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Immobilienwerte entstehen im Bestand – Thema im neuen Planerbrief Nr. 61

Immobilienwerte entstehen im Bestand – Thema im neuen Planerbrief Nr. 61

Source: Deutsche Nachrichten
Am 1. September 2026 ist der neue Planerbrief Nr. 61 der Deutschen Gesellschaft für wirtschaftliche Zusammenarbeit (DGWZ) erschienen. Im Editorial wird erläutert, warum die Technische Gebäudeausrüstung vor einer strategischen Neuordnung steht: Während der Neubau schwächelt, entscheidet der Gebäudebestand maßgeblich über das Erreichen der Klimaziele. Gefragt sind zukunftsfähige Nachrüstlösungen, die Betriebskosten senken und Lebenszykluskosten optimieren. Dieser Wandel prägt auch Nachfolgemodelle und Unternehmensverkäufe, bei denen wiederkehrende Serviceerlöse und Digitalisierung zunehmend den tatsächlichen Marktwert bestimmen.

Weitere Themen im aktuellen Planerbrief sind die VdS-BrandSchutzTage 2026, intelligente dezentrale Energiesysteme, der sommerliche Wärmeschutz für Glasfassaden, der Einsatz digitaler Mitarbeiterausweise in der Zutrittskontrolle, die 2G-Netzabschaltung bei Alarmanlagen sowie das neue DGWZ-Seminar zur Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten (EFKffT).

Der erste Beitrag weist auf die VdS-BrandSchutzTage 2026 hin. Die internationale Fachmesse für den vorbeugenden baulichen, organisatorischen und anlagentechnischen Brandschutz findet am 2. und 3. Dezember 2026 in Köln statt.

Im zweiten Artikel werden intelligente dezentrale Energiesysteme als Schlüssel für eine zukunftsfähige Versorgung von Gewerbe, Industrie und Quartieren vorgestellt. Durch die lokale Kopplung von Strom, Wärme, Kälte und Mobilität lassen sich Betriebskosten und CO₂-Emissionen senken. Am Beispiel eines Reallabors am Fraunhofer IISB in Erlangen wird aufgezeigt, wie Systemsimulationen und digitale Zwillinge die Planung und Betriebsoptimierung absichern.

Der dritte Beitrag befasst sich mit dem sommerlichen Wärmeschutz für moderne Glasfassaden. Die DIN 4108-2 enthält hierzu Anforderungen an den sommerlichen Wärmeschutz. Eine zentrale Kenngröße ist dabei der Gesamtenergiedurchlassgrad (gtot-Wert) des Gesamtsystems. In der Praxis setzen Planer vor allem auf automatisierte, außenliegende Verschattungen in Kombination mit intelligenter Steuerung und Nachtlüftung um ein Überhitzen der Räume und hohe Kühlkosten zu vermeiden.

Der vierte Beitrag befasst sich mit digitalen Mitarbeiterausweisen auf dem Smartphone in der Zutrittskontrolle. Sie ermöglichen die zentrale Vergabe und Verwaltung von Berechtigungen und verringern den Administrationsaufwand. Da ein Komplettaustausch gewachsener Zutrittssysteme mit hohen Kosten und Betriebsrisiken verbunden ist, empfiehlt sich eine schrittweise Modernisierung über Multi-Technologie-Leser.

Der fünfte Artikel informiert über die bevorstehende 2G-Netzabschaltung bis 2028. Da GSM-basierte Alarmmeldungen künftig nicht mehr übertragen werden, müssen insbesondere ältere 2G-basierte Übertragungsgeräte und Übertragungsmodule rechtzeitig überprüft und gegebenenfalls ersetzt werden, um Ausfälle und Risiken beim Versicherungsschutz zu vermeiden.

Abschließend stellt die DGWZ ihr neues Seminar “Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten (EFKffT)” vor, das aus einem fünftägigen Online-Theorieseminar und einem fünftägigen Praxisseminar in Präsenz besteht. Es richtet sich an Personen mit abgeschlossener technischer Berufsausbildung ohne Elektroausbildung, darunter Mechaniker, Mechatroniker, Hausmeister oder Servicetechniker, und vermittelt die Qualifikation zur eigenverantwortlichen Durchführung festgelegter elektrotechnischer Arbeiten.

Der Planerbrief kann auf der Website www.planerbrief.de kostenlos abonniert und heruntergeladen werden. Mit dem Planerbrief informiert die DGWZ alle zwei Monate unabhängig und neutral über neue Vorschriften, Technologien und Veranstaltungen zu Planung, Errichtung und Betrieb von Technischer Gebäudeausrüstung (TGA). Der nächste Planerbrief Nr. 62 erscheint am 1. November 2026.

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