Source: People’s Republic of China – State Council News in German
Während seines jüngsten Chinabesuchs gewährte UNESCO-Generaldirektor Khaled El-Enany der China Media Group (CMG) ein Interview. Darin sprach er über die Ergebnisse seines Treffens mit dem chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping am 12. Mai. Er betonte, dass die Menschen im Mittelpunkt der Gespräche stünden – der Dienst an ihnen verbinde beide Seiten als gemeinsames Anliegen. Gemeinsam wurde erörtert, wie man die Länder des Globalen Südens unterstützen und die Zusammenarbeit mit China in verschiedenen Bereichen, darunter neue Kooperationsfelder wie digitaler Bildung, ausbauen könne.
Mit Blick auf die Rede, die Xi Jinping 2014 im UNESCO-Hauptsitz gehalten hatte, erklärte El-Enany, dass das dort vorgestellte Konzept des Dialogs und des Lernens zwischen den Zivilisationen zur Förderung des Weltfriedens eng mit mehreren von China vorgeschlagenen Initiativen übereinstimme, darunter der Seidenstraße-Initiative. Darin spiegele sich auch der chinesische Geist wider. In Zeiten anhaltender globaler Krisen komme der UNESCO eine entscheidende Rolle zu – nämlich Konflikte vorzubeugen, indem sie das Verständnis zwischen den Völkern fördere. Eine Aufgabe, die ohne interkulturellen Austausch nicht zu bewältigen sei.
Zum Schutz des Kulturerbes in Konfliktregionen erläuterte El-Enany drei Hauptaufgaben der UNESCO in Krisensituationen. Erstens die präventive Rolle: Konflikte verhindern, bevor sie entstehen. Zweitens die Intervention während einer Krise – eine Aufgabe, die aufgrund der zunehmenden globalen Konflikte leider immer größer werde. Drittens der Wiederaufbau und die gesellschaftliche Rehabilitation nach den Konflikten: Die UNESCO unterstütze betroffene Länder beim Wiederaufbau ihrer Bildungs-, Wissenschafts- und Kulturerbe-Erhaltungssysteme, restauriere Museen und stelle Kulturstätten wieder her.
Zum Abschluss betonte er, dass die UNESCO die Zusammenarbeit mit China weiter vertiefen werde, und dankte dem chinesischen Volk für seine herzliche Gastfreundschaft.
