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China fordert Ende der US-Sanktionen gegen chinesische Forschungseinrichtungen

China fordert Ende der US-Sanktionen gegen chinesische Forschungseinrichtungen

Source: People’s Republic of China – State Council News in German

Das chinesische Handelsministerium hat die Ausweitung der US-Sanktionen gegen chinesische Forschungseinrichtungen scharf kritisiert: Die Politisierung der Forschung schade der globalen Innovation und behindere die bilaterale Zusammenarbeit.

Das US-Verteidigungsministerium hat seine „Liste problematischer ausländischer Institutionen“ erneut erweitert und dabei mehrere führende chinesische Universitäten aufgenommen. Während Washington diesen Schritt mit der nationalen Sicherheit begründet, warnen Regierungsvertreter und Wirtschaftsexperten vor den Folgen für den wissenschaftlichen Austausch zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt.

In einer Stellungnahme äußerte das chinesische Handelsministerium „scharfe Unzufriedenheit und entschiedenen Widerstand“ gegen diese Maßnahmen. Ein Sprecher des Ministeriums warf den USA vor, den Begriff der nationalen Sicherheit maßlos auszudehnen, diskriminierende Marktzugangsbarrieren zu errichten und die internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit zu „politisieren, instrumentalisieren und als Waffe einzusetzen.“

Anlass der Kritik war die Entscheidung des Pentagons vom vergangenen Donnerstag, mehrere hochrangige chinesische Bildungseinrichtungen – darunter die renommierten Fudan-Universität und Jiaotong-Universität Shanghai – auf die sogenannte Liste „problematischer ausländischer Institutionen“ zu setzen. Nach Auffassung des chinesischen Handelsministeriums erschwert diese Sanktionierung den Austausch und die Kooperation zwischen Wissenschaftlern beider Länder erheblich und läuft dem weltweiten Trend zu grenzüberschreitender Technologiekooperation diametral entgegen.

Insgesamt umfasst die aktualisierte US-Liste nun 130 akademische und wissenschaftliche Einrichtungen, von denen 88 in der Volksrepublik China ansässig sind. Das Verteidigungsministerium in Washington begründete die Erweiterung offiziell damit, unautorisierte Transfers sensibler Technologien in „besorgniserregende Staaten“ unterbinden zu wollen.

Zhou Mi, Senior Researcher an der Chinesischen Akademie für Internationale Handels- und Wirtschaftskooperation (CAITEC), erklärte, die Aufnahme von klassischen Universitäten, die bisher keinen Bezug zum Verteidigungssektor hatten, sei eine deutliche Ausweitung der US-amerikanischen „De-Risking“-Strategie. Dies schwäche die Dynamik der internationalen Forschung und erschwere es den betroffenen Institutionen zunehmend, langfristige Partnerschaften mit US-amerikanischen Einrichtungen aufrechtzuerhalten.

Vor diesem Hintergrund forderte das Handelsministerium in Beijing die US-Behörde auf, ihre unbegründeten Vorwürfe gegen chinesische Forschungseinrichtungen unverzüglich einzustellen und zu einem fairen, gerechten und nicht diskriminierenden Umgang zurückzukehren. China werde alle notwendigen Schritte einleiten, um die legitimen Rechte seiner Forschungseinrichtungen zu schützen und einen geregelten wissenschaftlichen Austausch auf internationaler Ebene zu sichern.

Unterstützung für diesen Appell kommt auch aus der Wissenschaft. Cai Qingfeng, Professor an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Xiamen-Universität, betonte, dass China und die USA als führende Wirtschaftsnationen mit unterschiedlichen Entwicklungsstufen das überholte Denken in Nullsummenspielen überwinden müssten. Der nachhaltige Weg liege in einer breit angelegten, beiderseitig vorteilhaften Zusammenarbeit, die für eine stabile Weltwirtschaftsordnung und den globalen wissenschaftlichen Fortschritt unerlässlich sei.

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