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Sicherer Halt durch Vakuumverankerung

Sicherer Halt durch Vakuumverankerung

Source: Deutsche Nachrichten
Ob Fußbodenheizungen, geringe Deckentragfähigkeiten oder Zwischendecken: In modernen Fertigungs- und Logistikhallen verhindern bauliche Gegebenheiten oft die Installation klassischer Kransysteme. Ausweichmöglichkeiten wie herkömmliche Mobilkrane benötigen jedoch schwere Kontergewichte für die Standsicherheit, was wiederum den Transport aufwendig macht. Die Timmer GmbH löst diese Problematik mit dem mobilen Schlauchhebersystem tim®baseLIFT: Das System wird durch Vakuum aktiv am Hallenboden verankert, spart dadurch zwei Drittel des Eigengewichts ein und ermöglicht maximale Flexibilität beim ergonomischen Lastenhandling ohne bauliche Eingriffe.

In modernen Produktions- und Logistikumgebungen kommt es immer wieder vor, dass Prozesse oder Flächenaufteilungen verändert werden müssen, um Platz für neue Anlagen oder Systeme zu schaffen. Anwender greifen in solchen Fällen häufig zu herkömmlichen Mobilkranen mit Beton- oder Stahlsockeln, was jedoch hohe Transportgewichte mit sich bringt und dementsprechend das Umpositionieren in der Halle erschwert. „Um unseren Kunden für diese räumlichen Herausforderungen eine flexible Lösung zu bieten, haben wir den tim®baseLIFT entwickelt“, erklärt Fabian Wenninghoff, Produktmanager Vakuum-Hebetechnik bei der Timmer GmbH. Das System nutzt Vakuum zur aktiven Bodenverankerung, woraus eine drastische Gewichtsreduzierung und damit mehr Flexibilität bei wechselnden Hallenraumkonzepten resultieren.

Aktive Vakuumverankerung statt schwerer Kontergewichte

Wer Lasten wie Kartons, Kanister, Eimer oder Säcke ergonomisch handhaben möchte, stößt bei der Installation klassischer Säulenschwenkkrane oft an Grenzen. Fußbodenheizungen verbieten die notwendigen Bohrtiefen im Hallenboden. Der tim®baseLIFT nutzt daher ein neuartiges Fixierungsprinzip: Das Gerät kombiniert den bewährten Schlauchheber tim®LIFT mit einer vakuumverankerten Bodenplatte. Das bereits für den Schlauchheber erzeugte Vakuumniveau wird zusätzlich für die Bodenplatte genutzt. Dadurch entsteht ein stabiler Unterdruck, der die Bodenplatte sicher am Hallenboden fixiert. Auf diese Weise kann die ohnehin vorhandene Vakuumleistung effizient für beide Funktionen genutzt werden, ohne dass eine zusätzliche Vakuumquelle erforderlich ist.

„Durch dieses aktive Vakuumniveau können wir auf schwere Kontergewichte verzichten“, sagt Wenninghoff. Gegenüber herkömmlichen Mobilkranen mit Betonsockeln sinkt das Eigengewicht der Bodenplatte von rund 1,2 Tonnen auf etwa 400 Kilogramm. „Das erleichtert das Umpositionieren im Betrieb und den Versandprozess zum Kunden.“ Um den baseLIFT flexibel zu verfahren, können je nach Bedarf Gabelstaplertaschen angebracht werden. „Das geringere Eigengewicht ist zudem von Vorteil, wenn die Statik einer Halle tonnenschwere Krananlagen verbietet“, sagt Wenninghoff.

Dreifaches Sicherheitskonzept schützt Mensch und Material

Der tim®baseLIFT arbeitet mit einem patentierten Sicherheitskonzept, das den reibungslosen Betrieb sicherstellt: Die Vakuumverankerung erzeugt die für den Betrieb notwendige Standsicherheit. Außerhalb des Betriebs des Systems ist die Standsicherheit über die Bodenplatte gegeben. Bei einem plötzlichen Stromausfall sichert ein integriertes Rückschlagventil das Vakuum unter der Bodenplatte. „Das System senkt das Hebegut dann kontrolliert ab. Die Vakuum-Bodenverankerung bleibt über die ganze Zeit hinweg bestehen“, erklärt Wenninghoff. Zudem ist die Hubfunktion physikalisch an den Unterdruck am Boden gekoppelt. Kann die Bodenplatte das erforderliche Vakuumniveau nicht aufbauen, ist das Anheben von Lasten nicht möglich.

Modulare Bauweise für vielseitige Hallengegebenheiten

Die modulare Bauweise erlaubt die Anpassung an unterschiedlichste Raumverhältnisse bei Traglasten von bis zu 85 Kilogramm und Auslegerlängen von bis zu vier Metern. Timmer bietet den Aluminium-Ausleger neben der Standardausführung auch in Niedrigbauweise für begrenzte Deckenhöhen. „Mit dem tim®baseLIFT schließen wir die Lücke zwischen fest installierten Kransystemen und trägen Mobillösungen, sodass Anwender ihre Hallenflächen ohne bauliche Eingriffe optimal nutzen können“, resümiert Wenninghoff.

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