Source: Deutsche Nachrichten
Ein vorgelegtes Diplom sagt wenig darüber aus, ob ein akademischer Abschluss tatsächlich erworben wurde. Sogenannte „Diploma Mills” stellen gegen Gebühr täuschend echt wirkende, aber inhaltlich wertlose Titel aus, ohne dass die Kandidatin oder der Kandidat je einen entsprechenden Studiengang absolviert hätte. Validato, Anbieter für Background-Checks und Human Risk Management, warnt davor, akademische Abschlüsse in Bewerbungsverfahren ausschliesslich anhand der vorgelegten Dokumente zu bewerten.
Eine belastbare Education Verification prüft akademische Abschlüsse stattdessen über offizielle Stellen. In der Schweiz ist das insbesondere Swiss ENIC, die nationale Anerkennungsstelle für ausländische Bildungsabschlüsse, ergänzt um den Abgleich der tatsächlich erbrachten ECTS-Punkte. Erst dieser Abgleich zeigt zuverlässig, ob ein Abschluss von einer anerkannten Institution stammt und der behauptete Studienumfang tatsächlich absolviert wurde.
Ein zweiter, oft übersehener Prüfschritt ist laut Validato der Abgleich der Bildungsverifikation mit den angegebenen Beschäftigungszeiträumen. Widersprüche zwischen Studien- und Arbeitszeiten, etwa ein Vollzeitjob während eines angeblich parallel absolvierten Vollzeitstudiums, sind in der Praxis häufig der erste konkrete Hinweis auf einen gefälschten oder aufgewerteten Abschluss, noch bevor die Rückfrage bei der Bildungsinstitution überhaupt erfolgt. Gerade bei internationalen Abschlüssen, bei denen eine direkte Rückfrage bei der ausstellenden Institution zeitaufwändig ist, dient dieser Abgleich der Beschäftigungszeiträume häufig als erster, schneller Plausibilitätscheck.
„Ein gefälschtes Diplom sieht auf den ersten Blick oft überzeugender aus als ein echtes, genau deshalb darf die Prüfung nicht beim Papier aufhören. Erst der Abgleich mit der ausstellenden Institution und der Lebenslauf-Historie zeigt, ob ein Abschluss tatsächlich erworben wurde”, meint André Naef, CEO von Validato. Validato kombiniert die Education Verification deshalb standardmässig mit der Prüfung der Beschäftigungszeiträume, statt beide Module getrennt und unabhängig voneinander anzubieten.
Besonders relevant ist diese Kombination laut Validato für Positionen, bei denen ein akademischer Abschluss formale Voraussetzung ist oder unmittelbar mit fachlicher Verantwortung verknüpft wird, von technischen Fachfunktionen bis zu regulierten Berufen. Validato bietet Education Verification als eines von 18 einzeln wählbaren Screening-Modulen auf einer Plattform mit Schweizer beziehungsweise EU-Serverstandort und ISO-27001-Zertifizierung an, das sich je nach Risikoklassifizierung der Position gezielt zu einer Screening-Strategie hinzufügen lässt.
