Source: Swiss Kanton Nidwalden News in German
22. Juni 2026
Der Kanton Nidwalden zieht nach Abschluss des hochrangigen Treffens zwischen den USA, dem Iran und den vermittelnden Staaten auf dem Bürgenstock Bilanz. Der Anlass konnte unter hohen Schutzanforderungen planmässig durchgeführt werden. Die Sicherheit der Delegationen, der Bevölkerung sowie der beteiligten Einsatzkräfte war während der gesamten Dauer der Veranstaltung gewährleistet. Die Einschränkungen werden nun laufend aufgehoben.
Nach der Absichtserklärung zur Beendigung des Krieges haben sich am 21. und 22. Juni 2026 ranghohe Delegationen der USA, des Irans und der vermittelnden Staaten auf dem Bürgenstock getroffen, um ihre Gespräche zur Umsetzung des Abkommens fortzusetzen. Die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen für das Treffen mit völkerrechtlich geschützten Personen und der Einsatz wurden von der Kantonspolizei Nidwalden in enger Zusammenarbeit mit den Zentralschweizer und weiteren Polizeikorps, den Bundesbehörden, der Armee, weiteren Partnern im Sicherheitsverbund Schweiz sowie internationalen Partnerorganisationen geleitet.
Die hohe internationale Aufmerksamkeit und die dynamische Entwicklung des Zeitpunkts und Standorts für das Treffen stellten alle Beteiligten vor besondere Herausforderungen. Dank der Erfahrung aus der Ukraine-Friedenskonferenz 2024, der bewährten und professionellen Zusammenarbeit unter den Sicherheitspartnern und der Einsatzbereitschaft aller involvierten Stellen konnten die Herausforderungen gemeistert werden. «Die erfolgreiche Durchführung hat gezeigt, dass unsere Sicherheitsorganisation auch unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen leistungsfähig und verlässlich ist», sagt der Nidwaldner Polizeikommandant und Einsatzleiter Stephan Grieder. Er ergänzt: «Besonders eindrücklich war die hohe Einsatzbereitschaft und die effiziente Zusammenarbeit mit den Polizeikorps, mit der Armee und allen weiteren beteiligten Organisationen. Die eingespielten Abläufe im Sicherheitsverbund haben sich erneut bewährt.»
Der Kanton Nidwalden dankt der Bevölkerung für ihr Verständnis gegenüber den notwendigen Sicherheitsmassnahmen und temporären Einschränkungen im öffentlichen Raum. Die Einschränkungen in der Sicherheitszone werden nun laufend aufgehoben. Durch die Abbauarbeiten kann es weiterhin zu Verkehrsbehinderungen und Lärmimmissionen kommen. Die Einschränkungen dienten nicht nur der Sicherheit des Treffens, sondern auch dem Schutz der Bevölkerung. «Die Vorkehrungen waren unumgänglich, wurden aber möglichst massvoll umgesetzt, ohne die Sicherheit zu gefährden», sagt Justiz- und Sicherheitsdirektorin Karin Kayser-Frutschi und betont: «Wir verstehen, dass der Anlass nicht bei allen auf Begeisterung gestossen ist. Gleichzeitig haben wir viel Verständnis gespürt für die ausserordentliche Situation und damit verbundene Unannehmlichkeiten. Dieses Entgegenkommen ist nicht selbstverständlich und verdient Anerkennung.»
Der Kanton Nidwalden zieht insgesamt ein positives Fazit. Der Bürgenstock hat erneut bewiesen, dass er für internationale Konferenzen und hochrangige Treffen hervorragende Voraussetzungen bietet. «Der Einsatz wird nun ausgewertet. Die Erkenntnisse werden in ein künftiges Sicherheitsdispositiv einfliessen», so Stephan Grieder.
Ebenso werden nach Abschluss des Treffens nun die Gesamtkosten für den Sicherheitseinsatz eruiert. Zurzeit liegen noch keine gesicherten Zahlen vor. Karin Kayser-Frutschi zeigt sich zuversichtlich, dass mit dem Bund und den vermittelnden Staaten eine einvernehmliche Lösung für die Mitfinanzierung der entstandenen Sicherheitskosten gefunden wird. Erste Gespräche mit dem Bund haben bereits stattgefunden.
