Source: People’s Republic of China – State Council News in German
Am 6. Juli britischer Ortszeit wurden in Derby, Großbritannien, der Investitionswertindex im Pazifischen Raum (PRIVI) und der Lebenssicherheitsindex im Pazifischen Raum (PRLSI) offiziell veröffentlicht. Die beiden Indizes wurden gemeinsam von der International Business School der University of Derby, dem Pudong Research Institute – einem Thinktank der Shanghaier Universitäten, und dem Center for International Development of Traditional Chinese Medicine der Shanghai University of Traditional Chinese Medicine initiiert und erstellt. Knapp 50 Vertreter von Universitäten, Finanzinstituten, Unternehmen und Thinktanks aus Großbritannien, Irland, China und anderen Ländern nahmen an der Veranstaltung teil und führten intensive Gespräche über Themen wie den langfristigen Investitionswert, regionale Lebenssicherheit und globale nachhaltige Entwicklung.
Die beiden Indizes konzentrieren sich jeweils auf zwei globale Themen: langfristigen Investitionswert und die Lebenssicherheits-Governance. Sie sollen ein systematisches Bewertungsinstrument für die Pazifikregion und sogar die ganze Welt bereitstellen, das sowohl die wirtschaftliche Entwicklung als auch die öffentliche Sicherheit berücksichtigt. Ziel ist es, internationale Investitionsentscheidungen mit stärkerem Fokus auf langfristige Wertschöpfung zu fördern und vergleichbare und nachvollziehbare quantitative Referenzwerte für die regionale Lebenssicherheits-Governance zu liefern. Dadurch bieten sie neue Entscheidungsunterstützung für die globale nachhaltige Entwicklung und internationale Zusammenarbeit.
PRIVI konzentriert sich auf langfristigen Investitionswert
Der Wandel der geoökonomischen Lage, die Restrukturierung globaler Lieferketten, die Verschärfung des Klimawandels und die rasante Entwicklung künstlicher Intelligenz (KI) verändern heutzutage gemeinsam die Logik der globalen Kapitalallokation. Traditionelle nationale Investitionsbewertungssysteme konzentrieren sich hauptsächlich auf die kurzfristige Wirtschaftsleistung und das Staatskreditrisiko und können deshalb die langfristigen Faktoren, die die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit beeinflussen, nicht mehr vollständig abbilden. Vor diesem Hintergrund ist der PRIVI zustande gekommen. Ziel ist es, einen systematischeren und zukunftsorientierteren nationalen Rahmen für die Bewertung des langfristigen Investitionswerts zu schaffen sowie neue Analyseinstrumente für die langfristige Kapitalallokation bereitzustellen.
Die Auswertungsergebnisse von 2026 zeigen, dass Kanada, China, Südkorea und die Vereinigten Staaten in die Kategorie A+ aufgestiegen sind und damit zu den führenden Volkswirtschaften im Pazifikraum hinsichtlich des langfristigen Investitionswerts geworden sind. Australien, Japan und Singapur erreichten die Kategorie A und zeigten ein relativ starkes langfristiges Investitionspotenzial.
*Hinweis: Innerhalb derselben Stufe sind die Volkswirtschaften alphabetisch nach den offiziellen englischen Ländernamen geordnet.
Zwischen 2015 und 2025 haben sich die PRIVI-Gesamtwerte der meisten Volkswirtschaften verbessert, die Wachstumsraten jedoch deutlich variieren: Schwellen- und Entwicklungsländer holten im Allgemeinen schneller auf, während sich entwickelte Länder von einem hohen Niveau stetig verbesserten. Obwohl kleine Inselentwicklungsländer (SIDS) im Pazifikraum höhere Wachstumsraten haben, basieren diese jedoch im Allgemeinen auf einem niedrigen Niveau und sehen sich weiterhin zunehmend gravierenden Klimarisiken gegenüber.
