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Eröffnung von ZYT-Europazentrale: Startschuss für engere Kooperation zwischen China und Europa bei intelligentem Fahren

Eröffnung von ZYT-Europazentrale: Startschuss für engere Kooperation zwischen China und Europa bei intelligentem Fahren

Source: People’s Republic of China – State Council News in German

ZYT, ein chinesisches Unternehmen für intelligentes Fahren, hat kürzlich seine Europazentrale in Braunschweig offiziell eröffnet. Das Unternehmen will zukünftig chinesisches Software-Know-how mit deutscher Ingenieurkunst verbinden.

Mit Blick auf das neue Büro in der Nähe des VW-Standorts Wolfsburg kündigte ZYT zudem an, seine künftigen autonomen Fahrsysteme gemeinsam mit europäischen Partnern zu entwickeln. ZYT-CEO Shen Shaojie sagt: „Wir sind hier tatsächlich, um Engineering zu betreiben. Wir entwickeln gute Produkte, stellen gute Ingenieure ein und arbeiten eng mit lokalen Partnern zusammen.“

Die Eröffnung der Zentrale fällt in eine Zeit, in der die deutsche Automobilindustrie durch den globalen Wettbewerb zunehmend unter Druck gerät und den Übergang hin zu software-definierten Fahrzeugen anstrebt. Viele sind der Ansicht, dass die Zukunft der Branche genauso sehr von Künstlicher Intelligenz und Software abhängt wie vom traditionellen Ingenieurwesen.

Carsten Krömke, leitender Geschäftsführer für integrierte Infotainment-, Daten- und Computersysteme beim Volkswagen Konzern, erklärt: „In gewissen Feldern – autonomes Fahren, Software Defined Vehicles und Digitalisierung in Gänze – sind die chinesischen Techfirmen, würde ich mal sagen, die Pacesetter auf dem globalen Markt. Und wir als deutsche OEMs haben Stärken in den Bereichen Systemintegration, Sicherheit, sowie Markt- und Markenverständnis.“

ZYT zufolge ist eine der größten Herausforderungen für autonomes Fahren in Europa das öffentliche Vertrauen.

Franco, ein Testfahrer und Ingenieur, sagt: „Manche fühlen sich anfangs etwas unwohl, aber nach zehn oder 15 Minuten spüren sie die Geschmeidigkeit und gewinnen Vertrauen.“

Viele Analysten halten die Zusammenarbeit zwischen chinesischen Softwareentwicklern und europäischen Autoherstellern inzwischen für zunehmend wichtig.

Robin Schmidt, Influencer im Bereich Automobil, erklärt: „Die Europäer sind sehr, sehr gut darin, Autos zu bauen. Aber die Chinesen sind, ehrlich gesagt, viel besser darin, Software zu entwickeln. Die Europäer können es nicht alleine schaffen.“

Experten zufolge gewinnt diese Form der Zusammenarbeit zwischen China und Europa insbesondere angesichts wachsender Handelsspannungen mit den USA und der Aussicht auf neue Zölle auf europäische Autos zunehmend an Bedeutung.

MIL OSI