Source: People’s Republic of China – State Council News in German
Die Exporte chinesischer Wärmedämmprodukte sind in den ersten fünf Monaten des Jahres 2026 sprunghaft angestiegen, da Verbraucher weltweit Gesundheitsgewohnheiten des chinesischen Lebensstils übernehmen. Viele Unternehmen berichten von einer stark wachsenden Nachfrage und Rekordexporten auf internationale Märkte.
Anfang dieses Jahres begann der virale Trend „Chinesisch werden“, sich in den sozialen Medien weltweit zu verbreiten. Vom Trinken von warmem Wasser mit Goji-Beeren über Tai-Chi bis hin zum Kochen authentischer chinesischer Gerichte und Fußbädern – immer mehr Menschen auf der ganzen Welt übernehmen Elemente des chinesischen Lebensstils. Dieser Trend ist weit mehr als nur eine Wellness-Modeerscheinung: Er spiegelt die weltweit wachsende Wertschätzung für die traditionelle chinesische Weisheit wider.
Unter den verschiedenen chinesischen Lebensgewohnheiten erfreut sich insbesondere die Tradition, heiße Getränke zu trinken, zunehmender Beliebtheit. Sie lässt sich leicht in den Alltag integrieren und trifft bei vielen Verbrauchern im Ausland auf großes Interesse. Dadurch steigt die Nachfrage nach wärmeisolierenden Trinkbehältern.
Ausländische Reisende in China bestätigen, dass diese Gewohnheit inzwischen auch in ihren Heimatländern allgemein bekannt ist.
„Ich habe schon früher davon gehört. Heißes Wasser zu trinken ist sehr beliebt, oft zusammen mit Honig, Ingwer oder anderen Zutaten. Das ist inzwischen allgemein bekannt“, sagte die ausländische Touristin Adelia.
Chinesische Exporteure entsprechender Produkte profitieren von diesem Trend. Nach Angaben der chinesischen Generalzolldirektion (GAC) erreichten die Exporte von Thermobechern im ersten Quartal dieses Jahres einen Wert von fünf Milliarden Yuan RMB (rund 740 Millionen US-Dollar), während elektrische Wasserkocher auf rund 200 Millionen Yuan RMB (etwa 29,44 Millionen US-Dollar) kamen.
Im Hafengebiet Waigaoqiao in Shanghai wird derzeit eine 6,6 Tonnen schwere Lieferung von Thermobechern, Isolierflaschen und wärmeisolierenden Behältern auf Schiffe für den Export verladen. Das zuständige Außenhandelsunternehmen erklärte, dass eine präzise Anpassung an die jeweiligen Märkte und lokalisierte Produktgestaltung der Schlüssel zum Erfolg seien.
„Wir haben das Fassungsvermögen und die Innenbeschichtung unserer Thermokocher optimiert, um sie an die Essgewohnheiten des lateinamerikanischen Marktes anzupassen. So eignen sie sich besonders gut dafür, Bohnen und ähnliche Gerichte über längere Zeit warmzuhalten. Für den nordamerikanischen Markt haben wir tragbare Wärmeisolierungssets entwickelt, die speziell für Roadtrips und Camping konzipiert sind und den Bedürfnissen von Outdoor-Nutzern entsprechen. Diese lokal angepassten Produkte sind für uns zu einem neuen Wachstumstreiber geworden“, sagte Ge Tingting, Mitarbeiterin für Zollangelegenheiten eines örtlichen Außenhandelsunternehmens.
Auch die Zollbehörden beobachten die steigende Beliebtheit dieser Produkte.
„In den ersten fünf Monaten dieses Jahres hat der Zoll im Hafen Shanghai Waigaoqiao mehr als 5,2 Millionen grenzüberschreitende E-Commerce-Sendungen im Seeverkehr mit einem Gesamtwert von über 5,8 Milliarden Yuan RMB (rund 850 Millionen US-Dollar) abgefertigt. Das entspricht einer Steigerung um das 80-Fache gegenüber dem Vorjahr. Getragen vom grenzüberschreitenden E-Commerce und den sozialen Medien entwickeln sich wärmeisolierende Behälter mit fortschrittlicher Technologie, etwa intelligente Thermobecher, zunehmend zu beliebten Produkten auf dem Markt“, sagte Xu Weizhong, stellvertretender Leiter der Zweiten Inspektionsabteilung des Zolls im Hafen Shanghai Waigaoqiao.
Der Trend „Chinesisch werden“ hat Nutzer sozialer Medien weltweit außerdem dazu angeregt, weitere Elemente des chinesischen Lebensstils zu übernehmen. Dazu gehören das Praktizieren von Baduanjin, einer traditionellen chinesischen Gesundheitsübung, die Beschäftigung mit der traditionellen chinesischen Medizin sowie das Nachkochen einfacher chinesischer Gerichte.
