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NextGen Bank 2027: Warum der regionale Blick auf junge Kunden neue Orientierung schafft

NextGen Bank 2027: Warum der regionale Blick auf junge Kunden neue Orientierung schafft

Source: Deutsche Nachrichten
Banken stehen heute vor einer doppelten Herausforderung: Einerseits verändert die Digitalisierung die Art und Weise, wie Verbraucher Finanzdienstleistungen suchen und nutzen. Andererseits steigen insbesondere bei jungen Kundinnen und Kunden die Erwartungen an digitale Angebote, verständliche Informationen, Social Media und eine zeitgemäße Ansprache. Für Regionalbanken ist diese Entwicklung besonders relevant. Sie konkurrieren längst nicht mehr ausschließlich mit dem Institut in der Nachbarschaft, sondern ebenso mit Direktbanken, Neobanken, Neobrokern und weiteren ortsunabhängigen Finanzangeboten.

Mit dem Young Finance Award und dem Bankentest „NextGen Bank“ untersucht die Gesellschaft für Qualitätsprüfung deshalb, wie überzeugend Banken auf die Anforderungen junger Erwachsener reagieren. Nach der bundesweiten Premiere 2026 wird das Testformat für 2027 grundlegend weiterentwickelt: Künftig stehen die Ergebnisse für mehr als 200 Städte im Mittelpunkt. Aus einem überregionalen Vergleich wird damit zunehmend ein Qualitätsatlas für NextGen Banking vor Ort.

Junge Kunden beurteilen Banken aus einem neuen Blickwinkel

Die Frage, welche Bank eine gute Bank ist, lässt sich heute nicht mehr ausschließlich über klassische Leistungsmerkmale beantworten. Für junge Kunden beginnt die Wahrnehmung eines Instituts häufig lange vor einem persönlichen Kontakt. Die Website, mobile Nutzbarkeit, digitale Services, Social-Media-Kanäle und die Qualität der bereitgestellten Informationen prägen den ersten Eindruck. Genau diesen digitalen Blickwinkel greift der Test „NextGen Bank“ auf. Während klassische Bankentests häufig einzelne Produkte, Konditionen oder die persönliche Beratungsleistung in den Mittelpunkt stellen, untersucht der Young Finance Award, wie eine Bank aus Sicht einer jungen, digital geprägten Zielgruppe wahrgenommen wird.

Damit erweitert sich auch der Qualitätsbegriff. Eine Bank kann eine hervorragende persönliche Beratung anbieten. Wenn sie jedoch online kaum sichtbar ist, Finanzthemen nur schwer verständlich erklärt oder junge Kunden auf den für sie relevanten Kanälen nicht erreicht, kann dies bereits den Einstieg in eine mögliche Kundenbeziehung erschweren.

Warum „NextGen Bank“ und „BESTE BANK vor Ort“ zwei eigenständige Tests bleiben

Auf den ersten Blick liegt die Frage nahe, warum die regionale Bewertung junger Kunden nicht einfach Bestandteil des etablierten Bankentests „BESTE BANK vor Ort“ wird. Beide Untersuchungen verfolgen jedoch unterschiedliche Ziele.

Beim Test „BESTE BANK vor Ort“ stehen insbesondere Beratungs- und Servicequalität im Mittelpunkt. Testkunden nehmen tatsächliche Beratungsleistungen in Anspruch und bewerten unter anderem Kundenorientierung, Beratungsqualität, Service und Nachbetreuung. Der Bankentest „NextGen Bank“ verfolgt dagegen einen vollständig digitalen Ansatz. Hier geht es darum, welchen Eindruck ein Institut aus Sicht junger Erwachsener hinterlässt, noch bevor ein klassisches Beratungsgespräch stattgefunden hat. Damit betrachten beide Testformate zwei unterschiedliche, aber zunehmend miteinander verbundene Phasen der Customer Journey: Wie gut gelingt einer Bank der digitale Einstieg in eine Kundenbeziehung und wie überzeugend ist anschließend die persönliche Beratung? Gerade diese Gegenüberstellung dürfte künftig interessante Erkenntnisse liefern.

