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Schallschutzkabinen führen Betriebswärme von Seitenkanalverdichtern kontrolliert ab

Schallschutzkabinen führen Betriebswärme von Seitenkanalverdichtern kontrolliert ab

Source: Deutsche Nachrichten
Schallschutzkabinen begrenzen die Übertragung von Maschinengeräuschen, schränken gleichzeitig jedoch den natürlichen Luftaustausch am Seitenkanalverdichter ein. Belüftungsöffnungen und elektrische Axialventilatoren führen die entstehende Wärme gezielt aus der Kabine ab. Für einen sicheren Betrieb müssen Ventilator, Luftwege und modellbezogene Kabinenzuordnung berücksichtigt werden.

SKVTechnik informiert:

Seitenkanalverdichter und ihre Elektromotoren geben während des Betriebs Wärme an die Umgebung ab. Bei einer freien Aufstellung kann ein Teil dieser Wärme unmittelbar über die umgebende Luft abgeführt werden.

Eine Schallschutzkabine umschließt die Maschine dagegen weitgehend. Diese Konstruktion reduziert die Schallübertragung in die Umgebung, begrenzt aber gleichzeitig den natürlichen Luftaustausch. Ohne eine dafür vorgesehene Belüftung kann die Temperatur im Inneren der Kabine ansteigen.

Die Wärmeabfuhr ist deshalb ein fester Bestandteil der Konstruktion einer Schallschutzkabine. Sie darf bei Auswahl, Installation und Betrieb nicht getrennt von der Schallminderung betrachtet werden.

GERICHTETER LUFTAUSTAUSCH INNERHALB DER KABINE

Die dokumentierten SC-Schallschutzkabinen von FPZ verfügen über Belüftungsöffnungen für die Zufuhr von Umgebungsluft und über elektrische Axialventilatoren zur Abführung der erwärmten Luft.

Kühlere Umgebungsluft strömt durch die vorgesehenen Zuluftöffnungen in die Kabine. Im Innenraum nimmt sie Wärme von Motor und Seitenkanalverdichter auf. Anschließend wird die erwärmte Luft durch den elektrischen Axialventilator nach außen gefördert.

Anzahl, Anordnung und elektrische Ausführung der Ventilatoren unterscheiden sich je nach Kabinengröße. Maßgeblich sind deshalb die technischen Angaben der konkret vorgesehenen Schallschutzkabine.

BETRIEB NUR MIT FUNKTIONSFÄHIGEM AXIALVENTILATOR

Der Seitenkanalverdichter darf innerhalb einer FPZ-Schallschutzkabine nicht mit ausgeschaltetem Axialventilator betrieben werden. Der Ventilator muss vor beziehungsweise spätestens gemeinsam mit dem Seitenkanalverdichter eingeschaltet und funktionsfähig sein.

Bei der Installation muss daher auch der elektrische Anschluss des Ventilators berücksichtigt werden. Die erforderlichen Anschlussarbeiten sind entsprechend den geltenden technischen Anforderungen durch qualifiziertes Personal auszuführen.

Vor der Inbetriebnahme sollte kontrolliert werden, ob der Axialventilator in der richtigen Richtung fördert und die erwärmte Luft tatsächlich aus der Kabine führt.

BELÜFTUNGSWEGE UND MINDESTABSTÄNDE FREIHALTEN

Die vorgesehene Wärmeabfuhr funktioniert nur, wenn Zu- und Abluftöffnungen frei bleiben. Belüftungsgitter dürfen nicht durch Wände, Verkleidungen, gelagerte Gegenstände oder Verschmutzungen blockiert werden.

Auch eine teilweise Verringerung des freien Querschnitts kann den Luftaustausch beeinträchtigen. Zusätzliche Dämmstoffe oder nachträgliche Einbauten dürfen deshalb nicht in die vorgesehenen Luftwege hineinragen.

Für die Baureihen SC5M, SC6M und SC8M verlangen die derzeit vorliegenden FPZ-Unterlagen mindestens 15 Zentimeter freien Raum rund um die Kabine. Für SC9M und SC10M wird ein Mindestfreiraum von 25 Zentimetern dargestellt.

Diese Abstände müssen bereits bei der Anlagenplanung berücksichtigt werden und während des Betriebs dauerhaft verfügbar bleiben.

WÄRMEABFUHR IST TEIL DER MODELLZUORDNUNG

Eine räumlich passende Schallschutzkabine ist nicht automatisch thermisch für jeden Seitenkanalverdichter geeignet. Die von FPZ festgelegte Modellzuordnung berücksichtigt neben Abmessungen, Befestigungspunkten und Anschlusspositionen auch die vorgesehene Belüftung.

Für FPZ-Seitenkanalverdichter gelten deshalb ausschließlich die in der aktuellen Zuordnungstabelle aufgeführten Kombinationen aus Maschine und Schallschutzkabine.

Ein Seitenkanalverdichter darf nicht allein deshalb einer Kabine zugeordnet werden, weil seine Außenabmessungen ausreichend klein erscheinen.

FREMDFABRIKATE NUR RÄUMLICH VORAUSWÄHLEN

Auch Seitenkanalverdichter anderer Hersteller können aufgrund ihrer Abmessungen räumlich in eine FPZ-Schallschutzkabine passen. Daraus ergibt sich jedoch keine Bestätigung einer ausreichenden Wärmeabfuhr oder einer technischen Kompatibilität.

SKVTechnik kann anhand der vom Kunden bereitgestellten Maße und technischen Daten eine unverbindliche räumliche Vorauswahl unterstützen. Die abschließende Beurteilung der Wärmeentwicklung, der erforderlichen Belüftung und des sicheren Betriebs liegt beim Kunden beziehungsweise beim ausführenden Anlagenbauer.

ÄNDERUNGEN AN DER KABINE VERMEIDEN

Nachträgliche Veränderungen an Belüftungsgittern, Paneelen, Anschlussöffnungen oder der Luftführung können sowohl die Wärmeabfuhr als auch die Geräuschminderung beeinflussen.

Umbauten an der Schallschutzkabine werden nicht von SKVTechnik ausgeführt. Sie erfolgen eigenverantwortlich durch den Kunden oder einen beauftragten Anlagenbauer. Veränderungen an der Kabine führen grundsätzlich zum Erlöschen der Garantieansprüche.

VOR DER INBETRIEBNAHME PRÜFEN

Vor dem Betrieb sollten folgende Punkte kontrolliert werden:

  • Axialventilator eingeschaltet und funktionsfähig
  • richtige Luftförderrichtung des Ventilators
  • Zu- und Abluftöffnungen vollständig frei
  • vorgeschriebene Mindestabstände vorhanden
  • keine nachträglichen Einbauten im Luftweg
  • Seitenkanalverdichter korrekt montiert

SKVTechnik unterstützt Betreiber und Anlagenbauer bei der Zuordnung der vorgesehenen FPZ-Schallschutzkabine zu einem ausgewählten FPZ-Seitenkanalverdichter.

WEITERE INFORMATIONEN

https://www.skvtechnik.de/schallschutzkabinen/kontrollierte-waermeabfuhr/

https://www.skvtechnik.de/schallschutzkabinen-produktauswahl/

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