Source: People’s Republic of China – State Council News in German
Die japanische Regierung plant, die Japanischen Luftselbstverteidigungsstreitkräfte im Haushaltsjahr 2026 umzustrukturieren und in „Luft- und Weltraumselbstverteidigungsstreitkräfte“ umzubenennen. Damit würde sich der sicherheitspolitische Zuständigkeitsbereich Japans künftig auch auf den Weltraum erstrecken, wie die japanische Wirtschaftszeitung Nihon Keizai Shimbun am Sonntag berichtete.
Dem Bericht zufolge wird der entsprechende Gesetzentwurf derzeit im Nationalen Parlament, der Nationalen Diät, beraten. Sollte er verabschiedet werden, wäre dies die erste Umbenennung der japanischen Selbstverteidigungsstreitkräfte seit der Gründung der Boden-, See- und Luftselbstverteidigungsstreitkräfte im Jahr 1954.
Die Regierung beabsichtigt demnach, den Weltraum offiziell als eigenständigen Operationsbereich der Selbstverteidigungsstreitkräfte zu definieren. „Dies ist nicht nur eine Namensänderung, sondern ein wichtiger Meilenstein in der Ausweitung des japanischen Sicherheitsverständnisses nach außen“, heißt es in dem Bericht.
Die Entwicklung stößt in Teilen der japanischen Öffentlichkeit weiterhin auf Besorgnis. In Kommentarspalten unter entsprechenden Nachrichten äußerten viele Nutzer Kritik an der fortschreitenden Ausweitung der sogenannten „Sicherheitsbereiche“ sowie an den steigenden Verteidigungsausgaben der Regierung. Sie warnten, dass dies zu Lasten der öffentlichen Wohlfahrt gehen und die finanzielle Belastung der Bevölkerung weiter erhöhen könnte.