Mehr als ein klassischer Digital-Check

Auch der Digital-Check des Tests „BESTE BANK vor Ort“ untersucht bereits die digitalen Angebote einer Bank. Bewertet werden beispielsweise Usability, Mobiloptimierung, Informationsgehalt und digitale Services. Der entscheidende Unterschied liegt jedoch in Umfang und Gewichtung. Beim klassischen Bankentest ist der Digital-Check ein Bestandteil einer umfassenderen Bewertung. Beim Test „NextGen Bank“ bildet das digitale Erscheinungsbild dagegen den Ausgangspunkt einer deutlich breiteren Analyse der jungen Customer Journey. Neben der Website spielen die zielgruppengerechte Vermittlung von Finanzthemen, Social Media sowie die Frage eine Rolle, wie konsistent eine Bank über unterschiedliche digitale Kontaktpunkte hinweg auftritt. Damit ähnelt der Ansatz in Teilen früheren Untersuchungen der Gesellschaft für Qualitätsprüfung wie den „Digital Champions“. Beim Young Finance Award kommt jedoch ein entscheidender Faktor hinzu: Der gesamte Test ist konsequent auf die Anforderungen junger Erwachsener ausgerichtet.

Warum die bisherige regionale Auswertung nicht weit genug ging

Bei der ersten Ausgabe „NextGen Bank 2026“ wurden die Ergebnisse noch nach Bundesländern und größeren Regionen zusammengefasst. Nach diesem Prinzip wurden insgesamt 131 Top-Anbieter ausgezeichnet. Den Titel „Exzellente NextGen Bank 2026“ erhielten Institute, die eine entsprechend starke Gesamtnote erreichten. Für einen bundesweiten Benchmark war dieser Ansatz sinnvoll. Für Verbraucher vor Ort hatte er jedoch Grenzen. Wer wissen wollte, welche Bank in der eigenen Stadt besonders gut auf junge Kunden ausgerichtet ist, musste zunächst prüfen, ob die betreffende Stadt oder eines der dort tätigen Institute überhaupt unter den ausgezeichneten Banken vertreten war. Hinzu kam ein weiterer Effekt: In großen Regionen konnten einzelne Institute sichtbar sein, während lokale Wettbewerber vollständig aus der Ergebnisdarstellung verschwanden. Damit blieb eine für Verbraucher besonders relevante Frage teilweise unbeantwortet: Welche Bank ist innerhalb meiner Stadt im direkten Vergleich eigentlich die beste Wahl für junge Kunden? Genau diese Lücke soll die Neuauflage 2027 schließen.

Mehr als 200 Städte werden zu eigenständigen Vergleichsräumen

Mit „NextGen Bank 2027“ wird die regionale Ebene deutlich kleinteiliger. Analog zum Prinzip von „BESTE BANK vor Ort“ werden Ergebnisse künftig für mehr als 200 Städte bereitgestellt. Verbraucher können ihre Stadt auswählen und erhalten dort einen direkten Vergleich der untersuchten Banken. Der wesentliche Unterschied zur bisherigen Ergebnisdarstellung besteht darin, dass nicht ausschließlich Institute mit einer bestimmten Mindestnote sichtbar werden. Das Ranking soll vielmehr zeigen, wie die Banken einer Stadt im direkten Vergleich abschneiden. Damit bleibt auch in Städten, in denen kein Institut bundesweit zu den absoluten Top-Anbietern gehört, eine konkrete Antwort möglich. Ein Beispiel: Erreicht die beste Bank einer Stadt eine Gesamtnote von 2,5, kann sie im lokalen Vergleich dennoch die stärkste verfügbare Leistung für junge Kunden bieten. Das bedeutet allerdings nicht, dass automatisch jede erstplatzierte Bank eine Auszeichnung erhält. Die Auszeichnung bleibt weiterhin an überdurchschnittliche beziehungsweise herausragende Leistungen gebunden. Das vollständige Ranking dient dagegen vor allem der Orientierung, Transparenz und Vergleichbarkeit.

