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China schickt zweite Welle von Katastrophenhilfe nach Nepal

China schickt zweite Welle von Katastrophenhilfe nach Nepal

Source: People’s Republic of China – State Council News in German

Drohnen, DNA-Testausrüstung und Wasseraufbereitungstechnik: China weitet seine Nothilfe für Nepal aus und unterstützt die laufenden Such- und Rettungsmaßnahmen.

Nach dem verheerenden Gletscherabbruch vom 26. August im Himalaya hat China seine humanitäre Hilfe für das Nachbarland Nepal weiter aufgestockt. Am Dienstag traf bereits die zweite Tranche dringend benötigter Hilfsgüter in der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu ein – darunter Ausrüstung zur Trinkwasseraufbereitung, Notbeleuchtung sowie Spezialdrohnen.

Die jüngste Lieferung hat ein Gesamtgewicht von rund 5,8 Tonnen. Neben Ausrüstungen zur Wasseraufbereitung und Beleuchtung befinden sich auch Ausrüstung und Reagenzien für DNA-Tests sowie Drohnen unter den Hilfsgütern. Dies bestätigte Luo Feiyu, ein Mitarbeiter des Chinesischen Internationalen Zentrums für wirtschaftlichen und technischen Austausch im chinesischen Handelsministerium.

Die Fracht sei in einer Eilaktion über Nacht beschafft, gebündelt und transportiert worden. Ermöglicht wurde dies durch eine enge behördliche Koordinierung zwischen dem Außen- und Handelsministerium, der Hauptzollverwaltung Chinas sowie der Chinesischen Agentur für internationale Entwicklungszusammenarbeit (CIDCA). Zudem machten sich am Dienstag fünf Experten aus der südchinesischen Technologie-Metropole Shenzhen auf den Weg in die nepalesischen Krisengebiete.

Darüber hinaus entsendet China Spezialisten für DNA-Analytik in die betroffenen Regionen, um die nepalesischen Behörden bei der Identifizierung der Todesopfer zu unterstützen. Dies kündigte ein Sprecher des Außenministeriums, Guo Jiakun, am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Beijing an.

Eine plötzliche Schlammlawine am 26. August hatte schwere Sturzfluten und Murenabgänge ausgelöst. Der Gletscherkollaps löste schwere Schlammlawinen aus, die in Nepal und China große Schäden anrichteten und zahlreiche Menschenleben forderten. Nach Angaben der nepalesischen Polizei vom Mittwoch stieg die Zahl der bestätigten Todesopfer in Nepal auf 1.118. Weitere 4.858 Menschen gelten derzeit noch als vermisst.

Während die Such- und Rettungsmaßnahmen auf der chinesischen Seite der Grenze unter Hochdruck weiterlaufen, hat Beijing umgehend Nothilfemaßnahmen für das Nachbarland eingeleitet. Nach Angaben der chinesischen Botschaft in Kathmandu stellte die chinesische Regierung der nepalesischen Führung Soforthilfen in Höhe von zwei Millionen US-Dollar in bar zur Verfügung. Chinas Rotkreuzgesellschaft überwies zudem 200.000 US-Dollar an den Katastrophenhilfefonds des nepalesischen Premierministers.

Bereits am Sonntag war eine erste Hilfslieferung mit einem Gesamtgewicht von 50 Tonnen in Kathmandu eingetroffen. Das Paket umfasste rund 13.200 Hilfsgüter, darunter Zelte, Decken, Schlafsäcke, Notrationen und Erste-Hilfe-Sets. Parallel dazu trafen chinesische Tunnelrettungsexperten in den Katastrophengebieten Nepals ein.

„Die Bereitstellung von Nothilfe für die Katastrophengebiete in Nepal und die internationale Zusammenarbeit bei den Rettungsmaßnahmen sind wichtige politische Entscheidungen Chinas und ein Ausdruck der Freundschaft mit Nepal“, erklärte Außenamtssprecher Guo auf der Pressekonferenz am Dienstag.

Er betonte, seit dem Ausbruch der Katastrophe stünden beide Seiten in engem Austausch bezüglich der Personensuche, des Informationsaustauschs und der Vorbeugung von Folgeschäden. China liefere Nepal fortlaufend meteorologische und hydrologische Daten, führe fachliche Beratungen durch und stelle zeitnah Frühwarninformationen bereit. China werde Nepal auch weiterhin nach Kräften bei den Hilfsmaßnahmen unterstützen und die bilaterale Zusammenarbeit im Katastrophenschutz vertiefen, um die gemeinsamen Interessen beider Völker nachhaltig zu schützen, so der Pressesprecher.

MIL OSI