Source: Deutsche Nachrichten
Die Insolvenz der paragon GmbH & Co. KGaA sorgt in dieser Woche erneut für einen Rückschlag am KMU-Anleihemarkt. Der etablierte Automobilzulieferer sowie die Tochtergesellschaften paragon electronic und paragon movasys haben am 7. September Insolvenzanträge wegen Zahlungsunfähigkeit gestellt. Hintergrund ist das Scheitern einer geplanten Finanzierung in Höhe von insgesamt 12 Mio. Euro. Dadurch konnte paragon nach eigenen Angaben fällige Verbindlichkeiten, unter anderem gegenüber Lieferanten, nicht mehr bedienen. Die laufende paragon-Anleihe (ISIN: DE000A2GSB86) weist ein ausstehendes Volumen von 43,65 Mio. Euro auf. Die Laufzeit des 2017 emittierten Bonds war erst Ende 2025 um weitere vier Jahre bis Juli 2031 verlängert worden.
Bei der ebenfalls insolventen PANDION AG läuft derweil die Suche nach einer Zukunftslösung. Der vorläufige Gläubigerausschuss hat der Beauftragung eines M&A-Beraters zugestimmt. Dieser soll strategische und finanzielle Investoren identifizieren und mögliche Transaktionslösungen für die insolventen und nicht insolventen Gesellschaften der Gruppe prüfen – sowohl für den Gesamtkonzern als auch für einzelne Unternehmensteile. Die PAUL Tech AG strebt eine weitere Laufzeit-Verlängerung ihrer Anleihe 2020/26 (ISIN: DE000A3H2TU8) um zwei Jahre bis zum 1. Dezember 2028 an. Dafür ist die Zustimmung der Anleihegläubiger erforderlich. Eine entsprechende Abstimmung ohne Versammlung soll zeitnah stattfinden. Hintergrund der geplanten Laufzeit-Verlängerung ist die derzeit noch nicht abgeschlossene Refinanzierung des 35 Mio. Euro-Bonds.
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Mit der Ranft Energie Anleihe 2026/31 hat die Ranft Gruppe einen neuen Bond mit einem Volumen von bis zu 8 Mio. Euro und einem Zins von 7,00 % p.a. aufgelegt. Die Mittel sollen vor allem in konkrete Photovoltaik- und Batteriespeicherprojekte sowie weitere Entwicklungsaktivitäten der Gruppe fließen. Im Anleihen Finder-Interview erläutert Gründer und Geschäftsführer Michael Ranft die konkrete Projektpipeline. Insgesamt beziffert Ranft die aktive Pipeline in Deutschland, Italien und Österreich auf regelmäßig mehr als 1 GW. Schwerpunkte bilden BESS-Projekte, Repowering sowie die Weiterentwicklung bestehender PV-Anlagen durch Grünstromspeicher. Die LEEF Blattwerk GmbH berichtet von einer weiterhin hohen Nachfrage nach nachhaltigen Verpackungslösungen. Für 2026 erwartet das Unternehmen mindestens eine Umsatzverdopplung. Nach Angaben von LEEF liegt die Nachfrage inzwischen über der lieferfähigen Kapazität, gleichzeitig könnten neue regulatorische Vorgaben den Markt für nachhaltige Verpackungen weiter verändern.
Bei den Finanzkennzahlen von Anleihe-Emittenten zeigt sich in dieser Woche ein gemischtes Bild. Die Homann Holzwerkstoffe GmbH konnte den Umsatz im ersten Halbjahr mit 194,4 Mio. Euro nahezu stabil halten, musste beim bereinigten operativen EBITDA jedoch einen deutlichen Rückgang von 22,1 Mio. auf -1,4 Mio. Euro hinnehmen. Belastend wirkten die schwache Nachfrage, gestiegene Kosten und die Anlaufverluste des neuen Werks in Litauen. Deutlich positiver entwickelten sich Katjes International und Karlsberg Brauerei. Katjes steigerte den Halbjahresumsatz um 55 % auf 256 Mio. Euro und das EBITDA um 14 % auf 15,8 Mio. Euro. Karlsberg erhöhte den Bruttoumsatz um 2,9 % auf 75,6 Mio. Euro und das adjustierte EBITDA um 17,6 % auf 10 Mio. Euro. Beide Unternehmen bestätigten ihre Jahresprognosen.
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Bei der Singulus Technologies AG wird ein europäischer Investor rund 16,75 % der Aktien vom chinesischen Großaktionär Triumph übernehmen. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung chinesischer Behörden. Die Planethic Group befindet sich inzwischen im eröffneten Eigenverwaltungsverfahren, während die Finanzierung des Geschäftsbetriebs durch CEO Sascha Voigt und Gründer Jan Bredack gesichert werden soll. Und die CHAPTERS Group hat unterdessen ihre Prognose für das organische Wachstum des adjustierten operativen EBITDA 2026 auf 36 bis 39 % angehoben.
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