Source: Lufthansa Group
ITA Airways rückt einen weiteren Schritt unter das Dach der Lufthansa Group. Das strategische Europa Japan Joint Venture zwischen der Lufthansa Group (LHG) und All Nippon Airways (ANA) wird seitens der Lufthansa Group zum Herbst dieses Jahres um ITA Airways erweitert. Ein entsprechender Vertrag wurde gestern auf der IATA-Jahrestagung in Rio de Janeiro unterzeichnet.
Der Beitritt von ITA Airways in das größte Joint Venture zwischen Europa und Japan ermöglicht eine engere Kooperation in vielen Kernbereichen. Diese Zusammenarbeit wird um die Europa-Verbindungen von ITA Airways, ihre italienischen Inlandsflüge, ihre Ziele im Maghreb sowie um ihren Langstreckenflug zwischen Rom-Fiumicino und Tokio-Haneda erweitert. Dies ergänzt den aktuellen Umfang des Joint Ventures in Italien um die bestehende ANA-Verbindung von Tokio-Haneda nach Mailand-Malpensa.
Im Mittelpunkt steht das Drehkreuz von ITA Airways, der Flughafen Rom-Fiumicino. Von dort aus bietet Italiens nationale Fluggesellschaft einen täglichen Nonstop-Flug nach Tokio-Haneda an. Beide Flughäfen wurden von Skytrax mit höchstmöglichen fünf Sternen ausgezeichnet. Ab dem kommenden Herbst kann dieser Interkontinentalflug von Kunden der ANA, Lufthansa, Austrian Airlines und SWISS gebucht und beliebig mit ihren eigenen Zubringerflügen kombiniert werden. Zudem wird die Einführung eines gemeinsamen Angebots ab Herbst 2026 schrittweise beginnen. Die Kunden werden informiert, sobald dieses verfügbar ist.
Da das Joint Venture auch die Zubringerflüge von ITA Airways nach Rom umfasst, bieten sich für Japan-Reisende zusätzliche Umsteigeverbindungen. Vor allem bei Zielen im südlichen Europa bzw. im Mittelmeerraum, wie auch in Nordafrika, wird sich die Flugzeit von und nach Japan über das südliche Hub in Rom verkürzen. Über Tokio-Haneda hinaus bietet ANA den Passagieren von ITA Airways zahlreiche Anschlussflüge über ihr Inlandsnetz in Japan an. Alle Fluggäste können außerdem die jeweiligen Lounges in Rom und Tokio nutzen. Tickets wie auch die Loyalitätsprogramme beider Airlines werden gegenseitig anerkannt.
Das Europa Japan Joint Venture wurde im Jahr 2012 zwischen Lufthansa und ANA gegründet. In den Folgejahren traten SWISS und Austrian Airlines bei. Dieses Gemeinschaftsprojekt ermöglicht eine vertiefte Zusammenarbeit und eine gemeinsame Produktplanung. Die notwendige kartellrechtliche Freigabe (Anti Trust Immunity) wurde seitens der japanischen Behörden bereits vor einigen Wochen erteilt. Im Rahmen dieses Joint Ventures können die beteiligten Fluggesellschaften beispielweise ihre Flugpläne gemeinsam abstimmen und somit die Abflugzeiten besser über die Tageszeit verteilen. Die Kunden aller fünf beteiligten Airlines finden auf Ihren Flügen zwischen Japan und Europa ein vergleichbares Produkt- und Serviceangebot vor. Durch die Möglichkeit, sämtliche Langstreckenflüge flexibel kombinieren zu können, mitsamt der regionalen Zubringerflüge sowohl in Tokio-Haneda als auch an fünf Drehkreuzen der Lufthansa Group, haben die Passagiere deutlich mehr Reise- und Anschlussmöglichkeiten. Allein zwischen Europa und Japan stehen im Rahmen dieses Joint Ventures 160 wöchentliche Langstreckenflüge zur Auswahl.
Juichi Hirasawa, Präsident und CEO von All Nippon Airways, sagte: „Da wir uns dem 15-jährigen Jubiläum unseres Joint Ventures im nächsten Jahr nähern, ermöglicht uns unsere langjährige Partnerschaft mit der Lufthansa Group, ein nahtloses und hochwertiges Reiseerlebnis für unsere Passagieren zwischen Japan und Europa. Mit dem Beitritt von ITA Airways, der uns den Zugang nach Rom eröffnet, werden sich unsere Reisenden über einen außergewöhnlichen Service und eine noch bequemere Reise nach Italien, Südeuropa, den Mittelmeerraum und darüber hinaus freuen.“
Jörg Eberhart, Chief Executive Officer und General Manager von ITA Airways, sagte „Wir sind sehr stolz, gemeinsam mit ANA und der Lufthansa Group dem Europa Japan Joint Venture beizutreten. Diese Vereinbarung stellt einen wichtigen Meilenstein in der internationalen Entwicklung von ITA Airways dar. Außerdem stärkt sie die Anbindung der Fluggesellschaft an den asiatisch-pazifischen Raum, einer Region von großer strategischer Bedeutung. Wir danken unseren Partnern, der Lufthansa Group und ANA, für diese wichtige Vereinbarung, die es uns ermöglicht, unseren Kunden mehr Reiseoptionen, effizientere Verbindungen und ein zunehmend integriertes Reiseerlebnis zu bieten.“
Hinweis an die Redaktion: Bildunterschrift: Vertragsunterzeichnung am 07.06.2026 auf dem Annual General Meeting der IATA in Rio de Janeiro (v.l.n.r.): Juichi Hirasawa (CEO und Präsident All Nippon Airways), Carsten Spohr (CEO Lufthansa Group) und Jörg Eberhart (CEO ITA Airways).
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