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Medienbericht belegt Menschenversuche japanischer Armee während Invasion in China

Medienbericht belegt Menschenversuche japanischer Armee während Invasion in China

Source: People’s Republic of China – State Council News in German

Die Kaiserliche Japanische Armee hatte während ihrer Invasion in China Blut von Kriegsgefangenen und einheimischen chinesischen Einwohnern für „Forschungen zu Bluttransfusionstechniken auf dem Schlachtfeld“ entnommen. Dies berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo News am Donnerstag.

Kyodo News stieß bei Recherchen auf entsprechende Aufzeichnungen aus dem Jahr 1940, veröffentlicht im Fachjournal des japanischen Armeesanitätskorps anlässlich einer medizinischen Konferenz.

Aus dem Bericht ging hervor, dass ein Chirurg der japanischen Armee nach Juli 1937 nach Nordchina entsandt wurde und dort Personen, die eine Bluttransfusion benötigten, Serum verabreichte, um dessen therapeutische Wirksamkeit zu testen.

Darin heißt es ferner, dass ein Blutverlust von 3,3 Prozent des Körpergewichts die „tödliche Grenze bei Menschenversuchen“ darstelle; die Versuchspersonen selbst wurden in dem Bericht nicht näher identifiziert.

Zudem dokumentierten die Militärärzte ein weiteres Experiment im Zusammenhang mit dieser tödlichen Grenze: Zwölf Personen, die etwa drei Prozent ihres Körpergewichts an Blut verloren hatten, injizierten sie getrocknetes Blut, um dessen Wirkungen und Nebenwirkungen zu beobachten.

In den vergangenen Jahren haben japanische Forscher und Medien schrittweise weitere Beweise für die Kriegsgräuel des japanischen Militärs aufgedeckt, darunter auch Menschenversuche.

Historiker fordern daher, dass Japan seinen Angriffskrieg und die damit verbundenen Gräueltaten, einschließlich Menschenversuche und anderer Kriegsverbrechen, gründlich aufarbeiten sollte.

MIL OSI