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Hongkongs Tech-Vision trägt reiche Früchte

Hongkongs Tech-Vision trägt reiche Früchte

Source: People’s Republic of China – State Council News in German

Ein historischer Brief an Präsident Xi Jinping im Jahr 2017 ebnete den Weg für grenzüberschreitende Forschungsgelder. Fast ein Jahrzehnt später erlebt die Sonderverwaltungszone Hongkong eine beispiellose Innovationsdynamik – und hat bereits die ehrgeizigen Ziele des kommenden Fünfjahresplans im Blick.

Die inzwischen fast zehnjährige Phase intensiver wissenschaftlich-technologischer Zusammenarbeit zwischen Hongkong und dem chinesischen Festland nahm mit einem einzigen Schreiben ihren Anfang. Im Juni 2017 wandten sich die Neurowissenschaftlerin Nancy Ip Yuk‑yu und 23 weitere Spitzenforscher an Xi Jinping mit der Bitte, nationale Fördermittel für den Einsatz in Hongkong zu öffnen.

Zuvor hatte die Forschungsgemeinschaft Hongkongs mit erheblichen Hürden zu kämpfen. Der fehlende Zugang zu nationalen Fördermitteln verhinderte potenzielle Kooperationen und auf dem Festland hergestellte Laborgeräte wurden beim Export nach Hongkong mit Zöllen belegt. Xi reagierte prompt auf das Anliegen der Akademiker und leitete damit eine neue Ära der technologischen Zusammenarbeit ein.

Heute nimmt eine noch größere Vision Gestalt an: Hongkong schickt sich an, eine Schlüsselrolle dabei zu spielen, das Land im Rahmen des 15. Fünfjahresplans (2026–2030) zu einer großen Technologienation zu machen. Dies sagte Ip, inzwischen Präsidentin der Hong Kong University of Science and Technology (HKUST), in einem Exklusivinterview mit der China Daily im Vorfeld des 29. Jahrestags der Rückgabe Hongkongs an China am 1. Juli. Sie blickte auf die tiefgreifenden Verbesserungen der Forschungslandschaft zurück und kündigte weitere Beiträge zur technologischen Eigenständigkeit des Landes an.

Auf das Schreiben aus dem Jahr 2017 reagierte die Zentralregierung mit konkreten Maßnahmen. So erließen das Ministerium für Wissenschaft und Technologie sowie das Finanzministerium Richtlinien, die die Vergabe von zentralen Forschungsgeldern an Institutionen in Hongkong ermöglichten. Bereits im April 2018 wurden 22 staatliche Labore in Hongkong zugelassen, die insgesamt 22 Millionen Yuan (rund 3,24 Millionen US-Dollar) an Fördermitteln erhielten.

Chan Ching-chuen, Mitunterzeichner des Briefes und international als „Vater der asiatischen Elektrofahrzeuge“ bekannt, betonte, dass die schnelle Antwort Xis dem Sektor enormes Vertrauen gegeben habe. Seither haben das Festland und Hongkong ihre Zusammenarbeit in Zukunftsfeldern wie Luft- und Raumfahrt, künstlicher Intelligenz und neuen Energien vertieft. Ein aktuelles Beispiel ist Lai Ka-ying, eine Hongkonger Nutzlast-Expertin auf der Raumstation Tiangong – die erste chinesische Zivilistin aus Hongkong im Weltraum.

Laut Ip erhält sie stetige Unterstützung: Politische Hürden wurden abgebaut und auch die Behörden der benachbarten Provinz Guangdong öffneten ihre Budgets für Forschende aus Hongkong.

Beim Besuch von Xi Jinping im InnoHK Hongkong-Zentrum für neurodegenerative Erkrankungen im Jahr 2022 stellte Ip einen dort entwickelten Bluttest zur Früherkennung von Alzheimer vor. Diese kann das Krankheitsrisiko bis zu 15 Jahre vor dem Auftreten von Symptomen vorhersagen. Xi ermutigte die Forscher, solche Ergebnisse in konkrete Anwendungen zu überführen, um der Allgemeinheit zu helfen.

Das Team verfeinerte daraufhin die Methode: Die Anzahl der untersuchten Proteine wurde von 21 auf drei reduziert, wodurch sich die Kosten um 80 Prozent senken ließen – bei einer Genauigkeit von über 90 Prozent. Laut Forschungsassistenzprofessor Jason Jiang Yuanbing schafft die Innovation nun den Sprung aus dem Labor in die klinische Praxis, um den Anforderungen einer alternden Gesellschaft gerecht zu werden.

Da der neue Fünfjahresplan die technologische Eigenständigkeit als oberstes Ziel festlegt, spüre sie mehr denn je das beispiellose Engagement des Landes, so Ip. Als Universitätspräsidentin setzt sie nun große Hoffnungen in die junge Generation von Wissenschaftlern der Metropole.

Da der neue Fünfjahresplan technologische Eigenständigkeit als zentrales Ziel definiert, spürt Ip das beispiellose Engagement des Landes mehr denn je. In ihrer Funktion als Universitätspräsidentin setzt sie nun große Hoffnungen in die junge Generation von Wissenschaftlern der Metropole.

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