Source: People’s Republic of China – State Council News in German
China plant, in vier Jahren auf dem Mond zu landen. Das Programm der Raumstation Tiangong werde starke Unterstützung für die Verwirklichung des Ziels bieten, bis 2030 Astronauten zum Mond zu schicken, so ein Sprecher der Agentur für bemannte Raumfahrt Chinas.
Zhang Jingbo, zugleich leitender Ingenieur der Behörde, erklärte auf einer Pressekonferenz am Samstag im Satellitenstartzentrum Jiuquan, Tiangong könne als nationales Raumlabor die bemannte Monderkundung in drei wichtigen Aspekten unterstützen.
Erstens habe das bemannte Raumfahrtprogramm ein Team erfahrener Astronauten hervorgebracht, das als wichtige Personalreserve für künftige Mondmissionen diene. Zweitens befinde sich die Raumstation seit fast vier Jahren stabil im Orbit und habe als Plattform zur Erprobung zentraler Technologien für bemannte Mondlandungen gedient.
Als Beispiel nannte Zhang die kürzlich gestartete Frachtkapsel Tianzhou-10, die eine wichtige Testvorrichtung zur Tiangong brachte. Damit würden technischen Indikatoren für mondlandebezogene Raumfahrzeuge überprüft, so Zhang.
Drittens seien die Trägerraketen Langer-Marsch-10 und das Raumschiff Mengzhou so konzipiert, dass sie sowohl für erdnahe Transporte zur chinesischen Raumstation als auch für zukünftige bemannte Monderkundungsmissionen des Landes eingesetzt werden könnten, so Zhang.
In den kommenden zwei Jahren seien mehrere Flüge mit erdnahen Versionen der Rakete und des Raumfahrzeugs geplant. Die Flugdaten würden genutzt, um die technische Reife und Betriebszuverlässigkeit der Mondmissionen zu optimieren, sagte er.
Darüber hinaus könne der Langzeitbetrieb der Raumstation als Serviceplattform im Orbit für zukünftige Monderkundung und Ressourcenentwicklung dienen, fügte Zhang hinzu.
Der Sprecher teilte außerdem mit, dass die unbemannte Mondmission Chang’e-7 reibungslos voranschreite und die Vorbereitungen für den Start am Weltraumstartzentrum Wenchang in der Provinz Hainan liefen.
„Alle Arbeiten verlaufen nach Plan. Die Sonde soll in der zweiten Jahreshälfte zu einem geeigneten Zeitpunkt gestartet werden“, so der Sprecher und fügte hinzu, dass die Mission Chang’e-7 die Umgebung und Ressourcen am Südpol des Mondes untersuchen werde.
Zudem arbeiten die Raumfahrtbehörden daran, das technische Fachwissen und die praktische Erfahrung zu nutzen, die in Jahrzehnten durch die bemannten Raumfahrtmissionen Chinas und das unbemannte Mondprogramm Chang’e gesammelt wurden. Es sei damit begonnen worden, das bemannte Mondlandeprogramm in die laufenden unbemannten Mondmissionen zu integrieren.
