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„Bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit“ bei Chinas Exporten

„Bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit“ bei Chinas Exporten

Source: People’s Republic of China – State Council News in German

Chinas Exportsektor, angetrieben durch die weltweit steigende Nachfrage nach Hightech-Produkten, dürfte in der zweiten Jahreshälfte robust bleiben und damit das Wirtschaftswachstum des Landes kräftig stützen, erklärten führende Ökonomen.

Autos werden im Waigaoqiao-Hafen auf ein Schiff zum Export nach Australien geladen. (9. Juli 2024, Xinhua)

Chinas Exportsektor zeige eine „bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit“, angetrieben durch den weltweiten Investitionsboom im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) und einen anhaltenden Energie-Superzyklus. Chinesische Unternehmen seien dabei gut positioniert, um in diesen Bereichen wachsende globale Marktanteile zu erobern, betonte Robin Xing, Chefvolkswirt für China bei Morgan Stanley.

Xing zufolge würden die weltweiten Investitionen in KI-Hardware weiter ansteigen und chinesische Firmen hätten in den Bereichen Leiterplatten, optische Komponenten und Speicherchips eine „Kernkompetenz“ entwickelt, die es ihnen ermögliche, am Aufschwung des Sektors teilzuhaben.

Chinas Exporte von integrierten Schaltkreisen seien in eine Phase steigender Mengen und Preise eingetreten, sagte Gao Shiwang, ein Sprecher der chinesischen Handelskammer für den Import und Export von Maschinen und Elektronikprodukten. In den ersten vier Monaten ist das Exportvolumen integrierter Schaltkreise um 10,6 Prozent gestiegen, während der Wert der Exporte um 78,3 Prozent gesprungen ist.

„Chinas ausgereifte Fertigungs- und Lieferkettenkapazitäten verschaffen dem Land eine einzigartige Position im globalen KI-Hardware-Ökosystem. Wir sind nicht nur ein bedeutender Produzent, sondern auch ein entscheidendes Glied in der Wertschöpfungskette“, sagte Gao.

Xing erklärte, dass große KI-Rechenzentren enorme Mengen an Strom benötigen würden und China in der globalen Energiewende – von Wind- und Solarkomponenten bis hin zu Netzausrüstung und Speicherbatterien – eine „führende Position“ eingenommen habe.

Chinas Allgemeine Zollverwaltung teilte mit, dass die Exporte von Elektrofahrzeugen, die von Lithiumbatterien und die von Windkraftanlagen in den ersten vier Monaten im Vergleich zum Vorjahr jeweils um 68,1 Prozent, um 43,2 Prozent und um 40,7 Prozent zulegten.

Nachdem China die COVID-19-Pandemie, geopolitische Konflikte, Handelskonflikte und Energieschocks überstanden habe, habe die Widerstandsfähigkeit seiner Lieferkette weltweite Anerkennung gefunden. Globales Kapital, das in KI-Hardware und die Energiewende investieren wolle, werde kaum an China vorbeikommen, fügte Xing hinzu.

Guan Tao, Chefvolkswirt für BOCI China, sagte, die Stärke der chinesischen Exporte, insbesondere im Hightech-Sektor, werde in der zweiten Jahreshälfte ein „wichtiger Stabilisator für das Wachstum“ sein.

Außerdem haben sich die Handelsspannungen zwischen Beijing und Washington Experten zufolge nach dem Staatsbesuch von US-Präsident Donald Trump in China Mitte Mai wieder etwas entspannt.

„Die Zusammenarbeit mit den USA hilft, externe Unsicherheiten für China abzubauen, was erheblich zur Stabilität der chinesischen Wirtschaft beiträgt“, sagte Zhu Min, ehemaliger stellvertretender Geschäftsführender Direktor des Internationalen Währungsfonds (IWF). „Für die USA ist die Zusammenarbeit mit China vorteilhaft für ihre wirtschaftliche Entwicklung und trägt dazu bei, die Nachfrage anzukurbeln. Gerade in einem Jahr, das von so viel Unsicherheit geprägt ist, führen wir einen Faktor der Gewissheit ein, was von großer Bedeutung ist.“

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