Post

Altay-Hemu-Autobahn in Xinjiang erleichtert Touristenanreise zum berühmten Dorf

Altay-Hemu-Autobahn in Xinjiang erleichtert Touristenanreise zum berühmten Dorf

Source: People’s Republic of China – State Council News in German

Ein Jahr nach ihrer Eröffnung hat die Autobahn Altay-Hemu im uigurischen Autonomen Gebiet Xinjiang im Nordwesten Chinas einen stetigen Touristenstrom zum berühmten Kanas-Naturschutzgebiet ermöglicht, was zu einem wirtschaftlichen Aufschwung für die lokalen Gemeinden geführt hat.

Die Autobahn erstreckt sich über 209 Kilometer, durchquert das Altai-Gebirge der Region und verkürzt die Reisezeit von der Stadt Altay in Xinjiang zum Dorf Hemu in Kanas von vorigen sechs auf nur noch drei Stunden.

Die Autobahn beginnt an einem „Kilometer-Null“-Markierungspunkt, der sich längst zu einem beliebten Fotostopp entwickelt hat. Schon am frühen Morgen versammeln sich hier Besucher, bevor sie ihre Fahrt ins Gebirge antreten.

Kurz nach dem Start führt die Strecke in eine spektakuläre Schlucht, mit majestätisch aufragenden Gipfeln, dichten Birken- und Fichtenwäldern und klaren Bächen, die sich durch das Tal schlängeln. An den Rastplätzen entlang der Straße haben Reisende die Möglichkeit, hinabzusteigen zu eiskaltem Schmelzwasser, das von den Gletschern tief im Altai-Gebirge gespeist wird.

Steigt die Straße auf über 2.000 Meter empor, öffnet sich plötzlich die Landschaft. Gletscherseen übersäen das Plateau wie verstreute Edelsteine. In den vergangenen Jahren haben Beweidungsverbote dazu beigetragen, dass sich das Ökosystem erholen konnte, und so offenbart sich heute ein unberührtes Mosaik aus Torfmooren, klaren Seen und üppigen Weiden.

„Die Berge in der Ferne sind mit sattem Grün überzogen, und direkt neben mir liegt ein kleiner See. Mein Freund hat mir eben ein paar Fotos gemacht und sie sind wirklich atemberaubend. Jedes Bild sieht aus wie eine Postkarte“, schwärmt die Touristin Li Yifeng.

Doch die Autobahn ist weit mehr als eine malerische Strecke – sie durchquert auch Grenzkontrollbereiche. Seit ihrer Eröffnung im Jahr 2025 hat sie die Patrouillentätigkeit der Grenzpolizei spürbar erleichtert. Mit der wachsenden Zahl von Sommertouristen entlang der Route übernehmen die Grenzpolizisten jedoch zunehmend auch Aufgaben im Besucherservice und kümmern sich um Notfälle, während sie gleichzeitig die Sicherheit an der Grenze gewährleisten.

„Es lässt einen wirklich nachvollziehen, was die Grenzpolizei durchmacht: Hier zu sein und diesen Posten zu halten. Es ist eine Ehre. Ich habe großen Respekt vor ihnen“, sagte Tong Xiangjun, ein weiterer Besucher.

Hinter der Grenzstation verlässt die Straße das Kontrollgebiet und führt hinaus auf weitläufige Sommerweiden mit sanften alpinen Grasflächen und goldenen Lotusblüten. Schließlich erreicht die Autobahn das Dorf Hemu, ein bekanntes Reiseziel, wo Besucher durch traditionelle Holzhäuser schlendern, lokale Spezialitäten probieren und Ausritte entlang der bewaldeten Flussufer unternehmen können.

„Seit der Eröffnung der Altay-Hemu-Autobahn sind die Besucherzahlen regelrecht explosionsartig gestiegen. Mehr als 60 Prozent der Dorfbewohner, etwa 300 bis 400 Personen, sind in der Pferdereit-Genossenschaft aktiv. An einem guten Tag verdienen wir 500 bis 600 Yuan (umgerechnet etwa 74 bis 89 US-Dollar). Der Tourismus ist für uns ein echter Segen“, berichtet der einheimische Hirte Bu Yundeng.

Die Autobahn hat einen einst abgelegenen Grenzraum im Gebirge in einen lebendigen Korridor für Tourismus und kulturellen Austausch verwandelt. Sie eröffnet den lokalen Gemeinden völlig neue Perspektiven und zeigt zugleich die majestätische Schönheit der unberührten Natur.

MIL OSI