Post

Häufigste Pannenursache bleibt die 12-Volt-Batterie: Fast die Hälfte aller Einsätze der Pannenhilfe geht allein auf dieses Bauteil zurück

Häufigste Pannenursache bleibt die 12-Volt-Batterie: Fast die Hälfte aller Einsätze der Pannenhilfe geht allein auf dieses Bauteil zurück

Source: Deutsche Nachrichten
Bei Pannen im Straßenverkehr steht seit Jahren dasselbe Bauteil an erster Stelle. Laut der ADAC Pannenstatistik 2026 geht fast die Hälfte aller Einsätze der Pannenhilfe auf einen Defekt der 12-Volt-Batterie zurück, und zwar unabhängig davon, ob ein Verbrenner oder ein Elektroauto liegen bleibt. Insgesamt rückten die Helfer fast 3,7 Millionen Mal aus, 1,6 Prozent häufiger als im Vorjahr. Die havarierten Fahrzeuge waren im Schnitt knapp 14 Jahre alt. Veröffentlicht wurde die Auswertung am 23. April 2026.

Das Bordnetz trägt heute mehr als früher

An der Batterie hängt inzwischen deutlich mehr als der Anlasser. Steuergeräte, Funkschlüssel und Alarmanlagen ziehen auch dann Strom, wenn niemand im Fahrzeug sitzt — jede zusätzliche Dauerlast verlängert diese Liste.

Das betrifft auch nachgerüstete Geräte, die im Stand aktiv bleiben sollen. Wie eine Aufnahme im geparkten Fahrzeug überhaupt ausgelöst wird, erklärt der Blick auf Endlosaufnahme und Beschleunigungssensor — und damit auch, wie lange ein Gerät wach sein muss.

„Fast jede zweite Panne hat dieselbe Ursache, und sie ist die am leichtesten vermeidbare von allen. Wer Verbraucher nachrüstet, sollte wissen, was sie im Stand ziehen“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.

Was die Auswertung ausweist

Nach Angaben des ADAC ergibt sich folgendes Bild:

  • Die Pannenhilfe rückte 2025 fast 3,7 Millionen Mal aus, 1,6 Prozent häufiger als im Vorjahr.
  • Fast die Hälfte aller Fälle geht auf einen Defekt der 12-Volt-Batterie zurück.
  • Die Ursache liegt unabhängig von der Antriebsart vorn.
  • Havarierte Fahrzeuge waren im Schnitt knapp 14 Jahre alt.
  • Bei vier Jahre alten Fahrzeugen lag die Pannenkennziffer für Elektroautos bei 6,5, für Verbrenner bei 12,5.

Elektroautos schneiden besser ab — und hängen an derselben Batterie

Überraschend an dem Vergleich ist weniger die Richtung als das gemeinsame Bauteil. Auch ein Elektroauto besitzt eine 12-Volt-Batterie für Steuergeräte und Bordelektronik, und auch dort ist sie die häufigste Pannenursache.

Die Antriebsbatterie ist davon unberührt. Wer einen Ausfall dieser Bauart erlebt, hat kein Antriebsproblem, sondern eine leere Versorgungsbatterie — der Unterschied ist für die Werkstattrechnung erheblich.

Wer nachrüstet, plant die Stromversorgung mit

Ein zusätzliches Gerät im Fahrzeug ist zuerst ein zusätzlicher Verbraucher. Ob es dauerhaft angeschlossen wird, über einen Zwischenspeicher läuft oder sich nach einer Ruhezeit selbst abschaltet, entscheidet über die Belastung im Stand.

Eine zweite praktische Frage betrifft die Bedienung ohne Bildschirm. Wie Aufnahmen ohne Umbau aus dem Gerät kommen, hängt an der Übertragung — der Blick auf die drahtlose Verbindung zum Gerät lohnt sich deshalb vor dem Kauf.

Woran sich die nächste Auswertung messen lässt

Der ADAC legt die Statistik jährlich vor. Aussagekräftig wird sein, ob der Anteil der Batteriefälle sinkt, während die Zahl elektrischer Verbraucher im Fahrzeug weiter steigt.

Beide Bewegungen laufen derzeit gegeneinander. Bleibt der Anteil stabil, spricht das für bessere Batterien — sinkt er nicht, war es die Ladetechnik, die mitgewachsen ist.

MIL OSI