Was die entwickelten Volkswirtschaften betrifft, behaupten sie im Allgemeinen ihre führende Position in der Region. Die sieben entwickelten Volkswirtschaften verzeichneten im vergangenen Jahrzehnt einen durchschnittlichen Anstieg ihrer Gesamtpunktzahl um etwa 11,8 Prozent, jedoch hat sich die interne Wachstumsdynamik auseinanderentwickelt. Im Vergleich zur stetigen Verbesserung der entwickelten Volkswirtschaften haben Schwellen- und Entwicklungsvolkswirtschaften eine stärkere Aufholdynamik gezeigt. Die 21 Schwellen- und Entwicklungsvolkswirtschaften weisen die konzentrierteste Verbesserung der regionalen langfristigen Investitionskapazität auf. Deren durchschnittliche Wachstumsrate ist etwas höher als die der entwickelten Volkswirtschaften, was einen deutlichen Aufholtrend erkennen lässt.
Gleichzeitig ist Chinas Leistung besonders bemerkenswert. Als einzige Schwellenwirtschaft in der Kategorie A+ hat China seine langfristigen Vorteile in den Bereichen KI, technologischer Innovation, grüner und kohlenstoffarmer Transformation sowie dem Aufbau eines modernen Industriesystems kontinuierlich ausgebaut. Seine Gesamtpunktzahl ist im letzten Jahrzehnt um rund 24,9 Prozent gestiegen und zählt damit zu den Ländern mit der höchsten Wachstumsrate. Dies unterstreicht die starke Entwicklungsdynamik beim Klimawandel und der technologischen Innovation.
Die Lebenssicherheit im Pazifischen Raum bleibt allgemein stabil, die Indexwerte der einzelnen Länder sinken jedoch von Jahr zu Jahr
Der Lebenssicherheitsindex im Pazifischen Raum wird seit seiner ersten Veröffentlichung im Jahr 2023 vier Jahre in Folge veröffentlicht. Im Vergleich zu den Vorjahren sind die durchschnittlichen und die Medianwerte der Lebenssicherheit in den Ländern des Pazifischen Raums jährlich gesunken, während sich die Differenz zwischen den höchsten und niedrigsten Werten verringert.
Die Gesundheitsdimension spiegelt die Harmonie des Lebens wider und gibt Aufschluss über den Schutz von Leben und Gesundheit durch öffentliche Gesundheitssysteme, die Leistungsfähigkeit der sozialen Organisation und die Verteilung medizinischer Ressourcen. Im Vergleich zu 22,48 Punkten im Vorjahr sank der Gesamtindexwert der Gesundheitsdimension 2026 leicht auf durchschnittlich 22,12 Punkte, liegt jedoch höher als 21,85 Punkte im Jahr 2024. Die zehn Länder mit den höchsten Werten sind relativ stabil und haben sich im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert. Darunter befinden sich sechs Länder aus Asien, zwei aus Ozeanien und zwei aus Amerika. Die zehn Länder mit den niedrigsten Werten sind hauptsächlich pazifische Inselstaaten, die übrigen sind asiatische Länder. Die Gesundheitsdimension deutet darauf hin: Die Fähigkeit, das Leben und die Gesundheit des Einzelnen im Pazifikraum zu schützen, hat sich generell verschlechtert, insbesondere in den pazifischen Inselstaaten, wo die medizinische Versorgung und die Gesundheitsbedingungen weiterhin verbessert werden müssen.
Die Naturdimension spiegelt die Harmonie zwischen Mensch und Natur wider und hebt die Auswirkungen natürlicher Umweltbedingungen und Katastrophenrisiken auf die Lebenssicherheit hervor. Im Jahr 2026 sank der Wert der Naturdimension weiter auf einen Durchschnittswert von 10,97. Von den zehn Ländern mit den höchsten Werten liegen fünf in Ozeanien, vier in Asien und eins in Amerika. Die zehn Länder mit den niedrigsten Werten liegen überwiegend in Amerika. Die Naturdimension deutet darauf hin, dass die natürliche Umwelt sehr instabil ist und ihre Schäden für den Menschen schwer vorherzusagen sind. Bedrohungen für die Sicherheit des Lebens können jedoch durch die Verbesserung der Katastrophenprävention und -bewältigung verringert werden.
