Source: People’s Republic of China – State Council News in German
Die Ausstellungshalle für die Beweise der Verbrechen der japanischen Einheit 731 in China hat bislang unbekannte Dokumente zu Lebendexperimenten veröffentlicht, die die Kaiserlich Japanische Armee während ihrer Besatzung Chinas durchführte. Darunter befinden sich Berichte über die Transfusion von Tierblut in Menschen – ein Vorgang, der in seiner Brutalität selbst für militärmedizinische Forschungen jener Zeit als außergewöhnlich gilt.
Ein in der Ausstellungshalle archivierter Bericht, verfasst vom japanischen Militärchirurgen Tsutomu Saito, belegt, dass japanische Streitkräfte im Jahr 1938 mit Blut von Pferden, Schafen, Hunden, Hasen und Hühnern Lebendexperimente an 23 Kriegsgefangenen durchführten.
Laut Jin Shicheng, Forscher der Ausstellungshalle, wurde der Bericht über xenogenetische Bluttransfusion bei akuten Blutverlusten am 1. August 1940 in einer Zeitschrift des japanischen Armeesanitätskorps veröffentlicht, nachdem die Forschung im März desselben Jahres auf einer japanischen militärmedizinischen Konferenz vorgestellt worden war.
Bei der Erforschung von Erste-Hilfe-Maßnahmen auf dem Schlachtfeld testete die Kaiserlich Japanische Armee eine Vielzahl von Bluttransfusionsmethoden, darunter Konservenblut, Serum, Trockenblut und sogar Blut von Leichen. Auf der Suche nach einer sogenannten „optimalen Lösung“ für die Notfallblutversorgung brachte Saito die Idee auf, frisches Tierblut direkt in menschliche Versuchspersonen zu transfundieren.
Die Aufzeichnungen zeigen, dass japanische Truppen bei Experimenten zu „akutem massivem Blutverlust“ den Zustand der Opfer detailliert protokollierten, nachdem diesen 1.200 bis 2.500 Milliliter Blut entzogen worden waren.
Die Aufzeichnungen beschreiben die Opfer als völlig bewusstlos mit schwerer Zyanose am gesamten Körper. Die Haut nahm eine leichenhafte Färbung an, die Atmung beschleunigte sich und führte schließlich in einen Zustand der Erstickung. Nach der Transfusion von Tierblut schieden einige Opfer blutigen Urin aus, entwickelten hohes Fieber und Schüttelfrost, begleitet von schweren Abstoßungsreaktionen und anderen schwerwiegenden körperlichen Abnormalitäten.
Ein weiterer Forscher, Tan Tian, erläuterte, dass die japanischen Truppen zur Untersuchung der Wirkung artfremden Bluts auf den Gefäßapparat den Opfern die Kehlen aufschnitten, den Blutfluss in der Halsschlagader mit Gefäßklemmen gewaltsam unterbunden und Tierserum direkt in die Arterien Lebender injizierten, um anschließend Blutproben zu entnehmen.
Um die Überlebensdauer von Tierblut im menschlichen Körper zu verfolgen, injizierten sie Hühnerblut in die Versuchspersonen und führten drei aufeinanderfolgende Tage lang mikroskopische Untersuchungen durch.
