegungen nachvollziehen, Bestände gezielt kontrollieren und Fehler bei der Kommissionierung reduzieren.
Chargenbezogene Bestandsführung beginnt im Wareneingang
Bereits bei der Warenannahme müssen Medizinprodukte und andere chargengeführte Artikel eindeutig identifiziert werden. Neben Artikelnummer und Liefermenge spielen je nach Produkt Chargennummer, Verfallsdatum und weitere Identifikationsmerkmale eine wichtige Rolle.
Werden diese Informationen manuell übertragen oder erst nachträglich im System ergänzt, steigt das Risiko fehlerhafter Zuordnungen. Besonders bei Teillieferungen oder mehreren Chargen desselben Artikels können Unstimmigkeiten entstehen.
Mit dem COSYS Lagerverwaltungssystem lassen sich relevante Artikel- und Chargendaten mobil erfassen und den entsprechenden Beständen zuordnen. Barcodegestützte Buchungen unterstützen eine konsistente Dokumentation vom Wareneingang bis zur Einlagerung.
Lagerplätze und Chargen eindeutig zuordnen
Im Pharmagroßhandel befinden sich häufig mehrere Chargen eines Artikels gleichzeitig im Bestand. Unterschiedliche Liefertermine, Verfallsdaten und Lagerplätze erschweren die Übersicht, insbesondere wenn Waren regelmäßig umgelagert werden.
Eine digitale Lagerplatzverwaltung schafft die notwendige Transparenz. Mitarbeiter erfassen Einlagerungen, Umlagerungen und Entnahmen direkt mit mobilen Datenerfassungsgeräten. Dadurch können Bestandsinformationen zeitnah aktualisiert und Warenbewegungen nachvollziehbar dokumentiert werden.
Die COSYS Software unterstützt dabei die strukturierte Verwaltung von Artikeln und Lagerplätzen. Unternehmen erhalten eine zentrale Übersicht über ihre Lagerbestände, während die mobile Datenerfassung manuelle Übertragungsfehler reduziert.
Chargenrückverfolgung bei Reklamationen und Rückrufen
Wird eine bestimmte Produktcharge beanstandet oder zurückgerufen, muss der Großhandel schnell feststellen können, welche Mengen noch vorhanden sind und welche Warenbewegungen bereits stattgefunden haben.
Eine chargenbezogene Bestandsführung erleichtert die Identifikation betroffener Bestände. Voraussetzung ist, dass Chargeninformationen bei den relevanten Lagerprozessen konsequent erfasst und mit den jeweiligen Buchungen verknüpft werden.
Für die vollständige Rückverfolgung bis zum Empfänger müssen außerdem die entsprechenden Auftrags- und Auslieferungsinformationen verfügbar sein. Hier kann die Anbindung der Lagerverwaltung an bestehende ERP- oder Warenwirtschaftssysteme eine wichtige Rolle übernehmen.
Kommissionierung mit Chargen- und Verfallsdaten
Bei der Zusammenstellung von Kundenaufträgen reicht die reine Artikelidentifikation häufig nicht aus. Auch die korrekte Charge und das Verfallsdatum können für die Entnahmeentscheidung relevant sein.
Insbesondere das FEFO-Prinzip (First Expired, First Out) ist für viele verderbliche oder zeitlich begrenzt verwendbare Produkte von Bedeutung. Dabei werden Artikel mit dem frühesten Verfallsdatum bevorzugt entnommen, sofern sie für den jeweiligen Auftrag geeignet sind.
Eine digital unterstützte Kommissionierung hilft, Artikel und Entnahmen zu kontrollieren. Welche chargenbezogenen Prüfungen und Entnahmeregeln umgesetzt werden, hängt von der konkreten Systemkonfiguration und den Anforderungen des Unternehmens ab.
Lagerprozesse mit Business Intelligence auswerten
Neben der Bestandsführung gewinnt die Analyse operativer Lagerdaten an Bedeutung. Welche Artikel verursachen besonders viele Warenbewegungen? Wo entstehen Verzögerungen bei der Kommissionierung? Welche Bestände binden überdurchschnittlich viel Lagerkapital?
Der COSYS WebDesk stellt Bestands- und Prozessinformationen zentral bereit. Ergänzende Business-Intelligence-Funktionen ermöglichen die Auswertung relevanter Lagerkennzahlen und unterstützen die Identifikation von Optimierungspotenzialen.
Für Pharmagroßhändler entsteht dadurch eine zusätzliche Entscheidungsgrundlage, beispielsweise bei der Lagerplatzorganisation, Bestandsplanung oder Bewertung von Prozessabläufen.
COSYS verbindet Lagerverwaltung, Hardware und Services
Eine zuverlässige digitale Lagerverwaltung benötigt mehr als eine Softwareanwendung. COSYS kombiniert modular aufgebaute Lagerverwaltungssoftware mit geeigneten MDE-Geräten, Hardware-Services und Möglichkeiten zur Prozessdatenanalyse.
Unternehmen können bestehende Lagerstrukturen schrittweise digitalisieren und die Lösung entsprechend ihren betrieblichen Anforderungen erweitern. Auch die Anbindung an vorhandene ERP-Systeme lässt sich projektspezifisch berücksichtigen.
Gerade für den Pharmagroßhandel bietet dieser integrierte Ansatz einen Mehrwert: Chargenbezogene Bestände werden transparenter, Warenbewegungen nachvollziehbarer und operative Lagerprozesse besser steuerbar.
Sie möchten Ihre Lagerprozesse digitalisieren und die chargenbezogene Bestandsführung vereinfachen? COSYS unterstützt Sie dabei, eine passende Lösung für Ihre Anforderungen zu finden. Sprechen Sie mit uns über Ihre Lagerverwaltung – telefonisch unter +49 5062 900 0 oder per E-Mail an vertrieb@cosys.de.
