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Welche Gartenschere passt zur Schnittsaison?

Welche Gartenschere passt zur Schnittsaison?

Source: Deutsche Nachrichten
Amboss, Bypass oder Hybrid: Wer Gehölze, Rosen, Hecken oder Obstbäume schneidet, sollte Pflanzenart, Astdurchmesser und Schnittziel im Blick haben

Im Garten gibt es fast das ganze Jahr etwas zu schneiden. Alte Triebe brauchen einen kräftigen Rückschnitt, Rosen eine behutsame Pflege. Hinzu kommen Hecken, Obstgehölze oder abgestorbene Äste. Wann geschnitten wird, spielt dabei ebenso eine Rolle wie das Werkzeug. Die passende Gartenschere erleichtert die Arbeit und sorgt für eine möglichst saubere Schnittstelle.

Aus Gewohnheit landet oft dieselbe Schere in der Hand. Doch frische, faserige oder empfindliche Triebe stellen andere Anforderungen an die Gartenschere als hartes, trockenes Altholz. Vor dem Schnitt lohnt deshalb ein kurzer Blick auf die Pflanze, die Stärke des Astes und das gewünschte Ergebnis.

Für hartes und trockenes Holz eignet sich eine Amboss-Schere besonders gut. Ihre Klinge trifft auf eine feste Unterlage, den Amboss. Damit ist von Grund auf schon weniger Kraft nötig, was sich besonders bei älteren, stärkeren oder trockenen Trieben bemerkbar macht. Typische Einsatzbereiche sind Alt- und Totholz sowie kräftige Gehölzarbeiten, bei denen vor allem Schneidkraft gefragt ist.

Bei faserigen und empfindlichem Schnittgut ist eine Bypass-Schere die bessere Wahl. Klinge und Gegenklinge gleiten aneinander vorbei und ermöglichen einen sauberen Schnitt. Das ist bei Rosen, jungen Trieben, faseriger Rinde und Schnitten nahe am Astring von Vorteil. Gerade bei empfindlichem Pflanzengewebe sollten Quetschungen möglichst vermieden werden.

Hybrid-Scheren verbinden die Merkmale beider Schneidprinzipien. Sie kommen bei stärkeren Ästen infrage, wenn neben hoher Schneidkraft auch eine sichere Führung des Schnittguts wichtig ist. Das hilft besonders bei hartem Holz mit größerem Durchmesser oder wenn der Ast beim Schneiden nicht nach vorne aus der Schneide rutschen soll.

Auch die Jahreszeit bestimmt, welche Arbeiten anstehen. Im Frühjahr werden häufig Rosen und sommerblühende Sträucher zurückgeschnitten. Bei jungen Trieben ist eine scharfe Schere wichtig, damit das Pflanzengewebe nicht gequetscht wird. Im Sommer stehen Form- und Pflegeschnitte, das Entfernen verblühter Pflanzenteile und kleinere Korrekturen am frischen Zuwachs an. Im Herbst folgen Arbeiten an Hecken und Ziergehölzen. Im Winter und Spätwinter sind die Strukturen vieler Obstgehölze besser zu erkennen. Ob dann geschnitten werden kann, hängt von der Pflanzenart und frostfreien Bedingungen ab.

Für stärkere Rückschnitte gelten in Deutschland naturschutzrechtliche Grenzen. Vom 1. März bis zum 30. September ist das Abschneiden oder starke Zurücksetzen von Hecken, Sträuchern und anderen Gehölzen eingeschränkt. Schonende Form- und Pflegeschnitte sind weiterhin möglich. Vor jedem Schnitt sollte jedoch geprüft werden, ob Vögel brüten oder andere Tiere das Gehölz nutzen.

Original LÖWE ordnet seine Gartenscheren deshalb neben den Modellreihen auch nach der jeweiligen Anwendung: schnelle Schnitte, leichter Schnitt, kräftiges Schneiden oder eine besonders saubere Schnittführung. So lässt sich gezielter auswählen, welche Schere zur anstehenden Arbeit passt.

Als Orientierung gilt: Für hartes, trockenes oder älteres Holz empfiehlt sich eher eine Amboss-Schere. Frische, grüne und empfindliche Triebe werden am besten mit einer Bypass-Schere geschnitten. Sind Schneidkraft und sichere Führung gleichermaßen gefragt, bietet sich eine Hybrid-Schere an. Saubere scharfe Klingen, eine trockene Lagerung und regelmäßige Pflege erleichtern die Arbeit und halten das Werkzeug länger einsatzbereit.

MIL OSI