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Warum sich junge Menschen aus aller Welt für Chinas immaterielles Kulturerbe begeistern

Warum sich junge Menschen aus aller Welt für Chinas immaterielles Kulturerbe begeistern

Source: People’s Republic of China – State Council News in German

Immer mehr junge Menschen aus aller Welt entdecken Chinas immaterielles Kulturerbe für sich – nicht als ferne Exotik, sondern als lebendige Erfahrung. Diese Begeisterung fördert den kulturellen Austausch und schafft eine neue Form der Völkerverständigung über Grenzen hinweg.

Eine Studentin präsentiert in der Yudong-Straße im Bezirk Banan von Chongqing ihre selbst gefertigten Werke. (Foto vom 15. Mai 2026, Huang Wei/Xinhua)

Während des vergangenen Drachenbootfestes im letzten Monat reisten junge Menschen aus Dutzenden von Ländern nach Zigui in der Provinz Hubei und nach Guangzhou in der Provinz Guangdong, um in die traditionellen Festtagsbräuche einzutauchen, indem sie Zongzi (Reisklöße) packten, Duftbeutel fertigten und an Drachenbootrennen teilnahmen. In den letzten Jahren sind zum Beispiel Mamianqun-Röcke, traditionelle chinesische Wickelröcke aus der Ming- und Qing-Dynastie, immer häufiger im Ausland zu sehen, der elegante Klang der Guqin-Zither erklang sogar auf dem New Yorker Times Square, und lebendige Schattenspielfiguren begeisterten auf zahlreichen Tempelfesten im Ausland. Immer mehr traditionelle Kulturgüter überschreiten die Landesgrenzen und werden zu einem modischen Bindeglied, das junge Menschen aus China und dem Ausland miteinander verbindet und somit den kulturellen Austausch fördert.

Die Beliebtheit des chinesischen immateriellen Kulturerbes bei jungen Menschen aus verschiedenen Ländern liegt darin begründet, dass es sowohl einzigartig als auch inklusiv ist. Im Zeitalter der Globalisierung sehnen sich junge Menschen nach Alternativen zur gleichförmigen Ästhetik. Das vielfältige chinesische immaterielle Kulturerbe entspricht genau den spirituellen Bedürfnissen und ästhetischen Bestrebungen dieser jungen Generation. Anders als standardisierte Fließbandprodukte erfreuen sich handwerkliche Elemente wie Miao-Stickerei, Suzhou-Stickerei oder Batik großer Beliebtheit im Ausland. Entsprechende Themenausstellungen werden stark nachgefragt und bieten junge Menschen einzigartige kulturelle Ausdrucksmittel für ihre Individualität.

Internationale Studierende erleben im Changsha-Museum für immaterielles Kulturerbe die Kunst des Scherenschnitts. (Foto vom 18. April 2024, Chen Sihan/Xinhua)

Anders als oberflächliche Ausstellungen ermöglicht die Alltagsverbundenheit des immateriellen Kulturerbes den jungen Menschen, Kultur hautnah zu erleben. Zahlreiche Erlebnisworkshops im In- und Ausland ziehen eine große Anzahl junger internationaler Teilnehmer an. Sie fertigen selbst Kunstwerke aus Teig, probieren sich im Batik-Färben oder nehmen an Drachenbootwettkämpfen teil. Auf diese Weise wandeln sie sich vom reinen Kulturbeobachter zum aktiven Teilnehmer und Mitgestalter.

Der Erfolg der internationalen Vermittlung des immateriellen Kulturerbes liegt in drei Bereichen: Kommunikation, Praxiserfahrung und Werte.

Was die Kommunikation betrifft, ist die Verbreitungsreichweite des immateriellen Kulturerbes im Ausland ausgeweitet worden. Entsprechend den Gewohnheiten der Generation Z sind auf ausländischen Social Media-Plattformen Multiplikatoren wie internationale Studierende, junge Übersee-Chinesen und ausländische junge Blogger zu sehen, die mit leichten Formaten wie Kurzvideos, Livestreams und Vlogs über Kunstfertigkeiten wie Scherenschnitt, Yingge-Tanz (ein traditioneller Volkstanz), Schattenspiel und Hanfu (traditionelle chinesische Kleidung) sowie über die dazugehörigen kulturellen Geschichten berichten. Gleichzeitig werden digitale Trends aufgegriffen – etwa durch die Erstellung von Designs für immaterielles Kulturerbe mittels AIGC (KI-generierter Inhalte), sodass das Kulturerbe in Unterhaltung und Alltagssituationen eingebettet wird.

Kenianische Studierende führen während der Mondfest-Feier am Konfuzius-Institut der Universität Nairobi einen traditionellen chinesischen Tanz auf. (Foto vom 28. September 2023, Han Xu/Xinhua)

In der Praxiserfahrung wird großer Wert auf starke Interaktivität gelegt. Immersive Erlebniswelten werden geschaffen, die die Vertiefung der emotionalen Wahrnehmung der jungen Menschen fördern. Zum Beispiel werden an ausländischen Hochschulen und in Einkaufszentren Erlebnisstationen für immaterielles Kulturerbe eingerichtet, mit einfachen Praxis-Kursen etwa zur Teezeremonie, zum Zuckerbild-Kunsthandwerk oder zum Knüpfen von Glücksknoten. Internationale Studierende können vor Ort die dahinterstehenden Volksgeschichten und Bräuche begreifen. Zudem finden regelmäßig gemeinsame Kreativaktivitäten unter jungen Menschen aus aller Welt statt, bei denen junge Menschen ihr eigenes ästhetisches Empfinden mit Elementen des immateriellen Kulturerbes verbinden. Beim gemeinsamen Schaffen ist der humanistische Kern des Kulturerbes noch besser nachzuvollziehen.

Auf der Wertebene wird der gemeinsame Kern des immateriellen Kulturerbes tiefer erschlossen. Internationale Studierende neigen dazu, die Inhalte des immateriellen Kulturerbes aus der jeweiligen lokalen Perspektive zu deuten. Werte wie die Harmonie zwischen Mensch und Natur oder der Zusammenhalt und die Inklusivität, die etwa im Taijiquan oder im Drachenbootsport zum Ausdruck kommen, finden bei jungen Menschen ein Echo in deren eigenen spirituellen Bedürfnissen. Gleichzeitig bringen die innovativen Praxisbeispiele junger Chinesen jungen Menschen im Ausland die Lebendigkeit der chinesischen Kultur nahe. Dadurch werden sowohl ein Wertekonsens geschaffen als auch Austauschkanäle geöffnet.

MIL OSI