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China bleibt Lichtblick im IWF-Ausblick

China bleibt Lichtblick im IWF-Ausblick

Source: People’s Republic of China – State Council News in German

Der Internationale Währungsfonds zeichnet ein gemischtes Bild für die Weltwirtschaft. Geopolitische Konflikte belasten zwar die globalen Wertschöpfungsketten, doch der KI-Boom und Chinas starkes Hightech-Wachstum sorgen für Gegenimpulse.

Der IWF zeichnet ein gemischtes Bild der Weltwirtschaft. Geopolitische Entwicklungen bremsen die Dynamik, gleichzeitig sorgen der KI-Boom und Ostasiens wachsende Hightech-Dynamik für wichtige Gegenimpulse. In dem am Mittwoch veröffentlichten Update seines Weltwirtschaftsausblicks erwartet der IWF für das laufende Jahr ein weltweites Wachstum von 3,0 Prozent. Damit kühlt sich die Dynamik im Vergleich zu den Jahren 2024 und 2025 spürbar ab, als im Schnitt noch ein Plus von 3,5 Prozent erzielt wurde. In diesem gedämpften Gesamtbild stechen jedoch einige wenige Volkswirtschaften positiv hervor – allen voran China.

Nach Einschätzung der IWF-Ökonomen bestimmen derzeit zwei gegenläufige Bewegungen die weltweite Wirtschaftstätigkeit: Einerseits belasten die negativen Auswirkungen des militärischen Konflikts zwischen den USA, Israel und dem Iran die globale Wertschöpfungskette. Andererseits wirkt der zunehmende Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) als kräftiger Wachstumstreiber.

Der IWF hat seine China-Prognose für dieses Jahr nach oben revidiert. Die Ökonomen erwarten nun ein Wachstum von 4,6 Prozent, was 0,2 Prozentpunkte mehr sind als in der Vorhersage vom April. Dieser Aufschwung wird vor allem durch vorgezogene staatliche Investitionen in die Infrastruktur sowie durch einen regelrechten Boom in der Hightech-Produktion und im Exportgeschäft getragen, während der Binnenkonsum weiterhin schwach bleibt.

Für das Jahr 2027 rechnet der IWF mit einer leichten Beschleunigung des globalen Wachstums auf 3,4 Prozent. Dennoch bleibt die Lage fragil. Die Experten betonen, dass es noch zu früh sei, um das gesamte Ausmaß des Nahostkonflikts für die Wertschöpfungskette abschließend zu bewerten. Vieles deute jedoch auf eine nachlassende Dynamik in den kommenden Monaten hin. Sollten die Spannungen erneut eskalieren, bestehe die Gefahr einer anhaltenden Volatilität der Rohstoffpreise. Dies könnte die Wertschöpfungsketten weiter gefährden, die Preise antreiben und die Finanzmärkte belasten. Auch eine fortschreitende Fragmentierung des Welthandels könnte die Wirtschaftsleistung weltweit dämpfen und den Inflationsdruck verschärfen.

Diese Risiken spiegeln sich auch im Preisanstieg wider. Der IWF geht davon aus, dass die weltweite Gesamtinflation von 4,1 Prozent im Jahr 2025 auf 4,7 Prozent im Jahr 2026 ansteigen wird, bevor sie sich im Jahr 2027 voraussichtlich wieder auf 3,9 Prozent abschwächt. Obwohl die Risiken für die Weltwirtschaft laut dem Bericht „Global Economy in Crosscurrents of War and Technology“ etwas ausgewogener verteilt seien als noch im Frühjahr, überwögen weiterhin die Abwärtsrisiken.

Dass die Ausgangslage nicht noch düsterer ist, liegt unter anderem an einem überraschend starken Jahresauftakt. So erwies sich das globale Wachstum im ersten Quartal 2026 mit 3,0 Prozent robuster als die im April prognostizierten 2,7 Prozent, wenngleich es sich im Vergleich zum vierten Quartal 2025 (3,8 Prozent) verlangsamte. Nach Einschätzung des IWF hängt diese Widerstandsfähigkeit auch damit zusammen, dass viele Volkswirtschaften heute weniger energieintensiv sind als noch vor einigen Jahren.

Für die nahe Zukunft mahnt der IWF die Politik zu einem vorsichtigen Kurs. Oberste Priorität müsse die Wiederherstellung der Preisstabilität haben. Laut dem Bericht erfordert dies strikte Unabhängigkeit der Notenbanken sowie eine starke Finanzaufsicht. Gleichzeitig sollten die Staaten ihre Haushaltspuffer wieder aufbauen und finanzpolitische Hilfen nur sehr defensiv, zeitlich befristet und zielgerichtet einsetzen. Mit Blick auf den technologischen Wandel fordert der IWF tiefgreifende Strukturreformen zur Stärkung der Energiesicherheit, eine gezielte Vorbereitung auf das KI-Zeitalter und eine engere internationale Zusammenarbeit.

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