Die soziale Dimension verkörpert die Harmonie zwischen Staaten und spiegelt die Auswirkungen der sozialen Struktur, der politischen Ordnung und der öffentlichen Governance auf die Lebenssicherheit wider. Der durchschnittliche Indexwert für die soziale Dimension beträgt im Jahr 2026 13,41 und ist seit 2024 kontinuierlich gestiegen. Zu den zehn bestplatzierten Ländern zählen sieben in Asien, zwei in Amerika und eins in Ozeanien. Die zehn Länder mit den niedrigsten Werten liegen vor allem in Ozeanien. Diese Dimension deutet deshalb darauf hin, dass die Stabilität einen deutlichen Einfluss auf die soziale Dimension hat und die Verbesserung der sozialen Stabilität zum Schutz der Lebenssicherheit beiträgt.
Die psychologische Dimension spiegelt die Harmonie zwischen Geist und Körper wider und hebt die Auswirkungen der psychischen Gesundheit und sozialer Unterstützungssysteme auf das Leben hervor. Im Jahr 2026 sank der Wert der psychologischen Dimension weiter auf einen Durchschnittswert von 9,6. Von den zehn führenden Ländern stammen vier aus Asien, vier aus Amerika und zwei aus Ozeanien. Acht der zehn schlechtesten Länder in dieser Dimension sind pazifische Inselstaaten. Japan verzeichnet dabei einen deutlichen Rückgang von Platz 11 im Jahr 2025 auf Platz 27, hauptsächlich aufgrund eines erheblichen Rückgangs seines Glücksindex. Daraus ergibt sich die Schlussfolgerung, dass die Werte der psychologischen Dimensionen in den Pazifikstaaten weiterhin sinken, was von allen Ländern Wachsamkeit erfordert, insbesondere die Notwendigkeit, Maßnahmen zur Verbesserung des öffentlichen Wohlbefindens zu ergreifen.
Singapur belegt mit 79,06 Punkten den ersten Platz; China mit 74,66 Punkten den zweiten und Südkorea mit 73,56 Punkten den dritten. Von den zehn führenden Ländern stammen sieben aus Asien, zwei aus Ozeanien und eins aus Amerika. Die zehn schlechtesten Länder sind hauptsächlich pazifische Inselstaaten.
Die internationale Lage verändert sich im laufenden Jahr tiefgreifend. Häufige regionale Konflikte und politische Instabilität führen zu erheblicher Unsicherheit und verschärfen Unruhen und Chaos. Der durchschnittliche Wert für die Lebenssicherheit im Pazifikraum ist von 61 im Jahr 2023 auf 56,12 gesunken, mit einem kumulativen Rückgang von 8 Prozent innerhalb von vier Jahren. Auch die Dimensionen Gesundheit, Natur und psychische Gesundheit haben sich gleichzeitig verschlechtert. Lediglich die soziale Dimension verzeichnete eine Erholung, erreichte jedoch noch nicht wieder das Niveau von 2023. Dies spiegelt die komplexen Herausforderungen und den Restrukturierungsdruck der Lebenssicherheits-Governance im Pazifikraum wider. Dazu zählen etwa unzureichende Kapazitäten im öffentlichen Gesundheitswesen, ineffiziente Reaktionen auf Extremwetterereignisse und ein niedriges Niveau der psychischen Gesundheit der Bevölkerung. Lebenssicherheit ist die Grundlage jeder Entwicklung, und der Rückgang des Index spiegelt ein erhöhtes Risiko für das Leben Einzelner wider. Der Lebenssicherheitsindex im Pazifischen Raum ruft alle Länder zu einem harmonischen Zusammenleben auf und fordert sie auf, einen widerstandsfähigeren und zukunftsorientierteren Rahmen für die Sicherheits-Governance im Pazifikraum zu entwickeln, um die Würde und die Hoffnung des Menschenlebens zu schützen.
Akademische und wirtschaftliche Kreise in Großbritannien messen den Indizes Bedeutung bei
Intellektuelle und politische Entscheidungsträger mehrerer britischer Universitäten und Wirtschaftsinstitutionen erklärten, dass die beiden Indizes einen zeitgemäßen und pragmatischen Rahmen für die Neudefinition des langfristigen Investitionswerts bieten. Sie können als Referenz für internationale Investitionsentscheidungen dienen, da Klima, Natur und KI die globalen Kapitalströme neu gestalten.
