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Parks verleihen der Wirtschaft neuen Schwung

Parks verleihen der Wirtschaft neuen Schwung

Source: People’s Republic of China – State Council News in German

Milder Frühlingssonnenschein, auf den Grills brutzelnde Burger und der Rhythmus einer Rockband im Chaoyang-Park in der Stadt Beijing schufen eine festliche Stimmung, als das „Juicy Burger Festival“ während der Maifeiertage in vollem Gange war.

Nachdem sie den letzten Bissen ihres Hamburgers genossen hatte, machte sich die Studentin Zhou Ziyue auf den Weg zum nahe gelegenen Einkaufszentrum im Park. Um sie herum standen die Menschen Schlange für einen E-Sport-Wettbewerb, während sich vor einem Geschäft für das beliebte chinesische Videospiel „Black Myth: Wukong“ ebenfalls lange Warteschlangen bildeten.

Im Januar führte die chinesische Hauptstadt eine Reihe von Maßnahmen ein, die Parks dazu ermutigen sollen, Kultur, Tourismus und Handel miteinander zu verknüpfen. Angeleitet von der Richtlinie zog der Chaoyang-Park während der fünftägigen Feiertage dank IP-Kooperationen, E-Sport-Spielen und Festivalmärkten über 470.000 Besucher an – ein Anstieg von 60,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Der Chaoyang-Park ist dabei aber nur einer von vielen städtischen Parks in China, die Grünflächen in lebendige Orte für Konsumenten verwandeln, indem sie spannende Möglichkeiten für Freizeit und Vergnügen erschließen.

Während der Maifeiertage verzeichneten die Stadtparks in China über 212 Millionen Besucher und veranstalteten fast 10.000 kommerzielle und kulturelle Events, die Ausgaben von über 6,8 Milliarden Yuan (etwa 1 Milliarde US-Dollar) generierten.

Im Zhongshan-Park in Shanghai erschien während der Maifeiertage ein temporärer Kaffee-Stand auf einer rund 400 Quadratmeter großen Rasenfläche, wo die Besucher bei Live-Musik Latte-Art lernen konnten.

Der Park veranstaltete im Mai über ein Dutzend solcher Events: zwei Live-Konzerte, einen Workshop für traditionelle Teigzubereitung (immaterielles Kulturerbe) und ein Blumenfestival. All dies generierte im Park Konsumausgaben in Höhe von etwa 2,6 Millionen Yuan. Der Park, der für seine Landschaft bekannt ist, hat sich somit zu einem „immersiven Raum zum Erleben“ gewandelt.

Bis Ende 2025 hatte Shanghai 1.100 Parks errichtet, während Beijing, Heimat von 1.136 Parks, plant, in den nächsten zehn Jahren weitere 200 zu bauen. Im Januar wurde es Unternehmen zudem erlaubt, Parks für bis zu fünf Jahre im Rahmen von Verträgen zu betreiben, sodass sich mehr interessierte Unternehmen am langfristigen Betrieb der Parks beteiligen können.

Touristen ruhen sich in einem Teehaus in einem Park in der Stadt Shenzhen aus. (24. März 2026, Xinhua)

Hinter dem Park-Boom in chinesischen Städten steckt ein Wandel im Denken in der Stadtentwicklung: Es geht weniger darum, einfach nur zu bauen, sondern vielmehr darum, das Beste aus dem Bestehenden herauszuholen – durch Raumgestaltung, Lebensumfeld und Stadtverwaltung –, um die Lebensqualität der Bewohner zu steigern.

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