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ADG teilt Ergebnisse von The AuditFactory mit dem gesamten Führungsteam

ADG teilt Ergebnisse von The AuditFactory mit dem gesamten Führungsteam

Source: Deutsche Nachrichten
Die Akademie Deutscher Genossenschaften e. V. (ADG) in Montabaur geht in der Internen Revision einen Weg, der in vielen Organisationen noch die Ausnahme ist: Der Vorstand stellt die Ergebnisse jeder Revisionsprüfung im gesamten Führungsteam vor. The AuditFactory (TAF), die die ADG seit 2024 als ausgelagerte Interne Revision begleitet, hat diese Praxis in einem Referenzpapier beschrieben.

In vielen Organisationen gehen Revisionsberichte an Vorstand oder Geschäftsführung sowie an die Leitung des geprüften Bereichs – andere Führungskräfte erfahren von den Ergebnissen oft nur mittelbar oder gar nicht. Bei der ADG kennen alle Führungskräfte die wesentlichen Feststellungen, deren Risikoeinstufung und die vereinbarten Maßnahmen, auch wenn der eigene Verantwortungsbereich nicht betroffen ist. Grundlage dafür ist eine Revisionsfunktion, die TAF gemeinsam mit dem Vorstand auf Basis der Global Internal Audit Standards (GIAS) aufgebaut hat. Seitdem prüft TAF die Organisation Jahr für Jahr und Bereich für Bereich – vom Hotel- und Veranstaltungsbetrieb über Personal, Marketing und Vertrieb bis zu IT-Sicherheit und IT-Resilienz. Auch der Stab des Vorstands wird geprüft; für die eigene Einheit gelten damit dieselben Maßstäbe wie für alle anderen Bereiche.

Der Sprecher des Vorstands der ADG, Boris Nannt, meint dazu: „Revision ist für mich keine Fehlersuche, sondern eine Chance, besser zu werden. Deshalb legen wir die Ergebnisse offen auf den Tisch. Nicht um Schuldige zu suchen, sondern um gemeinsam Verantwortung zu übernehmen und konsequent zu lernen.“ Die Wirkung zeigt sich auf mehreren Ebenen: Das Führungsteam hat ein gemeinsames, aktuelles Bild davon, wo die Organisation verwundbar ist, und kann Prioritäten bewusster setzen. Schwachstellen aus einem Bereich werden in anderen Bereichen vorbeugend angegangen, bevor die nächste Prüfung ansteht. Maßnahmen an Schnittstellen lassen sich bereichsübergreifend abstimmen und schneller umsetzen. Und die Interne Revision wird nicht als Kontrolle von außen erlebt, sondern als Impulsgeber – das erhöht die Offenheit in Interviews und die Qualität der Ergebnisse.

Damit Revisionsergebnisse im Führungskreis tragfähig diskutiert werden können, müssen sie nachvollziehbar, vergleichbar und belastbar sein. The AuditFactory arbeitet deshalb nach einem einheitlichen Vorgehen: risikoorientierte Prüfungsplanung in Abstimmung mit dem Vorstand, Prüfung nach den Standards des IIA und des DIIR, Prozessaufnahme mit Abgleich von dokumentierten und gelebten Abläufen sowie Stichproben zu den vorgesehenen Kontrollen. Jede Feststellung wird einer Risikokategorie von A (hohes Risiko) bis D (Verbesserungsempfehlung) zugeordnet, ergänzt um eine Beurteilung des Reifegrads des Internen Kontrollsystems. Zu jeder Feststellung werden Maßnahmen, Verantwortliche und Termine vereinbart, deren Umsetzung und Wirksamkeit TAF in Nachschauprüfungen überprüft. Das Beispiel der ADG zeigt: Eine offene Risikokultur ist keine Schwäche, sondern ein Merkmal guter Unternehmensführung. Das Ganze TAF-typisch pragmatisch und mit festem Ansprechpartner.

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