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Chinas Sommertourismus zeigt Tendenz zu langsameren, immersiveren Erlebnissen

Chinas Sommertourismus zeigt Tendenz zu langsameren, immersiveren Erlebnissen

Source: People’s Republic of China – State Council News in German

Chinas Sommertouristen verzichten zunehmend auf Sightseeing nach dem Checklisten-Prinzip und bevorzugen langsamere, immersivere Erlebnisse. Sie suchen verstärkt nach individuellen Möglichkeiten, Reiseziele zu erkunden, anstatt durch Sehenswürdigkeiten zu hetzen. Dies geht aus einem Bericht hervor, der auf der am Sonntag beendeten China International Fair for Trade in Services (CIFTIS) 2026 veröffentlicht wurde.

Der Bericht „2026 China Summer Tourism Market Insights Report“, der vom Institut der China Media Group (CMG) geleitet und gemeinsam vom Chinesischen Tourismusverband und der China Tourism Academy erstellt wurde, analysierte Veränderungen auf dem Sommertourismusmarkt aus der Perspektive der Branche und untersuchte aufkommende Tourismustrends aus medialer Sicht.

Dem Bericht zufolge verbringen chinesische Reisende mehr Zeit an ihren Reisezielen und integrieren zunehmend den lokalen Lebensstil in ihre Reisen. Die durchschnittliche Reisedauer stieg in diesem Sommer im Jahresvergleich um 2,3 Tage, während die Zahl der Reisenden, die sieben Tage oder länger an einem Ort blieben, um fast 30 Prozent zunahm.

Ge Lei, Generalsekretär des Chinesischen Tourismusverbandes, erklärte: „Ein besonders hervorstechendes Highlight ist diesmal, dass Tourismus auf Kreisebene und langsames Reisen tatsächlich die früheren ‚Stop and Go‘-Reisen ersetzt haben, wobei immer mehr Reisende Menschenmengen vermeiden und in ihren Tourismuserlebnissen eine entspannte Atmosphäre und ein Gefühl von Leichtigkeit finden möchten.“

Dieser Wandel spiegelt sich auch in den Konsummustern wider, da Reisende zunehmend nicht nur darauf achten, wohin sie gehen, sondern auch darauf, was sie erleben.

Maßgeschneiderte Touren machten dem Bericht zufolge diesen Sommer 57 Prozent des Marktes aus und übertrafen damit Gruppenreisen mit 27 Prozent bei Weitem.

Gleichzeitig hat sich die Flucht vor der Hitze von einer einfachen Reaktion auf hohe Temperaturen zu einem breiteren tourismusbezogenen Konsumszenario entwickelt, während Konzerte, Sportveranstaltungen und Bildungsreisen als neue Gründe für Menschen entstanden sind, auf Reisen zu gehen.

Ge Lei sagte: „Die Integration von Kultur, Sport und Tourismus ist immer deutlicher geworden. Die ‚Ticketabschnitt-Wirtschaft‘, repräsentiert durch Konzerte und Sportveranstaltungen, hat Menschen dazu gebracht, für ein Spiel oder ein Konzert in eine Stadt zu reisen, während sie gleichzeitig den lokalen Tourismuskonsum in Bereichen wie Gastronomie, Unterkunft, Verkehr, Sightseeing, Shopping und Unterhaltung angekurbelt hat.“

Die fünftägige CIFTIS war am Mittwoch eröffnet worden und zog Teilnehmer aus 90 Ländern, Regionen und internationalen Organisationen an, wobei über 1.800 Unternehmen vor Ort ihre Dienstleistungsprodukte präsentierten.

MIL OSI