Source: Deutsche Nachrichten
Ob Unternehmensnachfolge, Firmenverkauf oder Ausscheiden und Aufnahme eines Gesellschafters: Eine belastbare Unternehmensbewertung schafft Orientierung und bildet eine wichtige Grundlage für strategische Entscheidungen. THE MAK’ED TEAM rät mittelständischen Unternehmerinnen und Unternehmern, den Unternehmenswert frühzeitig und mit Blick auf Anlass, Branche und Marktumfeld zu ermitteln.
Frühzeitige Bewertung eröffnet Handlungsspielraum
Wer den Wert des eigenen Unternehmens rechtzeitig kennt, kann gezielt gegensteuern, wenn die Größenordnung hinter den Erwartungen zurückbleibt. Bis zu einer geplanten Übergabe oder einem Verkauf lassen sich dann Maßnahmen zur Wertsteigerung einleiten. Auch bei der Wahl zwischen familieninterner und externer Nachfolge liefert die Bewertung wesentliche Entscheidungsgrundlagen – etwa für die Altersvorsorge, die Verteilung innerhalb der Familie oder die Vorbereitung von Verkaufsverhandlungen.
„Eine Unternehmensbewertung ist kein Selbstzweck. Sie soll Unternehmerinnen und Unternehmern eine realistische Entscheidungsgrundlage geben und rechtzeitig zeigen, welche Handlungsspielräume bestehen“, sagt Martin Auer, Geschäftsführer von THE MAK’ED TEAM.
Das Verfahren muss zum Anlass passen
Für die Wertermittlung stehen verschiedene Methoden zur Verfügung. Beim Ertragswertverfahren werden künftig erwartete Erträge auf den heutigen Zeitpunkt abgezinst. Das Verfahren ist fundiert, erfordert eine belastbare Planung und eine sorgfältige Herleitung der Renditeanforderungen. Einen anderen Ansatz verfolgt die Multiplikatoren-Methode: Kaufpreise aus bekannten und erfolgten Transaktionen werden vorzugsweise mit dem EBIT – das Ergebnis vor Zinsen und Steuern – in Relation gebraucht. Hierdurch werden Branche und Größe eines Unternehmens berücksichtigt und ein Bezug zum Markt hergestellt.
Multiples können eine erste Orientierung liefern. Entscheidend ist jedoch, dass die Vergleichsdaten seriös und für mittelständische Unternehmen geeignet sind. Werte aus Transaktionen großer Konzerne lassen sich nicht ohne Weiteres übertragen. Für eine fundierte Einschätzung sollten Multiplikatoren deshalb nicht isoliert, sondern in Verbindung mit weiteren Bewertungsansätzen betrachtet werden.
„Nicht das komplizierteste Verfahren ist automatisch das Beste. Entscheidend ist, dass Methode, Datenbasis und Bewertungszweck zusammenpassen – und dass das Ergebnis für den konkreten Mittelständler nachvollziehbar bleibt“, betont Auer.
Der Markt entscheidet über den Verkaufspreis
Eine methodisch sorgfältige Bewertung bleibt eine Bewertung. Der tatsächlich erzielbare Preis hängt davon ab, ob sich ein Käufer findet, der diesen Wert akzeptiert. Strategische Interessen können den Preis erhöhen; begrenzte Nachfrage oder branchenspezifische Risiken können ihn mindern. Neben Finanzzahlen fließen deshalb die Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells, die Marktposition sowie Angebot und Nachfrage in die realistische Einordnung ein.
„Am Ende treffen Unternehmenswert und Zahlungsbereitschaft möglicher Interessenten aufeinander. Ein rechnerisch überzeugendes Ergebnis muss sich deshalb immer auch an der aktuellen Marktlage und den konkreten Verhandlungsmöglichkeiten messen lassen“, erklärt Auer.
Individuelle Kombination statt pauschaler Formel
Eine pauschale Antwort auf die Frage, wie viel ein Unternehmen am Markt wert ist, gibt es nicht. Wichtig ist die Grundlage, die mit einer Unternehmensbewertung geschaffen wird. Dies enthält alle wesentliche Aspekte, wie eine potenzieller Käufer das Unternehmen sehen und einschätzen könnte. THE MAK’ED TEAM begleitet mittelständische Unternehmen bei der Auswahl des passenden Bewertungsansatzes, bei der Vorbereitung einer Nachfolge oder eines Verkaufs und in den anschließenden Verhandlungen.
