Source: Deutsche Nachrichten
Die paragon GmbH & Co. KGaA sowie die Tochtergesellschaften paragon electronic GmbH und paragon movasys GmbH haben am 7. September 2026 beim Amtsgericht Paderborn Insolvenzanträge wegen Zahlungsunfähigkeit gestellt. Auslöser ist das Scheitern einer geplanten Finanzierungstransaktion. So seien zugesagte Finanzmittel in Höhe von insgesamt 12 Mio. Euro durch den indischen Investor Tejascore Techsystems Inc. trotz mehrfacher Aufforderung nicht ausgezahlt worden.
Dadurch kann paragon eigene Zusagen gegenüber Lieferanten nicht erfüllen. Betroffen sind insgesamt 552 Mitarbeiter an sechs deutschen Standorten. Die ausländischen Gesellschaften in Kroatien und China sind davon nicht betroffen. Nach Angaben des Unternehmens ist paragon weiterhin profitabel und verfügt über einen hohen Auftragsbestand sowie zahlreiche namhafte Automobilhersteller als Kunden. Die Geschäftsführung erwartet daher eine Fortführung des Geschäftsbetriebs nach Bestellung eines vorläufigen Insolvenzverwalters.
Gründer und Geschäftsführer Kalus Dieter Frers dazu: „Ich habe bereits durch finanzielle Beiträge und Verzichte in Millionenhöhe versucht, die Situation in den Griff zu bekommen. Ich bin extrem enttäuscht von dem potenziellen Partner, der am Ende nur leere Versprechungen gemacht hat. Ich werde mich mit aller Kraft dafür einsetzen, dass der Schaden für die Stakeholder minimiert wird.“
ANLEIHE CHECK: Die Laufzeit der Unternehmensanleihe (ISIN: DE000A2GSB86) der paragon GmbH & Co. KGaA wurde Ende 2025 um weitere vier Jahre bis zum 05. Juli 2031 verlängert. Die Anleihe hat ein noch ausstehendes Volumen von 43,65 Mio. Euro.
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