Professor Vikas Kumar, Vizepräsident für Forschung und Innovation an der Universität Portsmouth, erklärte, dass die Lebenssicherheit eine entscheidende Grundlage für eine langfristige nachhaltige Entwicklung und eine wichtige Garantie für die Vertrauenserhöhung der Investoren darstellt. Langfristiges Kapital konzentriert sich nicht nur auf wirtschaftliche Renditen, sondern auch auf soziale Sicherheit und institutionelles Vertrauen. Die Indizes bieten eine neue analytische Perspektive zum Verständnis des Zusammenhangs zwischen Lebenssicherheit und langfristigen Investitionen.
Professorin Myra Conway, Vizepräsidentin für Forschung an der Universität Derby, ist der Ansicht, dass die Indizes die biologische Vielfalt und das Naturkapital in den Mittelpunkt der Investitionsbewertung stellen, was dazu beiträgt, die Schwächen traditioneller Marktbewertungsmodelle auszugleichen. Es spiegelt auch eine wichtige Weiterentwicklung im internationalen Verständnis von ökonomischem Wert wider.
Professor Nicholas O’Regan, Mitglied der British Academy of Social Sciences und Professor für Strategie, Marketing und Unternehmertum an der Aston Business School der Aston University, meinte, dass die Indizes langfristiges Denken widerspiegeln, welches eine Voraussetzung für Innovation darstellt: Nur durch die Fokussierung auf die langfristige Perspektive ergeben sich größere Chancen für langfristige Innovation, Wertschöpfung und Investition. Die Regierung spiele eine gleichfalls entscheidende Rolle bei der Förderung von Innovation.
Panagiotis Andrikopoulos, Direktor des Centre for Resilient Business and Society und Professor für Finanzen an der Coventry University, ist davon überzeugt, dass die Einbeziehung von Klima, Biodiversität und Naturkapital in den nationalen Rahmen für die Investitionswertanalyse von großer praktischer Bedeutung ist, um die wichtigen Herausforderungen der langfristigen Investitionswertbewertung zu bewältigen.
Professor Qile (Horace) He, Mitglied der British Academy of Social Sciences und Professor für Strategie- und Leistungsmanagement an der Universität Derby, erklärte, dass die Indizes das Konzept des langfristigen Denkens mit den Entwicklungspraktiken des Pazifikraums verbinden, was die große Bedeutung der chinesisch-britischen Zusammenarbeit bei der gemeinsamen Entwicklung eines Systems zur Bewertung des langfristigen Investitionswerts unterstreicht und zudem einen neuen analytischen Rahmen für die langfristige Kapitalallokation bietet.
Alexandra Charles, Interimsdirektorin der Derby International Business School, sagte, die Indizes seien nicht nur ein Forschungsergebnis, sondern bieten auch einen neuen didaktischen Rahmen für die internationale Wirtschaftsausbildung, der den Studierenden helfen könne, künftige wirtschaftliche Entwicklungen und Investitionsentscheidungen aus einer systematischeren und langfristigeren Perspektive zu verstehen.
Rick Blackmore, Direktor für Politik und Einblicke bei der Handelskammer East Midlands, erklärte, dass die Indizes, die den Investitionswert langfristig über zehn oder zwanzig Jahre betrachten, das Vertrauen der Anleger stärken und Unternehmen helfen, die langfristigen Auswirkungen des Klimawandels, der Biodiversität und der technologischen Transformation im Hinblick auf globale Lieferketten und regionale Verbindungen vorherzusehen.
Das Forschungs- und Entwicklungsteam stellte vor, dass die beiden Indizes auch in Zukunft veröffentlicht werden sollen. Dabei sollen das Datensystem und die Bewertungsmethoden kontinuierlich verbessert werden, die internationale Zusammenarbeit soll vertieft und der akademische Austausch gefördert werden. Mit großen Anstrengungen werden die beiden Indizes zu öffentlichen Gütern entwickelt, die der nachhaltigen Entwicklung des Pazifikraums und der Welt dienen sollen.
