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Fünfjahresplan zur Ankurbelung des Konsums verabschiedet

Fünfjahresplan zur Ankurbelung des Konsums verabschiedet

Source: People’s Republic of China – State Council News in German

China hat seinen ersten Fünfjahresplan zur gezielten Förderung des Konsums vorgelegt – ein strategischer Schritt, um den privaten Verbrauch zu einem stärkeren Motor des Wirtschaftswachstums zu machen. Experten und Unternehmensvertreter werteten dies als Signal für den Aufbau einer widerstandsfähigeren und nachfragegetriebenen Volkswirtschaft bis 2030.

Der vom Staatsrat gebilligte und am Montag veröffentlichte Plan sieht vor, dass der Einzelhandelsumsatz in China bis 2030 voraussichtlich die Marke von 60 Billionen Yuan (8,85 Billionen US-Dollar) erreichen wird. Die Konsumquote der privaten Haushalte soll gleichzeitig deutlich steigen.

Bereits im Jahr 2025 hatte der Einzelhandelsumsatz mit 50,1 Billionen Yuan (7,37 Billionen US-Dollar) erstmals die Schwelle von 50 Billionen überschritten, wie Daten des Nationalen Statistikamts (NSB) zeigen.

Der von der Nationalen Kommission für Entwicklung und Reform (NDRC) sowie dem Handelsministerium gemeinsam erarbeitete Plan definiert die zentralen Schwerpunkte zur Konsumförderung im 15. Fünfjahresplan (2026–2030). Dazu zählen der Ausbau von Dienstleistungen, die Förderung des Upgrades von Gütern sowie die Entwicklung neuer Konsumformen, -modelle und -szenarien.

Zhou Mi, leitender Forscher an der Chinesischen Akademie für Internationalen Handel und Wirtschaftliche Zusammenarbeit, erklärte, der Konsum müsse im Zuge der angestrebten qualitativen Entwicklung eine noch gewichtigere Rolle als Wachstumstreiber übernehmen.

Diesen Kurs bestätigte auch Huang Yiping, Dekan der National School of Development der Peking-Universität, Ende Juni: China habe trotz wachsender Herausforderungen Fortschritte bei der Neuausrichtung seiner Wirtschaft erzielt, dennoch seien stärkere Anstrengungen zur Ausweitung der Binnennachfrage erforderlich.

„China muss den Konsum ankurbeln – und das in einer noch aktiveren Weise“, sagte Huang.

Zhou betonte, der neue Plan werde die Kontinuität der Wirtschaftspolitik stärken und die Grundlage für nachhaltige Konsumförderung sowie ein besseres Umfeld für private Ausgaben in den kommenden Jahren schaffen.

Als erster Fünfjahresplan, der sich ausschließlich der Konsumförderung widmet, legt das Papier besonderes Gewicht auf die Stärkung der Kaufkraft der Haushalte – durch hochwertige und umfassende Beschäftigung, stetige Einkommenszuwächse sowie ein robusteres und nachhaltigeres Sozialsystem.

Dai Mingfeng, Forscher an derselben Akademie, wies darauf hin, dass der Plan über herkömmliche Konsummaßnahmen hinausgehe, indem er einen umfassenden Politikrahmen schaffe, der sowohl das Angebot als auch das Konsumumfeld adressiere.

Darüber hinaus sieht der Plan den Ausbau von Dienstleistungen in Bereichen wie Altenpflege, Kinderbetreuung, Gesundheitswesen, Kultur, Tourismus, Sport und Bildung vor. Zugleich werden Maßnahmen zur Förderung neuer Wachstumsimpulse skizziert – unter anderem durch die beschleunigte Entwicklung von digitalem, grünem, erlebnisorientiertem und Incoming-Tourismus.

Die Ausrichtung der Politik findet auch bei multinationalen Unternehmen Anklang und stärkt deren Vertrauen in den chinesischen Markt sowie ihr Bekenntnis zu langfristigem Engagement in China.

Winnie Ma, Präsidentin für die Region Asien-Pazifik beim Bekleidungs- und Schuhkonzern VF Corporation, erklärte, die Bemühungen zur Stärkung der Binnennachfrage trügen dazu bei, das Vertrauen der Verbraucher zu festigen und multinationalen Unternehmen breitere Möglichkeiten zu eröffnen – zumal die Nachfrage nach Produkten und Erlebnissen in den Bereichen Gesundheit, Outdoor und Lifestyle weiter steige.

Auch im Technologiesektor zeichnen sich vergleichbare Veränderungen ab. Wolf Jiang, Vizepräsident von Logitech, sagte, dass chinesische Verbraucher zunehmend über den Preis hinausblickten und stattdessen größeren Wert auf Qualität, Leistung, Design und Nutzererlebnis legten.

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