Regionale Qualität ist nicht dasselbe wie bundesweite Spitzenleistung

Gerade dieser Unterschied ist für Verbraucher wichtig. Wer eine Bank sucht, kann unterschiedliche Prioritäten haben. Für den einen zählt ausschließlich die bestmögliche digitale Leistung. Für einen anderen ist entscheidend, dass eine Bank vor Ort präsent und persönlich erreichbar ist. Ein regionales Ranking schafft die Möglichkeit, beide Perspektiven miteinander zu verbinden.

Verbraucher können erkennen:

Welche Bank ist vor Ort besonders stark?

Wie groß sind die Qualitätsunterschiede zwischen den Instituten?

Und gehört der lokale Spitzenreiter möglicherweise sogar zum bundesweiten Spitzenfeld?

Damit verändert sich die Ergebnisdarstellung von einer reinen Auszeichnung hin zu einem umfassenderen Orientierungssystem.

Auch für Banken entsteht ein neuer Benchmark

Die Regionalisierung erhöht nicht nur den Nutzwert für Verbraucher. Auch für Banken wird der Vergleich aussagekräftiger. Ein Institut sieht künftig nicht lediglich, ob es einen bundesweit definierten Schwellenwert erreicht hat. Es kann vielmehr erkennen, wie es innerhalb seines konkreten lokalen Wettbewerbsumfelds positioniert ist. Damit entsteht ein Benchmark für Fragen, die für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit immer wichtiger werden:

Wie stark ist der eigene digitale Auftritt im Vergleich zu lokalen Wettbewerbern?

Wie überzeugend werden junge Kunden angesprochen?

Welche Rolle spielen Social Media und digitale Inhalte?

Wo bestehen erkennbare Qualitätsunterschiede?

Und wo gibt es Verbesserungspotenzial?

Gerade für Regionalbanken kann daraus ein wertvoller strategischer Impuls entstehen. Denn im Wettbewerb um junge Kunden reicht es immer weniger aus, allein auf räumliche Nähe oder etablierte Kundenbeziehungen zu setzen.

Werden dieselben Banken auch bei der Beratungsqualität vorne liegen?

Eine der spannendsten Fragen dürfte sich erst mit den Ergebnissen beantworten lassen. Sind diejenigen Banken, die bei „BESTE BANK vor Ort“ mit herausragender Beratungs- und Servicequalität überzeugen, gleichzeitig auch die besten Institute beim NextGen Banking? Denkbar ist das durchaus. Banken mit einer konsequenten Kundenstrategie können in mehreren Bereichen überdurchschnittlich gut aufgestellt sein. Zwingend ist diese Übereinstimmung jedoch nicht. Eine hervorragende persönliche Beratung bedeutet nicht automatisch einen besonders starken Social-Media-Auftritt. Umgekehrt sagt ein moderner digitaler Markenauftritt noch wenig darüber aus, wie gut ein komplexes persönliches Beratungsgespräch geführt wird. Gerade deshalb können beide Tests zusammengenommen künftig ein interessantes Gesamtbild liefern. Die wirklich außergewöhnlichen Institute wären möglicherweise diejenigen, denen beides gelingt: digital relevant und sichtbar zu sein und gleichzeitig persönlich hervorragend zu beraten.

Vom Bankentest zum Qualitätsatlas für junge Kunden

Mit der Regionalisierung entwickelt sich „NextGen Bank 2027“ deshalb über einen klassischen Bankentest hinaus. Das Ziel ist ein transparenter Überblick darüber, wie gut Banken in mehr als 200 lokalen Märkten auf die Anforderungen einer jungen Kundengeneration eingestellt sind. Über das neue Portal Young-Finance-Award.de sollen die Städte und Ergebnisse künftig direkt abrufbar sein. Damit steht nicht mehr allein die Frage im Mittelpunkt, welche Institute bundesweit ausgezeichnet werden. Viel näher an der tatsächlichen Entscheidung eines Verbrauchers liegt die Frage:

Welche Bank bietet jungen Menschen in meiner Stadt das überzeugendste Gesamtangebot?

Genau darauf soll „NextGen Bank 2027“ künftig eine regionale und vergleichbare Antwort geben.

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