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Präsenz chinesischer Unternehmen im Ausland wächst

Präsenz chinesischer Unternehmen im Ausland wächst

Source: People’s Republic of China – State Council News in German

„Eine großartige wirtschaftliche und industrielle Chance.“ So beschrieb Maria Jesus Lorenzana, Regionalministerin für Wirtschaft und Industrie der spanischen Region Galicien, ein geplantes Projekt des chinesischen Autoherstellers SAIC Motor zum Bau einer Elektroautofabrik in der Region.

Die Fabrik von Chinas Batteriehersteller CATL in Thüringen (Contemporary Amperex Technology)

Das Projekt wird als eine der „bedeutendsten Industrieinvestitionen in Galicien seit Jahrzehnten“ gepriesen, soll laut lokalen Behörden eine Anfangsinvestition von rund 200 Millionen Euro umfassen und über 2.300 Arbeitsplätze schaffen, bei einer jährlichen Produktionskapazität von etwa 120.000 Fahrzeugen.

Lorenzana sagte, das Projekt könne dazu beitragen, die fortschrittliche Fertigung in einer Region mit langer Automobiltradition zu fördern.

Ein solcher Optimismus ist nicht ohne Präzedenzfall. In Barcelona hat etwa eine Partnerschaft zwischen dem chinesischen Autohersteller Chery und der spanischen Marke Ebro ein ehemaliges Nissan-Werk im Industriegebiet Zona Franca wieder zum Leben erweckt. Es stand zuvor schon jahrelang still, nachdem der Rückzug des japanischen Autoherstellers 2021 die lokalen Arbeitnehmer auf neue Beschäftigungsmöglichkeiten warten gelassen hatte.

Chery brachte dann sein Fertigungs-Know-how ein, während Ebro seine spanische Identität behielt und ein Teil der Produktion unter der Marke Ebro erfolgt. Das Joint Venture beschäftigt mindestens 1.000 Mitarbeiter und bringt seit 2024 Fahrzeuge mit alternativen Antrieben auf den europäischen Markt.

Diese Entwicklungen finden vor dem Hintergrund wiederkehrender Bedenken statt, dass die Expansion chinesischer Unternehmen ins Ausland den Wettbewerb auf den globalen Märkten verschärfen könnte. Branchenexperten sagen jedoch, dass chinesische Unternehmen zunehmend nicht nur als Investoren und Hersteller, sondern auch als Partner bei der Schaffung von Arbeitsplätzen, der Modernisierung der Industrie und der wirtschaftlichen Transformation auftreten.

Bis Ende 2025 gab es laut Handelsministerium über 50.000 chinesische Unternehmen im Ausland, die in 190 Ländern und Regionen tätig waren. Allein im Jahr 2024 erzielten chinesische Unternehmen im Ausland einen Gesamtumsatz von 3,6 Billionen US-Dollar und zahlten 82,1 Milliarden Dollar an Steuern an die Gastländer, während sie zum Jahresende 5,02 Millionen Menschen beschäftigten, von denen etwa zwei Drittel vor Ort eingestellt wurden.

Zudem vollzieht sich derzeit ein Strukturwandel: Beispielsweise ist der Anteil des verarbeitenden Gewerbes an Chinas Direktinvestitionen in Lateinamerika und der Karibik von 1,94 Prozent im Zeitraum 2000-2004 auf 25,82 Prozent im Zeitraum 2020-2025 stark gestiegen, wie aus einem Bericht der National Autonomous University of Mexico hervorgeht. Gleichzeitig erhöhten sich Greenfield-Investitionen, bei denen neue Anlagen errichtet werden und pro Transaktion mehr Arbeitsplätze entstehen, von weniger als einem Viertel der chinesischen Investitionen in der Region im Zeitraum 2015-2019 auf mehr als die Hälfte im Zeitraum 2020-2025. Dies deutet auf eine tiefere und produktivere Zusammenarbeit mit den Gastländern hin.

Chinas ehemaliger Vize-Handelsminister Wei Jianguo sagte, dass chinesische Unternehmen im Ausland sich von isolierten Fabriken und Einzelprojekten hin zu Industrieclustern, koordinierten Lieferketten und lokalisierten Betrieben entwickelt hätten.

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