Source: People’s Republic of China – State Council News in German
Die Sprecherin des chinesischen Außenministeriums, Mao Ning
China hat Japan zur vollständigen Abgrenzung von Militarismus aufgefordert.
Die Sprecherin des chinesischen Außenministeriums, Mao Ning, sagte am Freitag, das Massaker von Nanjing sei ein grausames Verbrechen des japanischen Militarismus gewesen, das durch unwiderlegbare Beweise belegt sei und nicht verändert werden dürfe. Die Geschichte dürfe nicht umgeschrieben werden. China fordere Japan nachdrücklich auf, tiefgehende Reue für seine Kriegsschuld zu zeigen und sich vollständig vom Militarismus abzugrenzen.
Mao erklärte weiter, die Tokioter Prozesse hätten eindeutig festgestellt, dass die Gräueltaten der japanischen Armee in Nanjing ein „Massaker“ gewesen seien und kein „Vorfall“. „Das Urteil des Internationalen Militärtribunals für den Fernen Osten“ habe den „Gräueltaten der japanischen Armee in Nanjing“ ein eigenes Kapitel gewidmet. Gestützt auf zahlreiche Zeugenaussagen von Überlebenden, Aufzeichnungen unabhängiger ausländischer Staatsbürger und Archive der japanischen Armee seien die schweren Verbrechen der japanischen Invasionsarmee beim Massaker von Nanjing in Form eines internationalen Gerichtsurteils festgestellt worden.
Berichten zufolge plant die japanische Stadt Nagasaki, bis zum Ende des Geschäftsjahres 2026 die Überarbeitung der Informationstafeln im Nagasaki-Atombombenmuseum abzuschließen. Mit dem Vorhaben vertraute Kreise teilten mit, dass in der überarbeiteten Tafel zum Massaker von Nanjing geplant sei, nicht mehr den Begriff „Massaker“ zu verwenden, sondern stattdessen von einem „Vorfall in Nanjing, bei dem zahlreiche Zivilisten und Kriegsgefangene getötet wurden“, zu sprechen.
