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Erfolgreich mit Biopolymeren: CREATE lädt zum zweiten Symposium am 19. November ein

Erfolgreich mit Biopolymeren: CREATE lädt zum zweiten Symposium am 19. November ein

Source: Deutsche Nachrichten
Am 19. November 2026 bringt das zweite CREATE-Symposium erneut Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Verbände aus biobasierter Wertschöpfung und Kunststoffbranche am Kunststoff-Zentrum SKZ in Würzburg zusammen. Das mittlerweile auf 85 Mitglieder angewachsene Netzwerk rückt dabei eine zentrale Herausforderung in den Mittelpunkt: Wie schaffen biobasierte Kunststoffe den erfolgreichen Weg in den Markt?

Jährlicher Höhepunkt des CREATE-Netzwerk-Jahres am SKZ in Würzburg

Beim ersten CREATE-Symposium im November 2025 kam das CREATE-Netzwerk erstmals in großer Runde zusammen. Mehr als 100 Teilnehmende nutzten die Veranstaltung, um sich über aktuelle Entwicklungen zu informieren, Kontakte zu knüpfen und sich in den Fachforen über zentrale Themen der Branche auszutauschen.

Seit dem Kick-off griffen die Fachforen in vielfältigen Online und Präsenz-Formaten Fragestellungen aus der industriellen Praxis auf. Dabei ging es in den vergangenen Monaten unter anderem um Anwendungen von Biokunststoffen in der Medizintechnik, innovative Barrierebeschichtungen, Polyethylentfuranoat (PEF) oder Design for Degradability.

Parallel zu den Fachforen arbeitet das Projektteam an diversen Online-Angeboten, darunter die bereits verfügbare Technologieplattform, einem Impact-Assessment-Tool, Bildungsangeboten und der Veröffentlichung von Erkenntnissen aus den Fachforen.

Marktzugang und Anwendung als Schwerpunkt des zweiten Symposiums
Mit dem zweiten CREATE-Symposium am 19. November 2026 geht das Netzwerk nun den nächsten Schritt und rückt konkrete Anwendungen und Marktzugang noch stärker in den Fokus. Fachvorträge von European Bioplastics, nova-institut und Fraunhofer beleuchten den globalen und europäischen Kontext der biobasierten Kunststoffe, inklusive Erfolgsfaktoren und Hürden bei der Kommerzialisierung von Biopolymeren sowie konkrete Entwicklungen und Potenziale des Kunststoffs PBS.

„In den vergangenen Monaten haben wir im Netzwerk viele Themen von Unternehmen aus der Praxis aufgegriffen. Dabei zeigt sich immer wieder: Eine technisch und ökobilanziell überzeugende Lösung allein reicht nicht aus. Für den erfolgreichen Markteintritt müssen auch Regulatorik, Wirtschaftlichkeit und Resilienz frühzeitig berücksichtigt werden. Genau diese Perspektiven wollen wir beim Symposium zusammenbringen“, sagt Philipp Wohlfahrt, Scientist am SKZ und Projektleiter von CREATE.

Wie konkrete Lösungen bereits heute aussehen können, zeigen Unternehmen und Forschungseinrichtungen in der Pitch-Session: In je nur fünf Minuten geht es unter anderem darum, was mit Polybutylensuccinat (PBS) heute schon kommerziell möglich ist, wie viel Laub in ein Kunststoffcompound passt, wie es um die Akzeptanz nachhaltiger Kunststofflösungen in der Landwirtschaft steht, wie Biokunststoffe biobasiert eingefärbt werden, was es zum Sortieren von biobasierten Kunststoffen im Recycling braucht, und warum Baumharz für stärkebasierte Compounds relevant ist.

Am Nachmittag vertiefen drei parallele Workshops die zentralen Fragestellungen des Tages. Die Workshop-Session richtet den Blick auf die Umsetzung in der Praxis. Im Fokus stehen Strategien für einen erfolgreichen Marktzugang biobasierter Kunststoffe, regulatorische Rahmenbedingungen sowie die Nutzung industrieller Rest- und Nebenströme. Gemeinsam mit Experten von C.A.R.M.E.N. e.V., dem Chemie-Cluster Bayern und dem Innovationscluster abonocare® diskutieren die Teilnehmenden aktuelle Herausforderungen und neue Lösungsansätze anhand konkreter Impulse aus der industriellen Praxis unter anderem von BASF, Rowasol und Mercer Rosenthal. Im Mittelpunkt stehen der Erfahrungsaustausch und die gemeinsame Entwicklung konkreter Ansätze für die Praxis. 

Treffpunkt für erfahrene Akteure und Neueinsteiger
Das Symposium bringt mit führenden Verbänden, Forschungseinrichtungen sowie aktiven Unternehmen Fachleute aus allen Bereichen der biobasierten Kunststoffwirtschaft zusammen. Es bietet sowohl eine Plattform für den Austausch zwischen erfahrenen Bioökonomieakteuren als auch den idealen Einstieg in das Themenfeld für Interessierte. Neben Vorträgen, Pitches und Workshops bietet eine begleitende Ausstellung Gelegenheit, Materialien und Anwendungen näher kennenzulernen. Ob für neue Kontakte, frische Ideen oder konkrete Anliegen: Das positive Feedback des vergangenen Jahres zeigt deutlich, welchen Mehrwert der fachliche Austausch im Netzwerk bietet.

Die Veranstaltung findet am SKZ in Würzburg-Lengfeld statt. Für am Vortag anreisende Gäste findet abends ein Get-together mit Networking-Buffet im Restaurant Mainkuh in Würzburg statt.

Weitere Informationen und Anmeldung

CREATE ist ein Innovationscluster für die Bioökonomie der Kunststoffe unter Leitung des SKZ mit Unterstützung von C.A.R.M.E.N. e.V., Chemie-Cluster Bayern und Umweltcluster Bayern und wird im Rahmen des Förderprogramms „Industrielle Bioökonomie“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie im Zeitraum von 02/2025 bis 01/2028 (FKZ: 13BDC70020) gefördert.
 

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