Source: Swiss Kanton Nidwalden News in German
Der Japankäfer (Popillia japonica Newman) ist ein hochschädlicher Quarantäneorganismus, der sowohl als Larve wie auch als erwachsenes Insekt erhebliche Schäden verursacht. Die Larven leben als Engerlinge im Boden und fressen die Wurzeln von Gräsern, was zum Absterben ganzer Flächen führen kann. Besonders gefährdet sind humose und feuchte (bewässerte) Grünflächen, die bevorzugte Eiablageorte darstellen. Die Käfer befallen und gefährden über 400 verschiedene Pflanzenarten, darunter Reben, Obstbäume, Beeren, Gemüse, Mais sowie zahlreiche Zier- und Wildpflanzen wie Ahorn und Linde. Typisch ist der sogenannte Skelettfrass, bei dem nur die Blattadern stehenbleiben. Auch Blüten und Früchte können stark geschädigt werden.
Die regionale Ausbreitung durch Flug kann bis zu 20 Kilometer pro Jahr betragen. Japankäfer können jedoch noch grössere Strecken als «blinde Passagiere» in Fahrzeugen oder Zügen zurücklegen.
Verfügte Massnahmen in Nidwalden
Nachdem in den grenznahen Luzerner Gemeinden Horw, Kriens und Luzern eine Population des Japankäfers nachgewiesen wurde, ist gemäss Vorgabe des Bundes im Kanton Nidwalden eine Pufferzone ausgeschieden worden, zu der weite Teile von Hergiswil und Stansstad gehören. Geringfügig tangiert sind zudem die Gemeinden Ennetbürgen, Ennetmoos und Stans.
Karte Pufferzone
Das Material aus der Grüngutpflege wie Rasenschnitt darf nicht aus der Pufferzone heraus transportiert werden. Ausnahmen bestehen, wenn das Grüngut vor dem Transport getrocknet oder gehäckselt wurde oder wenn das Pflanzmaterial für den Transport insektensicher abgedeckt wird. Die regulären Grüngutentsorgungen der Gemeinden können weiterhin genutzt werden. Die Massnahmen gelten vom 6. August bis 30. September 2026.
Die Pufferzone wird mit zusätzlichen Japankäferfallen überwacht.
Verdächtige Käfer bitte einfangen, einfrieren und zusammen mit einem Foto, den Angaben zum Fundort und Ihren Kontaktangaben senden an landwirtschaft@nw.ch.
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